Adrian Campos hofft, Bruno Senna in Bahrain an den Start schicken zu können

Formel 1 2010

— 06.02.2010

Campos arbeitet hart an der Rettung seines Teams

Adrian Campos hofft weiter, dass sein Team in Bahrain startet - Bis Montag soll eine Lösung gefunden werden - Noch kein Geld von Tony Teixeira?

Der Start des neuen Campos-Teams in der Formel 1 steht auf wackeligen Beinen - auch Teambesitzer Adrian Campos macht inzwischen kein Geheimnis mehr daraus, dass nicht alles so rosig ist wie gewünscht. Doch er hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, das nötige Geld zusammenzukratzen, von Dallara die Autos zu bekommen und beim Saisonauftakt in Bahrain dabei zu sein.

"Wir versuchen, bis Montag alles auszusortieren", sagte Campos gegenüber 'BBC Sport'. "Die Leute sagen viele dumme Sachen. Manche stimmen und manche nicht", erklärte er zu den Spekulationen über die Zukunft seines Teams. Und er bekräftigte: "Wir arbeiten hart daran, in Bahrain an den Start zu gehen." Doch er konnte noch nicht sicher bestätigen, dass seine Mannschaft beim ersten Rennen wirklich dabei ist.

Campos großes Problem ist: Wenn er Dallara nicht das nötige Geld überweist, bekommt er keine Autos für Pilot Bruno Senna und dessen nochnicht benannten Teamkollegen. Gerüchte, dass Dallara den Vertrag mit dem spanischen Team bereits gekündigt und die Autos an StefanGP verkauft hat, weist Campos zurück: "Nein, das kann Dallara nicht machen. Wir haben einen Vertrag mit ihnen."

Nun kursieren in den Medien verschiedene Fristen, die Dallara gesetzt haben soll. Campos selbst will alles bis Montag geklärt haben, spanische Medien sprachen davon, dass bis zum gestrigen Freitag das Geld fließen musste, die Tageszeitung 'AS' will nun erfahren haben, dass die Frist am nächsten Mittwoch ausläuft. 'AS'-Informationen zufolge geht es um vier Millionen Euro, die Campos noch an den italienischen Hersteller zahlen muss.

Über die Berichte, dass Campos mit den Zahlungen an Dallara hinterherhinkt, sagte Campos: "Mal zahlen wir die Rate von sieben Millionen an Dallara, mal haben wir das Geld nicht. Wir versuchen, das Problem zu lösen."

Carlos Gracia, der Präsident des Spanischen Automobilverbands, hegt jedenfalls die Hoffnung, dass die Geschichte für Campos ein gutes Ende nimmt. "Dallara ist ein sehr professionelles Unternehmen, die den Background von Adrian kennen und die Schwierigkeiten, die ein solches Projekt mit sich bringt. Deshalb bin ich davon überzeugt, dass sie alles tun werden, um eine für beide Seiten befriedigende Lösung zu finden", sagte er 'AS'.

Das nötige Geld könnte von Tony Teixeira kommen. Der südafrikanische Geschäftsmann und bisherige A1GP-Chef will wie berichtet in das Team einsteigen - oder es sogar ganz kaufen. Dass ein Vertrag mit Teixeira bereits unter Dach und Fach ist, wollte Campos weder bestätigen noch dementieren: "Das Problem ist, dass wir bei allem was wir tun, zur Verschwiegenheit verpflichtet sind."

Verbandschef Gracia weiß da allerdings mehr zu berichten: "So weit ich weiß, wurde die Vereinbarung mit Teixeira geschlossen, aber das Geld ist noch nicht gekommen. Damit ist alles andere auch wertlos."

Gracia hat auch den Eindruck, dass sich Campos für sein Projekt nicht gerade die besten Partner ausgesucht hat: "Es ist kein Geheimnis, dass Adrian es vielleicht nicht verstanden hat, sich mit Leuten zu umgeben, die für dieses Projekt geeignet sind. Aber das Wichtigste ist, dass man jetzt einen Schritt nach vorn macht und nach Lösungen sucht. Und keiner wird leugnen können, dass er zumindest bis zum Schluss gekämpft hat."

Fotoquelle: Márcio Fonseca

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