Mario Theissen wird 2010 häufiger auf die Zeitenmonitore der WTCC blicken

Formel 1 2010

— 09.02.2010

Theissen: "Ich bin nicht gescheitert"

BMW Motorsport Direktor Mario Theissen über die vergangenen Monate: Verkaufsverhandlungen, Titelfavoriten und der Mercedes-Coup

Auf der Nennliste der Formel-1-Weltmeisterschaft 2010 steht zwar nach wie vor der Name BMW Sauber F1 Team, doch seit Jahresbeginn verbirgt sich dahinter kein Hersteller mehr, sondern Peter Sauber. Der Schweizer hat sein Team nach dem Rückzug von BMW zurückgekauft und somit den Rennstall und den Standort Hinwil gesichert. Auf dem Weg dorthin gab es viele Hürden zu überwinden.

Anfangs hatte BMW sich mit dem ominösen Investmentbetrieb Qadbak über einen Verkauf des Rennstalls geeinigt. Doch die Münchener hatten es veräumt, das neue Concorde Agreement zu unterzeichnen. Somit war kein Startplatz für die Saison 2010 garantiert, der Deal scheiterte. Peter Sauber, der bereits zuvor ein Angebot zum Rückkauf des Teams gemacht hatte, kam schließlich doch noch zum Zuge.

"In solchen Verhandlungen werden immer Vereinbarungen getroffen, die an bestimmte Bedingungen geknüpft sind", erklärt BMW Motorsport Direktor Mario Theissen den gescheiterten Qadbak-Deal gegenüber 'spox.com'. Und weiter: "Wenn einige von denen nicht eingehalten werden, dann kommt es eben nicht zur Vertragsunterzeichnung. Dabei hat auch die fehlende Garantie eines Startplatzes eine Rolle gespielt. Sauber hat einen Vorschlag gemacht, und BMW hat dem sofort zugestimmt."

Die vergangene Saison sei die schwierigste seiner Laufbahn gewesen, sagt Theissen. An Rücktritt habe er trotz des bevorstehenden Formel-1-Rückzugs nicht gedacht: "Ich habe alles daran gesetzt, das Formel-1-Projekt zu einem positiven Ende zu bringen. Für mich war aber immer klar, dass ich bei BMW bleibe." Der Münchener Hersteller hatte sich aufgrund einer strategischen Neuausrichtung aus der Formel 1 verabschiedet, sportlicher Misserfolg kam hinzu.

"Sportlicher Erfolg hätte mir wahrscheinlich bei meinem Kampf für den Verbleib zu diesem Zeitpunkt geholfen, aber er hätte die Sache wohl nur um ein paar Monate verschoben", meint Theissen, der nach eigenen Angaben einen versöhnlichen Abschluss in der vergangenen Saison erlebte. "Hätten wir im Sommer die WM angeführt, hätte wohl kaum jemand gesagt, wir steigen jetzt aus. Aber was wäre gewesen, wenn wir im Herbst die WM gewonnen hätten?"

Der Rennleiter von BMW wird sich in Zukunft um die Auftritte in der WTCC und im GT-Sport kümmern, verliert aber die Formel 1 nicht aus den Augen. Vor allem das Mercedes-Werksteam steht im Fokus: "Ich erkenne an, dass Norbert Haug mit diesem Projekt ein großer Coup gelungen ist. Nicht nur für Mercedes, sondern für die ganze Formel 1."

Auch die Rückkehr von Rekordchampion Michael Schumacher sehe er mit zwei lachenden Augen: "Für die Fans und die Formel 1 ist das eine Riesensache. Aber auch für das Team und ihn selbst ist es gut. Egal wie es ausgeht: Er wird danach Gewissheit haben, wo er steht. Und die braucht er." Theissen hat jedoch nicht den Kerpener auf der Favoritenlsite ganz oben. "Ich habe Sebastian Vettel auf dem Zettel", erklärt der BMW Motorsport Direktor, der den Heppenheimer zur Red-Bull-Familie ziehen ließ.

Fotoquelle: BMW

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