Jacques Villeneuve will nach seinem NASCAR-Versuch in die Formel 1 zurück

Formel 1 2010

— 18.02.2010

Villeneuve vor Formel-1-Comeback!

Exklusiv: Kazuki Nakajima steht als erster Stefan-Pilot definitiv fest, mit Jacques Villeneuve ist sich das Team einig - Karun Chandhok wird Testfahrer

Noch hat Zoran Stefanovic keinen Startplatz für die kommende Formel-1-Saison, doch an seinen Ambitionen lässt er weiterhin keinen Zweifel. Wie 'Motorsport-Total.com' aus zuverlässiger Quelle erfahren hat, stehen die Fahrer des serbischen Stefan-Teams nun so gut wie fest - und einer der drei Herren ist ein alter Bekannter!

Wie berichtet ist sich Stefanovic schon seit einiger Zeit mit dem ehemaligen Williams-Piloten Kazuki Nakajima einig. Dass der Japaner an Bord sein würde, stand mehr oder weniger von Anfang an fest - vermutlich ein Zugeständnis an Toyota, schließlich hat der Automobilhersteller jene Autos entwickelt, die das Stefan-Team in der kommenden Saison einzusetzen gedenkt. Nakajima ist nach wie vor Toyota-Kaderfahrer und wäre sonst in der Formel 1 arbeitslos gewesen.

Grundsätzlich einig, Unterschrift fehlt noch

Doch die weit größere Überraschung ist Fahrer Nummer zwei: Jacques Villeneuve, Formel-1-Weltmeister von 1997, ist sich mit Stefanovic einig, was eine Zusammenarbeit in der Saison 2010 angeht! Der Kanadier wollte nach seinem missglückten NASCAR-Ausflug unbedingt in die Königsklasse zurück, brachte sich im Winter bei seinem Physiotherapeuten Erwin Göllner in Österreich körperlich in Schuss und brennt auf ein Comeback.

Dieser Hunger könnte letztlich auch den Ausschlag für ihn gegeben haben, schließlich trat er im Rennen um das zweite Stefan-Cockpit gegen den prominenten Namen Ralf Schumacher und den Inder Narain Karthikeyan an. Unterschrieben ist der Villeneuve-Vertrag noch nicht, doch sollte Stefanovic einen FIA-Startplatz für die am 14. März beginnende Saison bekommen, dann könnte es zur Neuauflage des Duells "JV" vs. "Schumi" kommen.

"Ich liebe den Rennsport, das habe ich im Blut. Ich wurde in die Rennsportwelt hineingeboren", erklärte Villeneuve im vergangenen Jahr bei seinem Fahrerlagerbesuch in Singapur. "Einen Formel-1-Wagen kannst du nicht übertreffen - es gibt keinen Vergleich dazu! Sollte es eine Chance geben, es zu machen, dann musst du alles dafür tun. Ich wäre dumm, wenn ich es nicht versuchen würde, und ich bin mit Feuereifer bei der Sache."

Damit könnten 2010 fünf Weltmeister am Start sein - neben Villeneuve auch noch Michael Schumacher, Fernando Alonso, Jenson Button und Lewis Hamilton. So eine Konstellation gab es letztmals beim Grand Prix von Australien in Adelaide 1985, als Keke Rosberg gewann und Niki Lauda, Alain Prost, Alan Jones und Nelson Piquet ausfielen. Prost startete zwar nicht als Weltmeister in die Saison 1985, stand in Adelaide aber bereits als solcher fest.

Kein Problem mit Schumacher

Auf ein mögliches Comeback von "Schumi I" angesprochen - damals natürlich noch rein spekulativ -, sagte der Kanadier am Rande des Nachtrennens: "Es wäre großartig, wenn Michael zurückkommen würde. Wir haben kein Problem miteinander. Es gab nie ein Hassproblem. Da gab es eine andere Geschichte - vielleicht in puncto Respekt. Keine Ahnung. Er hat jedenfalls sehr viel erreicht und war ein großer Protagonist in der Formel 1."

Wenn alles nach Plan läuft, werden Nakajima und Villeneuve ab 25. Februar in Portimão erstmals das 2010er-Toyota-Gesamtpaket (inklusive Chassis, Motor und Getriebe) testen. Ob auch der dritte Fahrer, der Inder Karun Chandhok, mit von der Partie sein wird, entzieht sich derzeit noch unserer Kenntnis. Chandhok war von einigen Medien zunächst als Teamkollege von Nakajima gehandelt worden, muss nun aber auf der Ersatzbank Platz nehmen.

Fest steht indes, wie das Stefan-Trio aussehen wird, denn gestern sind die fertigen Rennoveralls für die Fahrer sowie die übrige Teamkleidung für die Crew in Belgrad angekommen. Genau wie die beiden Autos sind auch die Overalls im Rot der serbischen Olympiabewegung gehalten. Unklar ist allerdings noch, welche Sponsorenaufkleber und -näher sich künftig auf den Autos und auf den Overalls befinden werden.

Fotoquelle: NASCAR

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