War schon immer von Sebastian Vettels Talent überzeugt: Helmut Marko

Formel 1 2010

— 14.03.2010

Marko schwärmt über Vettel: "Unglaublich!"

Obwohl es nichts mit dem erhofften Auftaktsieg geworden ist, schwärmt Red-Bull-Konsulent Helmut Marko in den höchsten Tönen von Sebastian Vettel

Es ist kein Geheimnis, dass Helmut Marko viel von Sebastian Vettel hält, aber nach dem heutigen Grand Prix von Bahrain wirkte der Red-Bull-Konsulent so begeistert wie noch nie. Das hatte weniger mit dem Motorenproblem und dem daraus resultierenden vierten Platz zu tun, sondern vielmehr mit der überragenden Vorstellung seiner heimlichen Nummer eins.

Vettel begann gerade seine üblichen Medieninterviews, als ihn Marko unterbrach und gratulierte: "Du bist in der letzten Runde noch grün gefahren im Mittelsektor. Sensationell, wirklich!" Mit "grün" meint der Österreicher die persönliche Bestzeit von 63,9 Sekunden, die im Finish die zweitschnellste Sektorenzeit im gesamten Feld war! Das hätte mit angeschlagenem Auto niemand für möglich gehalten, wohl auch nicht der von hinten herannahende Nico Rosberg, der nicht mehr attackieren konnte.

"Die Performance von Sebastian", schwärmt Marko, "war einfach unglaublich. Er hat in diesem schwierigen Rennen keinen Fehler gemacht. Er hatte vom Start weg alles unter Kontrolle. In der dritten Runde wiesen wir ihn an, Benzin zu sparen, weil wir realisierten, dass uns die Ferraris nicht gefährlich werden können." Schon nach der ersten Runde hatte der Red-Bull-Pilot sagenhafte zwei Sekunden Vorsprung auf den späteren Sieger Fernando Alonso.

Nicht einmal nach dem Defekt warf Vettel die Nerven weg: "Könnt ihr da was machen?", funkte er an die Box, bekam als Antwort aber nur: "Negativ." Also nahm er die Sache selbst in die Hand und fuhr zick-zack, um das Problem wieder einzurenken - ganz so, als würde Otto Normalverbraucher zu Hause einmal auf gut Glück auf seinen Fernseher dreschen. Tatsächlich schienen sich die Motorenprobleme in der Schlussphase zu bessern, aber ob das etwas mit Vettels Taktik zu tun hatte, sei dahingestellt.

"Nachdem das Problem aufgetreten war, konnte Sebastian zwei voll funktionstüchtige Mercedes-Autos hinter sich halten, was für mich eine echte Sensation ist", kommt Marko gar nicht mehr aus dem Schwärmen heraus. "Wir hätten das niemals für möglich gehalten. Seine Kurvengeschwindigkeiten waren in der Schlussphase unglaublich und er fuhr ganz zum Schluss noch persönliche Bestzeiten." Vettel konnte das erklären: "Auf den Geraden ging ja wegen des Motors nichts mehr, also musste ich halt in den Kurven attackieren."

So einfach kann Formel 1 sein. Was am Ende bleibt, sind aber nicht 25, sondern nur zwölf Punkte (Vettel: "Ich weiß gar nicht, wie viele Punkte man jetzt für einen vierten Platz bekommt...") - die in der Weltmeisterschaft unter Umständen entscheidend sein könnten: "Wir haben uns nach der Strategie gerichtet, die vom Punktesystem diktiert wird, nämlich möglichst viele Punkte mitzunehmen, wenn man schon nicht gewinnen kann", gibt Marko abschließend zu Protokoll.

Fotoquelle: xpb.cc

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