In Maranello muss man sich trotz der Wirtschaftskrise keine Sorgen machen

Formel 1 2010

— 16.02.2010

Ferrari trotzt der Wirtschaftskrise

Trotz der weltweiten Wirtschaftskrise erzielte Ferrari 2009 nur ein marginal schlechteres Geschäftsergebnis als im Rekordjahr 2008

Die ganze Automobilbranche leidet massiv unter der Wirtschaftskrise. Die ganze Automobilbranche? Nein! Eine kleine Sportwagenschmiede in Maranello leistet nach wie vor heftigen Widerstand. Allerdings nicht dank eines sagenumwobenen Zaubertranks des Druiden Miraculix, sondern dank hervorragender Arbeit des Managements von Ferrari.

Obwohl das Segment der Luxussportwagen 2009 insgesamt um 35 Prozent eingebrochen ist, erwirtschaftete Ferrari ein nur marginal schlechteres Geschäftsergebnis als im Rekordjahr 2008. Insgesamt wurden 6.250 Fahrzeuge verkauft, was einem kleinen Minus von fünf Prozent entspricht. In den etablierten Ferrari-Märkten stellten sich leichte Rückgänge ein, während in den aufstrebenden Märkten sogar starke Zuwächse verzeichnet werden konnten.

Bei einem Umsatz von 1,778 Milliarden Euro (minus sieben Prozent) bleibt ein operativer Gewinn von 245 Millionen Euro (2008: 341 Millionen Euro) übrig. Neben leicht rückläufigen Absatzzahlen ist dafür auch der schwache US-Dollar verantwortlich, weil mehr als 30 Prozent aller Ferraris in den USA verkauft werden. Dort wurden 2009 1.467 Autos an Kunden ausgeliefert. Zum Vergleich: In Italien waren es 655, in Deutschland 644.

Erfolgreich ist Ferrari auch auf "Nebenbaustellen" wie der Vermarktung von Lizenzen, die um 10,7 Prozent gewachsen ist, oder bei der Eröffnung neuer Ferrari-Stores - bis Ende 2011 soll es weltweit 60 dieser exklusiven Läden geben. Außerdem wird das Thema Umweltschutz in Maranello großgeschrieben: Dank verschiedener Maßnahmen ist es dem Sportwagenhersteller gelungen, die CO2-Emmissionen um 15 Prozent zu reduzieren.

"Dieses Geschäftsergebnis unter wirtschaftlich angespannten Rahmenbedingungen zu erzielen, ist der bestmögliche Beleg für die Qualität und die Entschlossenheit aller Ferrari-Mitarbeiter und ein positives Signal für unsere auf Innovation und Exklusivität beruhende Firmenphilosophie", zeigt sich Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo zufrieden. "2010 wird aber ein schwieriges Jahr. Die ersten Zeichen der Entspannung erwarten wir frühestens im Herbst."

Fotoquelle: Ferrari

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