Seit 2009 wissen die Teams, dass Bahrain-Tests auch nicht immer ideal sind

Formel 1 2010

— 11.02.2010

Tests in Übersee wieder ein Thema

Weil die Wintertests in Europa stark wetterabhängig sind, denken manche Teams wieder darüber nach, nach Übersee auszuweichen

Vor dem Saisonauftakt am 14. März in Bahrain sind nur vier offizielle Wintertests geplant, also wesentlich weniger als in vergangenen Jahren. Umso mehr ist es den Teams ein Anliegen, die Zeit optimal nutzen zu können, aber das ist aufgrund der Wetterbedingungen in Spanien und Italien nicht immer möglich.

Ferrari musste dieses Jahr das Rollout mit dem F10 ausfallen lassen, weil die Strecke in Fiorano schneebedeckt war, die Jungfernfahrten von Virgin und Force India in Silverstone waren wegen klirrend kalter Temperaturen lediglich Funktionstests und selbst im südlichen Andalusien regnet es derzeit, was die Tests in Jerez de la Frontera erschwert. Also kommt der Gedanke auf, künftig wieder nach Übersee zu gehen, etwa nach Bahrain (Manama) oder Südafrika (Kyalami).

"In Silverstone kann es um diese Jahreszeit schneien, daher ist uns Spanien lieber", erklärt Force-India-Betriebsdirektor Otmar Szafnauer. "Es ist Pech, dass wir hier bisher nicht mehr fahren konnten, aber wir haben diese Woche ja noch ein paar Tage, bevor der Test zu Ende geht, also hoffen wir auf mehr Zeit im Trockenen und möglicherweise auch etwas höhere Temperaturen."

Eines der Kriterien bei den Wintertests ist nämlich, die Autos auf ihre Temperaturverträglichkeit zu prüfen, schließlich warten am Saisonbeginn in Bahrain und Malaysia potenzielle Hitzerennen auf die hochgestochenen Formel-1-Prototypen. Ausgerechnet beim ersten Rennen erstmals solche heißen Bedingungen zu erleben, ist nicht gerade die Wunschvorstellung der Ingenieure. Für Europa sprechen aber die weitaus niedrigeren Kosten als bei einem Überseetest.

"Es wird gerade debattiert, ob wir wieder weiter wegfahren sollten", räumt Szafnauer ein. "Wenn das Wetter besser ist, ist Europa besser, weil es weniger kostet. Früher waren wir in Südafrika. Das hilft von den Temperaturen und vom Wetter her, aber es kostet viel Geld. Heutzutage versuchen alle, Kosten zu sparen. Ich finde die Strecken in Europa daher recht gut und hoffe, dass das Wetter besser wird."

Außerdem garantiert auch ein teurer Trip nach Bahrain keine optimalen Testbedingungen, wie einige Teams vor einem Jahr feststellen mussten. Damals standen Ferrari, BMW und Toyota teilweise den ganzen Tag in der Garage, weil ein Sandsturm über die Sakhir-Wüste hinwegfegte, während die kostenbewussteren Teams, die in Europa geblieben waren, fast perfekte Bedingungen vorfanden...

Fotoquelle: Ferrari

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