Neuer Job mit 35: Jarno Trulli leistet beim Lotus-Team wichtige Aufbauarbeit

Formel 1 2010

— 18.03.2010

Lotus im Aufbau: Trulli spürt die Verantwortung

Jarno Trulli fängt in seiner 14. Formel-1-Saison noch einmal von vorne an - Schöne Erlebnisse beim ersten Rennwochenende: "Habe ein Ziel vor Augen"

Lotus ist wieder da, allerdings sportlich noch nicht wieder an der Position, wo viele das Traditionsteam der Formel 1 gerne sehen würden. Die neue Mannschaft aus Malaysia mit dem ehrwürdigen Namen befindet sich im Aufbau. Mit Technikchef Mike Gascoyne und den Piloten Jarno Trulli und Heikki Kovalainen hat man sich viel Erfahrung an Bord geholt. Das zahlt sich aus. In Sachen Standfestigkeit machte das Team beim Saisonauftakt in Bahrain den besten Eindruck aller neuen Mannschaften.

Kovalainen kam über die volle Distanz, Trulli viel blieb kurz vor dem Ende mit einem Technikdefekt stehen, wurde aber dennoch gewertet. Für Lotus ist dies ein großer Erfolg. Dennoch: In puncto Speed fehlt noch viel. Die Lotus-Rundenzeiten beim Grand Prix in der Wüste waren rund 4,5 Sekunden von der Spitze entfernt. "Wir fangen eben komplett bei Null an", erklärt Trulli gegenüner 'Reuters'. Er müsse nun das tun, was er bei anderen Teams zuvor auch schon gemacht habe.

"Ich muss das Team antreiben und eine technische Richtung vorgeben, damit es nach vorne geht", sagt der erfahrene Pilot aus Pescara. Dabei macht es Trulli seinem Umfeld nicht immer leicht. "Ich bin jemand, der nie wirklich zufrieden ist", sagt der 35-Jährige. "Aber ich habe ein festes Ziel vor Augen. Auf dem Weg dorthin muss man sich auch mal zurückhalten. Ich bin sehr froh, dass ich an diesem fantastischen Projekt mitarbeiten darf."

Die Zielrichtung ist klar. Das neue Lotus möchte dorthin, wo das alte Lotus unter Führung des legendären Colin Chapman mal war: an die Spitze. "Lotus überhaupt nach 16 Jahren wieder auf die Strecke zu bringen, ist allein schon sehr wichtig", sagt Trulli. "Man kann die besondere Atmosphäre spüren. Der Anfang wird schwer, aber alle wollen Lotus wieder an die Spitze bringen. Es wird etwas Zeit in Anspruch nehmen, aber wir sind alle davon überzeugt, es schaffen zu können."

"Ich bin nicht nur stolz", erklärt der ehemalige Toyota-Teamkollege von Timo Glock. "Ich bin alt genug um zu wissen, dass auf mir eine gewisse Verantwortung lastet. Ich könnte das Team niemals auf dem aktuellen Stand verlassen. Ich will es dorthin bringen, wo es hingehört. Ich will weder meinen Namen, noch die Tradition von Lotus zerstören. Eines ist klar: Lotus dürfte sich eigentlich höchstens von Ferrari schlagen lassen - von keinem anderen Team."

Fotoquelle: xpb.cc

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