Jarno Trulli vergangene Woche bei der Präsentation des neuen Lotus in London

Formel 1 2010

— 15.02.2010

Trulli hofft auf Vorteil durch neue Regeln

Die Formel 1 wird 2010 voraussichtlich stärker untersteuern als bisher, was dem Fahrstil von Jarno Trulli entgegenkommen könnte

Schon seit Jahren zählt Jarno Trulli zu den besten Qualifyern der Formel 1, was einer der Gründe war, weshalb ihn Lotus verpflichtet hat. Technikchef Mike Gascoyne wollte den Italiener unbedingt unter Vertrag nehmen, um jemanden an Bord zu haben, "der das Limit an jedem Samstagnachmittag ausloten kann. Nur so wissen wir, wo wir wirklich stehen - für ein neues Team ganz wichtig!"

Trulli selbst hat die Herausforderung gereizt, nach acht Jahren in Topteams wie Renault und Toyota noch einmal etwas Neues aufzubauen. Der 35-Jährige glaubt, dass er Lotus trotz seines fortgeschrittenen Alters weiterhelfen kann, und sieht sich noch lange nicht am Zenit seiner Leistungsfähigkeit. Im Gegenteil: Dank der Regeländerungen glaubt er, 2010 noch besser aussehen zu können als noch vor einigen Jahren.

"Die Einführung der Slicks war glaube ich ein Vorteil für mich, denn Slicks fühlen sich natürlicher an als Rillenreifen", erklärt Trulli. "Die schmäleren Vorderreifen könnten mir noch mehr entgegenkommen, denn in Kombination mit dem höheren Gewicht sollte die Tendenz zum Untersteuern verstärkt werden. Das liegt mir. Außerdem habe ich klarerweise mehr Erfahrung mit solchen Änderungen als die jungen Fahrer."

Dass Trulli ein Spezialist für untersteuernde Autos ist, weiß man spätestens seit seiner Zeit als Teamkollege von Ralf Schumacher bei Toyota. Damals verliefen die beiden Saisonhälften oftmals völlig konträr, weil Schumacher immer besser in Fahrt kam, je mehr die Ingenieure das Untersteuern in den Griff bekommen haben. Der heutige DTM-Pilot hatte ein loses Heck immer besser im Griff als ein Auto, das über die Vorderachse schiebt. Bei Trulli war und ist es umgekehrt.

Apropos Teamkollege: "Ich habe mich sehr gefreut, als sie mir gesagt haben, dass Heikki mein Teamkollege ist", so Trulli. "Ich kenne ihn schon lange und er ist ein netter Kerl. Ich bin sicher, dass wir gut zusammenarbeiten werden. Außerdem bringt er Erfahrung von McLaren mit. Wir beide wissen, dass es am Anfang nicht leicht wird, aber wir werden zusammenarbeiten und unser Bestes geben, um schnell nach vorne zu kommen."

Fotoquelle: xpb.cc

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