Fühlt sich in seinem neuen Umfeld anscheinend pudelwohl: Kimi Räikkönen

Formel 1 2010

— 14.02.2010

Räikkönen findet die Formel 1 langweilig

Angeblich plant Kimi Räikkönen kein Comeback in der Formel 1, sondern er fühlt sich in der Rallye-WM bei Citroën pudelwohl

Sein erster Auftritt in der Rallye-WM wird nach einer Kollision mit einem Schneewall punktelos bleiben, aber Sehnsucht nach der Formel 1, in der er 2007 immerhin Weltmeister war, hat Kimi Räikkönen dennoch nicht. Vielmehr fühlt er sich in seinem neuen Umfeld anscheinend pudelwohl, auch wenn der Erfolg noch nicht da ist.

"Ich war lange genug in der Formel 1. Sie fehlt mir nicht", wird der Red-Bull-Citroën-Pilot von 'News of the World' zitiert. "In der Formel 1 sind die Tests und das alles immer das Gleiche. Du fährst immer auf den gleichen Strecken, Runde für Runde. Die einzige Variable ist, ob es regnet oder nicht. Die Rallye-WM ist viel offener als die Formel 1, entspannter, das Gefühl ist wärmer. Die Teams sind Freunde. Hier ist einfach alles ganz anders."

Mit der Königsklasse scheint der 30-Jährige zumindest vorübergehend abgeschlossen zu haben. Nicht einmal das Comeback von Michael Schumacher interessiert ihn: "Mir ist egal, wer jetzt Formel 1 fährt. Michael hatte vielleicht Sehnsucht und er hatte eine gute Gelegenheit, also ist das gut für ihn. Schauen wir mal, wie er sich schlägt." Räikkönen war dem siebenfachen Weltmeister 2007 bei Ferrari nachgefolgt.

Heute gehen selbst die aktuellen Wintertestfahrten fast spurlos an ihm vorbei: "Ich lese nur die Testzeiten in der Zeitung, aber ich habe jetzt eine neue Herausforderung, die mich mehr interessiert. Aber ich muss ehrlich zugeben, dass ich auch früher nie darauf geachtet habe, was die anderen machen, denn vor dem nächsten Rennen habe ich die Details sowieso erfahren", gibt der "Iceman" zu Protokoll.

Auf Ferrari ist er nicht mehr schlecht zu sprechen: "Sie wollten einen anderen Fahrer und so hatte ich keinen Vertrag mehr", erklärt Räikkönen. "Wenn dich jemand nicht will und sogar bereit ist, dich auszuzahlen, dann versuche ich nicht, im jeden Preis zu bleiben, denn so etwas kann keine gute Beziehung mehr geben. Aber so ist das Leben. Es ist passiert und ich bin niemandem böse. Ich habe bekommen, was ich ohnehin wollte."

Allerdings hat Red Bull bereits signalisiert, dass man ihm 2011 ein Formel-1-Cockpit anbieten könnte, wenn der Vertrag von Mark Webber ausläuft. Es komme dann auf die "Gelüste" Räikkönens an, heißt es aus Fuschl. 2010 möchte der Finne aber in der Rallye-WM den Durchbruch schaffen. Wie es ihm dabei ergeht - heute endet bekanntlich die Schweden-Rallye -, können Sie in der Rallye-Rubrik bei 'Motorsport-Total.com' verfolgen.

Fotoquelle: GEPA

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