Luca di Montezemolo verfällt angesichts der Testergebnisse nicht in Euphorie

Formel 1 2010

— 06.02.2010

Di Montezemolo mahnt zur Vorsicht

Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo sieht die Ergebnisse der ersten Testfahrten als positives Signal, will die Resultate aber nicht überbewerten

Drei Testtage haben die Formel-1-Teams in diesem Jahr bereits absolviert, dreimal stand ein Ferrari-Pilot am oberen Ende des Zeitklassements: Felipe Massa bescherte der Scuderia mit dem neuen F10 gleich zwei Tagesbestwerte, Fernando Alonso steuerte bei den Probefahrten in Valencia ebenfalls eine Bestzeit bei. Doch Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo mahnt dennoch zur Vorsicht.

Das italienische Ferrari-Oberhaupt zeigt sich zufrieden mit dem gelungenen Testauftakt in Spanien, ist aber nicht euphorisch. "Ich freue mich, denn es sieht so aus, als wäre die Geburt unseres Autos prima vonstatten gegangen. Aber die Wintertestfahrten sind wie Fußball im August", sagt di Montezemolo gegenüber der 'Gazzetta dello Sport' und schließt sich der Zurückhaltung seines Rennstalls an.

Genau wie seine Angestellten im Ferrari-Team, so will auch di Montezemolo nicht zu viel in die Testzeiten und die Platzierungen seiner Piloten hineinlesen: "Ich denke, der einzige positive Aspekt dabei ist das Gefühl, dass der Wagen recht gut ist", meint der Italiener und fügt an: "Wir haben aber noch einige Probleme zu lösen und müssen mit den Beinen auf dem Boden bleiben."

"Wir wissen noch nicht, wie gut die anderen sind und wie viel Sprit sie an Bord hatten", hält der Ferrari-Präsident fest. "Die Ergebnisse von Alonso und Massa sind ermutigende erste Signale, doch noch ist es viel zu früh, um das zu beurteilen." Schließlich haben sich manche Konkurrenten bislang noch nicht gezeigt: Red Bull bringt seinen neuen Rennwagen erst in Jerez an den Start.

Vor allem hat di Montezemolo aber die neuen Silberpfeile auf der Rechnung: "Ich denke, Mercedes sind die Rivalen, die es zu schlagen gilt. Dann ist da auch noch Red Bull. Ich bin davon überzeugt: Sie werden sehr konkurrenzfähig sein, wenn man bedenkt, mit welchem Vorteil sie die vergangene Saison abgeschlossen haben. Und McLaren gibt es auch noch", fasst di Montezemolo zusammen.

Während sich der frühere Rennleiter der Scuderia auf ein Duell seines Teams mit seinem ehemaligen Lieblingsfahrer Michael Schumacher vorbereitet, blickt er mit Missfallen auf das aktuelle Starterfeld der Formel 1. Ferrari sei der einzige echte Konstrukteur, der übrig geblieben sei, so di Montezemolo im Hinblick auf das neue Mercedes-Werksteam. "Alle anderen kaufen sich einfach Teams."

Fotoquelle: xpb.cc

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