Kimi Räikkönen hat sich in der Formel 1 zuletzt nur noch gelangweilt

Formel 1 2010

— 15.03.2010

Baldisseri: "Kimi kommt nie wieder zurück"

Ferrari-Teammanager Luca Baldisseri und die nicht immer einfach Zusammenarbeit mit Kimi Räikkönen: "Er hat sich keinen Gefallen getan"

Kimi Räikkönen macht derzeit seine ersten Schritte in der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC). Dass solch ein Unterfangen nicht ohne Beulen und Blessuren abgeht, kann man bei jedem Sprössling sehen, der Laufen lernen will. Entsprechend geht auch der Finne selbst mit seinen Erfahrungen aus den ersten beiden Saisonläufen um. Räikkönen bleibt cool und gibt sich im WRC-Umfeld nach wie vor offener als jemals in seinen Formel-1-Zeiten.

"In meinen Augen kehrt er nie wieder in die Formel 1 zurück", sagt Luca Baldisseri. Der Italiener hatte in den zurückliegenden Jahren seit 2007 als Ferrari-Verantwortlicher intensiv mit dem Mann aus Espoo zu tun. "Er hat Spaß im Rallyesport, hat einfach etwas anderes im Sinn. Ich sehe ihn 2011 ganz sicher nicht in der Formel 1. Er hat nicht die gleiche Leidenschaft wie ein Michael Schumacher zum Beispiel", erklärt der Ferrari-Teammanager.

Räikkönens Vertrag wurde im Winter vorzeitig aufgelöst. Fernando Alonso nahm seinen Platz ein und konnte auf Anhieb beim Debüt den ersten Sieg landen. "Wenn man sich die Telemetriedaten von Kimi angeschaut hat, dann konnte man immer wieder besondere Dinge erkennen. Einige Daten waren beeindruckend. So etwas konnte nur Kimi", sagt Baldisseri. Und weiter: "Es besteht überhaupt kein Zweifel daran, dass er unfassbar viel Talent hat."

Leider habe er dieses Talent nicht immer umsetzen können. In seinem ersten Ferrari-Jahr reichte es 2007 sofort zum ersehnten Weltmeistertitel, anschließend konnte der Finne nur noch selten an diese Glanzleistungen anknüpfen. "Er war satt, hatte seinen Lebenstraum verwirklicht. Er war nicht gänzlich unmotiviert, aber in gewissen Bereichen fehlte ihm vielleicht doch etwas Antrieb. 2008 hatte er auch noch Pech. In Montréal der Crash mit Lewis Hamilton, in Silverstone mein strategischer Fehler und in Frankreich hätte er gewonnen, wenn der Auspuff nicht kaputt gewesen wäre."

Innerhalb des Teams habe Räikkönen anschließend eine solide Mauer um sich herum aufgebaut, sagt Baldisseri rückblickend: "Er hat sich im Team sicherlich keinen Gefallen damit getan. Er ist ein netter Kerl, aber er hat nur noch mit Stella (Renningenieur Andrea Stella; Anm. d. Red.) gesprochen. Sogar als 2007 Chris Dyer sein Ingenieur war, hat Kimi nur mit Stella gesprochen. Er hat schon einen besonderen Charakter. Aber im fahrerischen Bereich ist er über jeden Zweifel erhaben."

Fotoquelle: xpb.cc

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