Nico Hülkenberg hat wenig Zeit für die anderen deutschen Fahrer

Formel 1 2010

— 13.02.2010

Hülkenberg: Reifen könnten zu einem Problem werden

Nico Hülkenberg spricht über die Erkenntnisse des vergangenen Testtages, seinen Draht zu den anderen Deutschen und das Nachtankverbot

Der dritte Testtag in Jerez wurde von Regen dominiert. Nicht gerade ein Wunschszenario der Teams, nichts desto trotz brachte dieser Umstand einige wertvolle Erkenntnisse mit sich. Bei Williams bauten die Intermediate-Reifen zu schnell ab, dies ist wohl auch dem höheren Fahrzeuggewicht geschuldet. Nico Hülkenberg bereitet dies durchaus einige kleine Sorgenfalten.

"Selbst mit verhältnismäßig viel Wasser auf der Strecke schienen sie zu weich zu sein. Sie haben recht schnell recht viel abgebaut. Das könnte sich zu einem Problem entwickeln." Sind die Schwierigkeiten lösbar? "Das hängt davon ab, welche Reifenmischung Bridgestone im Saisonverlauf mitbringt. Im Rennen könnte dies durchaus zu einem Problem werden."

Davon sind auch die Slicks für trockenen Asphalt betroffen: "Ich denke, auch da gibt es Verbesserungspotenzial. Besonders zu Beginn der Tests ist uns erhöhter Verschleiß aufgefallen. Natürlich können wir diesen Punkt verbessern." Ansonsten hat Hülkenberg Glück im Unglück: Während viele andere Piloten sich mühsam einen reifenschonenderen Fahrstil angewöhnen müssen, damit das nachtankverbotbedingte schwerere Fahrzeug die schwarzen Walzen nicht so hart rannimmt, bewegt sich der Formel-1-Debütant auf gewohnten Terrain.

Nachtankverbot - ein Vorteil für Hülkenberg

Denn in der GP2 ist Nachtanken ebenfalls verboten und an der Vorgehensweise zur Setuperstellung ändert sich somit nichts: "Das ist absolut identisch, die Theorie bleibt gleich. Man fängt mit einem Setup für den vollgetankten Wagen an. In der GP2 sind das nur 100 Kilogramm, in der Formel 1 sind es 170 Kilo, aber ansonsten bleibt die Vorgehensweise gleich."

Dafür hat der amtierende GP2-Champion weniger Vorbereitungszeit, als andere Rookie-Jahrgänge vor ihm. "Sieben Tage sind nicht gerade üppig, aber das ist alles, was ich bekomme. Damit muss ich mich abfinden und muss mir darüber nicht den Kopf zerbrechen. Klar würde ich gerne noch mehr Testtage bestreiten, doch das ist leider nicht drin."

Da bleibt kein Gedanke an der Tatsache hängen, dass Hülkenberg gegen Michael Schumacher höchstpersönlich antreten darf: "Man konzentriert sich da voll und ganz auf sich selbst und nicht auf das, was um einen herum vor sich geht. Man schaut sich die Zeiten an, kriegt aber sonst nicht allzu viel mit. Die anderen kann man eh nur sehr schwer einschätzen. Ich habe zwar ein Gefühl für unser Auto, aber ich weiß halt nicht, was die anderen machen."

Keine Zeit für einen Plausch mit den deutschen Kollegen

Generell hat der 22-Jährige wenig Kontakt zu seinen landsmännischen Piloten: "Das ist ziemlich schwierig, denn jeder hat ja sein eigenes Programm. Da ist alles von morgens bis abends durchorganisiert. Der Tag fängt ja schon sehr früh an mit den Briefings und dem Fahren. Zwischendurch gibt es dann nicht besonders viele Leerräume. Da ist es nicht einfach, sich auf einen Kaffee zu treffen."

Auf die neuen Rennstrecken will sich Hülkenberg ganz klassisch einstellen: "Zur Vorbereitung werde ich vermutlich jede Strecke auf jeden Fall einmal im Simulator fahren. Da möchte ich einen guten Eindruck davon bekommen. Ansonsten werde ich sie im Freien Training kennen lernen. Mehr geht nicht."

Fotoquelle: xpb.cc

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