Jean Todts Aussage mit drei "Fehlstunden" wurde von der FIA korrigiert

Formel 1 2010

— 10.02.2010

FIA stellt klar: Keine "Fehlstunden" erlaubt

Die FIA stellt die Aussage ihres eigenen Präsidenten Jean Todt richtig und betont, dass von den Teams keine Rennen ausgelassen werden dürfen

Wir alle kennen das noch aus der Schule: Ein gewisses Maß an Fehlstunden ist erlaubt, doch bleibt man dem Unterricht zu lange fern, kann das zu Konsequenzen führen. Für ein paar Fehlstunden zu viel gibt es meistens nur eine Betragensnote, notorische Dauerschwänzer müssen aber mit einem Schulverweis rechnen.

Auf ganz anderer Ebene spielt sich dieser Vorgang derzeit in der Formel 1 ab, denn den beiden neuen Teams Campos und US F1 wird nachgesagt, dass sie ihren "ersten Schultag" am 14. März in Bahrain wegen - vor allem finanzieller - Probleme auslassen müssen. Auf diese Gerüchte reagierte kürzlich FIA-Präsident Jean Todt, indem er andeutete, dass jedes Team bis zu drei Rennen pro Saison straffrei auslassen darf.

Das scheint jedoch nicht ganz korrekt gewesen zu sein: "Aus sportlicher und regeltechnischer Sicht ist jedes Team, das für die Meisterschaft eingeschrieben hat, dazu verpflichtet, an jeder Veranstaltung der Saison teilzunehmen", teilt die FIA nun schriftlich mit. "Jedes Verfehlen einer Teilnahme, sei es auch nur für eine Meisterschaftsveranstaltung, wird als Verletzung des Concorde-Agreements und des FIA-Reglements erachtet."

Dieses Statement lässt allerdings offen, ob ein Fehlen beim Saisonauftakt automatisch einen Verlust des FIA-Startplatzes zur Folge hätte. Den Startplatz von Campos möchte bekanntlich Zoran Stefanovic haben, der bereits zwei Container mit Material nach Bahrain beziehungsweise Malaysia geschickt hat und behauptet, dass er sein Chassis/Motoren-Gesamtpaket von Toyota jederzeit im Rennen einsetzen könnte.

Aus gut informierten Kreisen hört man indes, dass die Startberechtigung eines Teams nichts damit zu tun hat, ob und wie viele Rennen in einer Saison ausgelassen werden. Entscheidendes Kriterium für einen sicheren Startplatz ist vielmehr, dass ein Team im vorangegangenen Jahr maximal drei Rennen verpasst hat. Möglicherweise spielte Todt mit seiner Aussage genau darauf an, um den Betroffenen in der Saison 2011 Startplatzprobleme zu ersparen.

Ein anderes Argument, das in Widerspruch zur nun ohnehin korrigierten Todt-Aussage stand, ist die Tatsache, dass die FIA im Falle eines Boykotts mehrerer oder aller Teams, wie er zum Beispiel vor dem Saisonbeginn 2009 wegen Meinungsverschiedenheiten über Antrittsgelder zwischen einigen Teamchefs und Bernie Ecclestone schon einmal im Raum stand, alle "Rebellen" sperren hätte müssen - ein für die FIA und Formel 1 undenkbares Szenario.

Fotoquelle: xpb.cc

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