Sebastian Vettel hat einen guten ersten Eindruck vom RB6

Formel 1 2010

— 19.02.2010

Vettel: "Konnten einige gute Runs fahren"

Sebastian Vettel hat bisher einen recht guten Eindruck von seinem RB6 und hat in Jerez versucht, dem Wetter auch etwas Positives abzugewinnen

Nachdem Red Bull beim ersten Test in Jerez noch etwas hinter der Spitze hinterherhinkte, scheinen die "Bullen" jetzt vorn mitzuspielen. Sebastian Vettel war an seinen beiden Einsatztagen Schnellster und Dritter. Der Deutsche drehte insgesamt 169 Runden, vor allem im Nassen. Allerdings haben die Zeiten noch wenig Aussagekraft, da man erstens beim Test nie weiß, welche Programme die anderen fahren und da zweitens die Bedingungen wegen des wechselhaften Wetters alles andere als optimal waren.

Mal war es trocken, dann wieder nass, dann feucht und schließlich kam noch wechselhafter Wind dazu - konstant waren die Bedingungen nie. "Es war immer zu trocken für Intermediates oder Regenreifen und wenn es geregnet hat, war es stellenweise zu nass, um rauszugehen", schildert Vettel gegenüber 'Autosport'. Damit verliere man viel Zeit und könne nicht so testen, wie man gern möchte: "Zwar kann man viele kleine Dinge tun, aber ich glaube, dass keiner sein Programm durchziehen konnte."

"Trotzdem denke ich, dass wir einige ganz gute Runs fahren konnten", bilanziert Vettel. Sein neuer RB6 fühle sich auf alle Fälle gut an, aber es sei schwer zu beurteilen, wie gut das Auto im Vergleich zu den anderen wirklich ist. "Das Wichtigste ist, dass das Auto zu verlässig ist und wir keinerlei Probleme hatten. Das ist positiv", erklärt er.

Red Bull wisse zwar nicht, mit welchen Benzinmengen die Konkurrenz unterwegs war, aber wie viel Benzin an Bord des RB6 war. Und die Erkenntnisse stimmen Vettel zuversichtlich: "Wir haben schon vergangene Woche gemerkt, dass das Auto sowohl mit wenig als auch mit viel Benzin eine recht gute Balance hat." Zumindest habe man die Ergebnisse des ersten Jerez-Tests noch einmal bestätigt, wo die Bedingungen ähnlich waren. Doch Vettel weiß: "Es ist wirklich schwierig, weil man nicht das testen kann, was man möchte."

Wie die meisten Topteams bringt Red Bull zum nächsten Test kommende Woche in Barcelona noch "ein oder zwei neue Teile mit", die den RB6 noch ein bisschen besser machen sollen: "Wie viel besser, werden wir sehen. Es ist am Anfang des Jahres immer das Gleiche: Man versucht, sich zu steigern, mit Aero-Teilen und mit manchen mechanischen Teilen", so Vettel.

Und immerhin kann Vettel dem bescheidenen Jerez-Wetter auch noch etwas Positives abgewinnen: Denn man kann in Regen und Wind das Reaktionsvermögen trainieren. "Das Auto ist sehr reaktiv und man muss schnell reagieren, da es da draußen recht rutschig ist. Das ist nach der langen Pause ein gutes Training, um wieder reaktionsschnell zu werden", erklärt Vettel

Für dieses Extratraining hat nicht nur der Regen, sondern auch der drehende Wind gesorgt: "Mal hatte man Gegenwind und recht guten Grip, manchmal war es umgekehrt und das Auto wollte gar nicht stoppen." Der Wind sei so tückisch gewesen, dass das Auto manchmal von der Linie geworfen wurde. "Es ist ein gutes Training, aber es ist nicht gut, um etwas zu testen", schließt Vettel.

Fotoquelle: Red Bull/Getty

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