Teamchef Peter Sauber mit seinem Fahrer Pedro de la Rosa in Bahrain

Formel 1 2010

— 13.03.2010

Sauber erwartet im Rennen keinen Reifenvorteil

Peter Sauber ist enttäuscht über das Qualifying, rechnet 2010 nicht mit neuen Großsponsoren und schweigt weiterhin über den Teamnamen

Als sich Peter Sauber nach dem Qualifying in Bahrain den Medien stellte, war es aus zwei Gründen enttäuscht - erstens, weil er gebeten wurde, in englischer Sprache zu antworten (was er nicht tat, sondern meistens seinen Pressesprecher übersetzen ließ), und zweitens wegen des unerwartet schlechten Abschneidens von Pedro de la Rosa (14.) und Kamui Kobayashi (16.)

Ob das nach dem ermutigenden Winter an der tatsächlichen Performance des C29 lag oder nur am Setup für Bahrain, will der Schweizer nicht beurteilen: "Dadurch, dass wir zwei neue Fahrer haben, ist das sehr schwer einzuschätzen." Die Unterstellung, man habe geblufft, um Sponsoren anzulocken, lässt er aber nicht gelten: "Wir sind im Winter so gefahren, dass es Sinn macht. Die einzigen Qualifyingruns sind wir zum Schluss der Tests in Barcelona gefahren - jeder Fahrer drei Runs."

Die vielen Sauber-Fans in der Schweiz klammern sich nun an den Strohhalm, dass die beiden Autos im Rennen nach vorne gespült werden könnten, weil der C29 laut Bridgestone-Aussage sehr schonend mit den Reifen umgehen soll. Auch Sauber selbst hatte diese Hoffnung, glaubt inzwischen aber nicht mehr daran: "Das habe ich unseren Technikchef Willy Rampf auch schon gefragt. Ich glaube nicht", relativiert er die Gerüchte über den angeblichen "Reifenflüsterer".

Trotzdem erwartet der 66-Jährige in zwei Wochen in Australien ein erheblich besseres Abschneiden, "denn in der Vergangenheit war Melbourne eine sehr gute Strecke für uns". Das wäre auch essenziell wichtig, denn das Team hat nach wie vor keine großen Sponsoren an Bord, um das Entwicklungsbudget aufzubessern. Dabei wurde das Chassisbudget im Jahr eins nach BMW ohnehin schon um 60 Prozent reduziert.

"Unser Auto ist leider noch weiß", seufzt Sauber und macht sich keine großen Hoffnungen: "Es ist unmöglich, im Januar oder Februar große Sponsoren zu finden. Jetzt suchen wir schon nach Sponsoren für 2011. Ich hoffe, wir finden auch diese Saison noch Sponsoren, aber das ist pure Spekulation. Nur wenn wir Mitte der Saison einen Hauptsponsor für 2011 finden, dann kommt der vielleicht sofort auf das Auto."

Übrigens: Dass offizielle Nennung als "BMW Sauber F1 Team" kommerzielle Gründe hat, um die Beteiligung am Einnahmentopf der Formel 1 nicht zu verlieren, will Sauber weiterhin nicht bestätigen. Immerhin deutete er heute aber erstmals an, dass BMW früher oder später doch auch formell ganz verschwinden könnte: "Wir werden den Antrag auf Namensänderung irgendwann während der Saison stellen."

Fotoquelle: xpb.cc

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