Zoran Stefanovic will sein Team auf fast 200 Mitarbeiter aufstocken

Formel 1 2010

— 19.02.2010

Stefanovic-Interview: "Wir sind bereit!"

Zoran Stefanovic im Interview über die Vorbereitungen seines Teams, die Reifenfrage und die Fahrerwahl - Motor im Stefan S01 heute Morgen gezündet

Das neue Stefan-Team treibt die Vorbereitungen auf einem möglicherweise kurzfristigen Einstieg in die Formel 1 mit Vollgas voran. Die serbische Mannschaft, die im Falle eines Scheiterns von Campos oder US F1 nachrücken könnte, hat am frühen Morgen den Motor im Heck des Boliden erstmals gezündet. Das erste Stefan-Formel-1-Auto trägt die Bezeichnung S01 und wurde in den Toyota-Werkstätten in Köln aufgebaut. Zoran Stefanovic spricht im Interview mit 'Motorsport-Total.com' von einem wichtigen Tag für sein Team.

Frage: "Zoran, wie weit ist das Stefan-Team mit den Vorbereitungen?"
Zoran Stefanovic: "Wir sind fertig. Am heutigen 19. Februar ist unsere Vorbereitung abgeschlossen. Um acht Uhr am Morgen haben wir den Motor im Stefan S01 erstmals gezündet. Es gab keinerlei Probleme, wir könnten nun auf die Rennstrecke gehen, beispielsweise für einen Test. Allerdings warten wir immer noch auf Reifen."

Auto ist vollständig aufgebaut

Frage: "Wo hat dieser wichtige Versuch stattgefunden?"
Stefanovic: "Der Probelauf hat in Köln stattgefunden, in unserer Teambasis. Dort ist der Wagen komplett aufgebaut worden. Das Auto ist komplett fertig installiert. Als nächstes bauen wir unsere Basis in Serbien aus."

Frage: "Ist das Fahrzeug im serbischen Rot lackiert?"
Stefanovic: "Ja, mit diesem Rot unterstützen wir die serbische Olympiabewegung. Der Wagen wird zunächst ausschließlich rot sein."

Frage: "Werden die Logos anderer Sponsoren auf dem Wagen zu sehen sein?"
Stefanovic: "Wir haben zwar weitere Partner, aber die sind jetzt noch nicht auf dem Auto zu sehen. Aber spätestens zu unserer offiziellen Präsentation wird das der Fall sein."

Frage: "War Pascal Vasselon (ehemaliger Toyota-Designer; Anm. d. Red.) beim Zünden des Motors vor Ort?"
Stefanovic: "Ich kann es gar nicht mit Gewissheit sagen, denn ich halte mich in Serbien auf. Es ist sehr schade, dass ich an einem solch wichtigen Tag nicht persönlich vor Ort sein konnte. Pascal Vasselon gehört zu unserem Technikteam, ebenso viele weitere Leute von TMG. Sie fügen die nötigen Teile in Köln für uns zusammen."

Frage: "Wie viele Leute haben sie mittlerweile in ihrem Team?"
Stefanovic: "Wir sind im Augenblick 60 Personen, hinzu kommen dann noch einige Leute von Toyota. Wir planen aber den weiteren Ausbau. Ende Februar oder Anfang März werden noch einige neue Leute dazustoßen. Am Ende dieses Aufbauprozesses planen wir mit insgesamt 180 Mitarbeitern, plus die Honorarkräfte von Toyota. Die gesamte Mannschaft wird in Köln untergebracht sein."

Pläne für Serbien, Verträge für Piloten

Frage: "Also bleibt die Teambasis auf Dauer in Köln?"
Stefanovic: "Wenn wir von der technischen Seite sprechen, dann ja. Aber am Ende des Jahres werden wir uns dennoch in Serbien umschauen. In Serbien wollen wir unser Marketing aufstellen. Wir haben eine ganz besondere Struktur geplant, mit insgesamt drei Unternehmenszweigen: dem Team Stefan GP, dem Designteam und der Marketingabteilung. Die Technikabteilung in Köln wird dem Designteam mit Sitz in Serbien angegliedert sein."

Frage: "Wie steht es denn zurzeit im Kampf um Reifenlieferungen?"
Stefanovic: "Wir haben von Bridgestone die Antwort erhalten, dass sie uns nicht mit Reifen beliefern. Sie liefern nur an jene Teams, die offiziell für die Formel-1-Weltmeisterschaft gemeldet sind. Wir hoffen allerdings auf eine Lösung. Uns geht es nicht darum, durch Testfahrten vielleicht mehr Erkenntnisse zu gewinnen oder uns einen ungerechten Vorteil zu verschaffen, sondern es geht uns ausschließlich um Sicherheit. Es ist erheblich sicherer, wenn man uns wenigstens etwas auf den Reifen testen lässt. Wir prüfen derzeit andere Optionen, können dazu aber jetzt noch nichts sagen."

Frage: "Gibt es seitens der FIA Neuigkeiten bezüglich ihrer möglichen Teilnahme an der Formel-1-Weltmeisterschaft?"
Stefanovic: "Bisher nicht, aber wir erwarten in Kürze neue Informationen. Wir sind auf eine baldige Klärung angewiesen. In der Zwischenzeit bereiten wir die Dinge im Bereich Fahrerverträge vor. Wir sind da bereits weit fortgeschritten. Wir freuen uns, dass wir kurz vor der endgültigen Unterschrift von Jacques Villeneuve stehen. Außerdem stehen die Verhandlungen mit einem dritten Piloten kurz vor dem Abschluss. Unser erster Mann ist Kazuki Nakajima."

Fotoquelle: Stefan

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