Im Duell gegen die Mercedes-Fraktion: Red Bull hat auch mit Renault viel Dampf

Formel 1 2010

— 16.03.2010

Marko: "Mercedes wollte uns nicht"

Red-Bull-Konsulent Helmut Marko über die Probleme mit den Triebwerken und die möglichen Sorgen von Michael Schumacher

Eine Zündkerze hat Sebastian Vettel vom verdienten Sieg in Bahrain abgehalten. Der Red-Bull-Pilot hatte das erste Rennen der Saison bestimmt, bis sich ein vermeintlich zuverlässiges Bauteil im Renault-Motor seines RB6 verabschiedete. Wieder einmal war es der Antrieb, der Red Bull einbremste. Entsprechende Erfahrungen hatten die Österreicher bereits im vergangenen Jahr machen müssen. Daraufhin hatte das Team im Herbst versucht, für 2010 Mercedes-Motoren zu bekommen.

"Die wollten uns nicht", erklärt Red-Bull-Berater Helmut Marko gegenüber 'Servus TV'. Der Österreicher weiter: "Sie wussten genau, wenn wir diesen Motor auch noch drin haben, sehen sie uns überhaupt nicht - ohne überheblich zu sein." Das Team um die Piloten Sebastian Vettel und Mark Webber verlängerte nach den gescheiterten Mercedes-Verhandlungen den Vertrag mit Renault, obwohl das französische Triebwerk Nachteile hat.

Mercedes habe sich im Gegensatz zur Konkurrenz im Zuge der Einfrierung der Motorenentwicklung enorme Vorteile gesichert. "Bis auf Mercedes haben sich die Hersteller sofort daran gehalten. Mercedes hat den Zeitpunkt der Verlautbarung und den Zeitpunkt, wo dieses Reglement in Kraft getreten ist, optimal ausgenutzt und hat sich dabei einen immensen Basisvorteil herausgeholt", erklärt Marko. Von diesen Vorteilen profitieren in diesem Jahr das Mercedes-Werksteam sowie auch McLaren und Force India.

"Was wir jetzt versuchen müssen, und was auch Renault probiert, auch Ferrari, dass man einen Angleichung dieser Motorensituation schafft", sagt Marko. Auch Red-Bull-Teamchef Christian Horner hatte bereits mehrfach in Richtung FIA appelliert, dass man eine weitere Runde der Leistungsangleichung erlauben möge. "Wir erwarten ein noch härteres Wettrüsten, als es in der vergangenen Saison war", so der Österreicher zur gesamten Situation des Jahres 2010.

Im Zuge dieses Wettrüstens könnte Superstar Michael Schumacher kaum Boden gutmachen. "Schumacher hat ein respektables Comeback hingelegt", so Marko über den Mercedes-Star. "Er hat nicht mehr den Vorteil, den er in seiner aktiven Zeit hatte, dass er testen konnte soviel er wollte. Er liebt kein untersteuerndes Auto, was aber durch die schmaleren Vorderreifen fast notgedrungen von der Konzeption her vorgegeben ist. Also wird er sich schwer tun, genauso wie sich Mercedes schwer tun wird, einen Rückstand aufzuholen."

Fotoquelle: xpb.cc

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