Statt Partys sind nun Erfolge angesagt: Red Bull will auch 2010 um den Titel kämpfen

Formel 1 2010

— 11.02.2010

Horner: "Haben keine Angst, Dinge anders anzugehen"

Teamchef Christian Horner über den Wandel von Red Bull vom Partyteam zum ernsthaften WM-Anwärter: "Haben immer neue Wege beschritten"

Seit 2005 ist Red Bull mit einem eigenen Rennstall im Formel-1-Fahrerlager vertreten, doch erst im vergangenen Jahr stellten sich die ganz großen Erfolge ein. Mit Sebastian Vettel und Mark Webber feierte die Mannschaft um Teamchef Christian Horner sechs Grand-Prix-Siege und hatte fast bis zuletzt Chancen auf den Titelgewinn. Aus diesem Grund zählt Red Bull auch 2010 zu den Favoriten.

Dabei war der österreichisch-britische Rennstall in den ersten Formel-1-Jahren vor allem als Partyteam bekannt, doch dieses Image hat sich längst verändert, wie Teamchef Horner gegenüber 'Spox' bestätigt: "Dieser Wandel ist im vergangenen Jahr offensichtlich geworden, als wir um den Titel gekämpft haben. Wir haben uns aber auch schon vorher stets darauf konzentriert, unsere sportlichen Ziele zu erreichen."

"Nach außen hat Red Bull den Vorteil, nicht den Zwängen eines großen Konzerns zu unterliegen", erklärt der ehemalige Rennfahrer und fügt an: "Wir haben keine Angst, unsere Meinung offen zu sagen oder unsere Erfolge ausgelassen zu feiern." Letzteres konnte Red Bull im vergangenen Jahr sehr oft tun, verzichtete im Gegenzug aber immer mehr auf den Glamourfaktor im Fahrerlager.

So sind am Rennplatz schon seit geraumer Zeit keine Formula-Una-Girls mehr zu sehen. Horner erläutert diesen Umstand: "Wir wollten den Fokus in der Tat etwas mehr auf die Rennstrecke richten. Und das ist uns ja auch gelungen. Wobei man auch sagen muss, dass sich das Rennteam schon immer um nichts anderes gekümmert hat, als die Leistungen auf der Strecke", so der Brite.

"Der Marketing-Aspekt ist eine andere Baustelle - aber auch eine wichtige. Red Bull hat sich im Fahrerlager dank seines Motorhomes als Integrationsfigur etabliert. Bei uns stehen jedem die Türen offen. Da ist nichts abgeschottet wie bei anderen Teams", sagt Horner. "Wir haben bei den Aktivitäten neben der Strecke immer neue Wege beschritten. Wir haben keine Angst, die Dinge etwas anders anzugehen."

Dies trifft nicht zuletzt auch auf die Rennwagen von Stardesigner Adrian Newey zu, dessen Ideen sich in diesem Jahr an den meisten der neuen Formel-1-Autos wiederfinden. "Das ist nicht sonderlich überraschend", findet Horner. "Wir hatten 2009 ein sehr erfolgreiches Auto. Da liegt es nahe, dass andere Teams unser Konzept genau analysiert und auch einige Ideen übernommen haben."

Fotoquelle: xpb.cc

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