Samstagsziel: Sébastien Buemi will sich in Melbourne besser qualifizieren

Formel 1 2010

— 25.03.2010

Toro Rosso: Das Reifenrätsel bei Buemi

Toro Rosso strebt beim zweiten Saisonlauf in Melbourne eine bessere Startposition an - Sébastien Buemi: "Im Rennen ist unser Auto schnell"

Toro Rosso war mit vielen Vorschusslorbeeren zum ersten Rennen des Jahres nach Bahrain gekommen. Doch technische Probleme und eine Schwäche im Qualifying machten die Punktehoffnungen der Italiener zunichte. Der neue STR5, der erstmals komplett selbst im eigenen Werk in Faenza entworfen wurde, zeigte erst im Rennen das wahre Gesicht. Laut Sébastien Buemi muss man sich gedulden. Umfassende Updates kommen erst für Schanghai, ein neuer Diffusor wird für das Rennen in Barcelona erwartet.

"Wir haben in Bahrain nicht das gesamte Potenzial aufzeigen können", meint der Schweizer. "Ich konnte am Freitag nicht fahren. Jeder weiß aber, dass die Trainings am Freitag sehr wichtig sind. Wir hatten überhaupt keine Ahnung, wie lange unsere Reifen im Rennen halten würden. Aber so ist es nun einmal. Es war ein übles Wochenende, aber wir sollten die Probleme nun im Griff haben", sagt Buemi vor dem zweiten Rennwochenende des Jahres.

Nach dem Saisonauftakt in Bahrain hatte Toro Rosso ein großes Rätsel zu lösen. "Der Unterschied zwischen Qualifying und Rennen war gewaltig", sagt der 21-Jährige. "Natürlich ist da immer ein Unterschied, aber niemals so groß. Wir mussten erkennen, dass wir im Rennen mit unseren Rundenzeiten viel näher an den Topteams waren, als das in der Qualifikation der Fall war. Wir wissen einfach nicht, warum wir im Qualifying nicht das Maximum herausholen können. Vielleicht liegt es an der Reifennutzung."

Wenn man den Speed im Renntrimm als Grundlage nähme, dann könne man mit der Leistung des neuen Toro Rosso STR5 durchaus zufrieden sein. "Im Rennen können wir vielleicht nicht ganz mit Kubica im Renault mithalten, aber sind auf Augenhöhe mit Force India und Williams. Genau dort wollten wir hin." Für Melbourne passt Toro Rosso nun die Trainingsziele an. Man werde sich intensiv mit dem Qualifyingtempo beschäftigen, erklärt Buemi.

"Wir müssen im Qualifying irgendwie in die Top 10 kommen, dann sind locker Punkte drin. Unser Auto ist im Rennen schnell und vor allem können wir mit den Reifen gut über die Distanz kommen", erklärt der Formel-1-Pilot aus der Schweiz. Die Analyse der aktuellen Probleme sei nicht einfach, weil seltsamerweise alle Sorgen einzig am Fahrzeug von Buemi entstanden und nicht bei Jaime Alguersuari. "Früher haben wir in solchen Fällen bei Red Bull nachfragen können, aber das geht jetzt nicht mehr."

Man werde in Australien versuchen, die Reifen möglichst gut zu nutzen. "Da unser Wagen eher vorsichtig mit den Pneus umgeht, müssen wir die Reifen auf anderem Wege hart rannehmen", erklärt Buemi. Und weiter: "Das machen wir über das Setup, den Reifendruck und über den Fahrstil. Wir müssen uns am Freitag vor allem die weiche Reifenmischung anschauen, wir erwarten Graining. Aus dem vergangenen Jahr haben wir gelernt, dass die Strecke über das Wochenende nur wenig mehr Grip aufbaut."

Man dürfe daher davon ausgehen, dass bereits am Freitag gemachte Entdeckungen bezüglich der Reifenabnutzung auch am Sonntag im Rennen noch Bestand haben. "Die große Frage ist immer, wie früh du deinen Stopp machen kannst. Der Reifenverschleiß ist mit den 150 oder 160 Kilogramm Benzin zu Beginn viel größer als später mit 90 oder weniger Kilogramm. Daher fährt man den ersten Stint relativ kurz und kann danach viel besser mit dem Reifen haushalten."

Fotoquelle: xpb.cc

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