Sebastian Vettel musste erst Alonso, dann Massa (Foto) passieren lassen

Formel 1 2010

— 14.03.2010

Red Bull vergibt Auftaktchance

Während ein gebrochener Auspuff Sebastian Vettel den Sieg kostete, warfen einen Motorproblem und ein verpatzter Boxenstopp Mark Webber zurück

Lange sah es danach aus, als sollte Sebastian Vettel locker von der Pole-Position zum ersten Saisonsieg fahren können, doch dann kosteten den Deutschen technische Probleme nicht nur Leistung, sondern vor allem wertvolle Punkte. Bis auf den vierten Rang wurde der Red Bull Racing-Pilot zurückgereicht. Teamkollege Mark Webber war nie in der Lage, ein Wort um den Sieg mitzureden. Der Australier beendete das Rennen mit über 46 Sekunden Rückstand auf Position acht.

"Das ist heute wirklich eine Schande", meinte Vettel. "Alles in allem war es ein positives Wochenende, vom Defekt des Auspuffs einmal abgesehen. Vom Samstagmorgen an waren wir eines der schnellsten Autos auf der Strecke, und zwar unter allen Bedingungen. Wir hatten das Rennen heute unter Kontrolle, und wir hatten die Strategie im Griff. Alles verlief reibungslos."

"Ich denke, dass ich zu jedem Zeitpunkt wusste, wie es um meine Reifen bestellt ist, wir konnten die Reifen und die Bremsen also gut bewahren. An einem Punkt, ich glaube es war 15 bis 20 Runden vor dem Ende, konnte man sehen, dass meine Rundenzeiten langsamer wurden. Es schien, als wäre etwas Mechanisches gebrochen. Glücklicherweise konnten wir weiterfahren und als Vierter ins Ziel kommen. Aber wir hätten heute gewinnen sollen. Das hat uns eine Menge gekostet, aber wir haben zwölf wichtige Punkte geholt."

"Dort draußen gab es einen ziemlich heftigen Stau", so Webber. "Ich hatte mit einem der beiden Mercedes in der ersten Kurve einen Kampf, und Michael lag in der zweiten Kurve innen. Danach war ich in der Lage, herauszuarbeiten, wie ich ihn hätte überholen können. Es war sehr, sehr schwierig, an den Autos vor einem dran zu bleiben."

"Wir litten unter unserem gestrigen Qualifying, aber wir haben es dennoch geschafft, heute ein paar Punkte zu holen, auch wenn es nicht so viele waren, wie ich gerne gehabt hätte. Wir haben heute als Team definitiv etwas gelernt."

"Es war nicht das aufregendste Rennen, das ich gefahren bin - ich habe den gesamten Nachmittag über Getriebe verfolgt -, aber die Weltklasse-Fahrer, die vor mir lagen, machen für gewöhnlich keine Fehler."

"Ich gab alles, um Jenson und Michael in Fehler zu treiben, aber das passierte nicht. Vor uns liegt eine lange Meisterschaft, und die Jungs arbeiten unglaublich hart. Wir haben vergangenes Jahr gezeigt, dass wir kämpfen können. Ich freue mich aus diesem Grund schon auf Melbourne."

"Sebastian hatte heute unglaubliches Pech", so Teamchef Christian Horner. "Er fuhr ein großartiges Rennen und zog vorne davon. Wir hatten mit ihm einen sehr guten Boxenstopp, und er kontrollierte die Führung bis zur Runde 33 komfortabel, als er plötzlich einen Leistungsverlust hatte."

"Er war dann chancenlos, um die Ferrari und Hamilton hinter sich zu halten. Er fuhr jedoch extrem gut, und behielt dadurch die vierte Position. Das verleiht uns wertvolle Punkte, aber schlussendlich ist es sehr enttäuschend, eine solch großartiges Siegchance zu verlieren."

"Mark verlor in der ersten Kurve an Boden und erneut ein wenig, als bei seinem Boxenstopp das Vorderrad klemmte. Da verlor er einen Platz an Jenson. Danach war er nicht in der Lage zu überholen, obwohl er deutlich schneller fuhr als die Autos vor ihm."

"Dies ist ein sehr enttäuschendes Ergebnis", so Fabrice Lom, Renault-Chefingenieur. "Angesichts der Geschwindigkeit, die wir gestern gezeigt haben, dachten wir wirklich, dass wir ein besseres Ergebnis würden erzielen können. Mark hatte am Start einer Art Motoren-Problem, das ihm einen Platz kosten. Dann verlor er beim Boxenstopp einen weiteren Platz. Schlussendlich war er Achter, was zeigt, wie schwierig es zu überholen war."

"Was Sebastian betrifft, so schienen wir alles im Sack zu haben, aber dann führte ein Problem mit dem Auspuff dazu, dass er an Leistung verlor. Er war dennoch in der Lage, als Vierter ins Ziel zu kommen, was ein großartiges Talent zeigt. Wir sind ein wenig enttäuscht, aber wir können aus diesem Wochenende viele positive Dinge mit nehmen. Wir werden die negativen Dinge beheben und in Australien stärker sein."

Fotoquelle: xpb.cc

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