Nur noch Beobachter: Nick Heidfeld in der Garage des Mercedes-Teams

Formel 1 2010

— 27.03.2010

Heidfeld: "Es wird bestimmt spannend"

Mercedes-Testfahrer Nick Heidfeld analysiert das Qualifying in Melbourne und glaubt, dass ein Regenrennen für seine Teamkollegen am besten wäre

Nico Rosberg Sechster, Michael Schumacher Siebter - nach dem enttäuschenden Auftakt in Bahrain konnte das Mercedes-Team auch in Australien noch keine überragenden Startpositionen einfahren. Testfahrer Nick Heidfeld analysiert die Performance seiner beiden Kollegen daher realistisch, glaubt aber, dass die Chancen in einem möglicherweise turbulenten Rennen größer sein werden als vor zwei Wochen.

Frage: "Nick, Michael Schumacher wirkt nach diesem siebten Platz nicht unzufrieden. Er sagt, es fällt langsam der Rost ab. Hast du auch das Gefühl, dass er mehr reinkommt?"
Nick Heidfeld: "Man sieht ja, dass er näher an Nico dran ist als am ersten Rennwochenende. Er war ein bisschen zufriedener mit der Balance. Auf der anderen Seite ist unser Rückstand leider auch hier so groß wie in Bahrain. Da haben wir noch ein bisschen Arbeit vor uns."

Gleicher Rückstand wie in Bahrain

Frage: "Glaubst du, dass ihr einen Schritt nach vorne gemacht habt?"
Heidfeld: "Die Positionen sind ähnlich wie in Bahrain. Die Fahrer sind zufriedener mit der Balance, aber das Entscheidende sind die Positionen und die Rundenzeiten - und die sind leider noch vergleichbar. Auf der anderen Seite: Was soll man innerhalb von zwei Wochen machen? Die größeren Updates werden bei allen - vermutlich auch bei uns - erst in Barcelona kommen."

Frage: "Man hört, dass es morgen regnen könnte. Was sagt euer Wetterfrosch?"
Heidfeld: "Es fängt gerade an zu nieseln. Die Wettervorhersage ist, dass es morgen gut regnen kann - die Wahrscheinlichkeit ist recht groß. Wir wissen, dass dann viel passieren kann, aber wir haben mit Michael und Nico zwei gute Fahrer für solche Bedingungen."

Frage: "Vor Nico Rosberg stehen Felipe Massa und Jenson Button. Ist da einer von beiden zu knacken?"
Heidfeld: "Wenn man sich die Rundenzeiten anschaut, dann eher Felipe, denn Button ist ein paar Zehntel weg. Auf Massa hat nicht viel gefehlt, was ich ein bisschen überraschend finde. Er ist eine halbe Sekunde hinter Alonso im gleichen Auto, scheint hier schon das ganze Wochenende Probleme zu haben. Wenn es so eng ist, kann es alleine beim Start schon passen. Warten wir mal ab, aber wir sind mit Nico auf der schmutzigeren Seite, also wird es am Start wohl doch schwierig."

Frage: "Um Lewis Hamilton gab es gestern Aufregung, weil er auf der Straße ein paar Burnouts hingelegt hat und von der Polizei angehalten wurde. Hast du das mitbekommen?"
Heidfeld: "Ich habe es gelesen, ja. Wer weiß, ob ihn das aus dem Konzept gebracht hat? Ich habe noch nichts gehört von da drüben. Ist natürlich erstaunlich, dass er es nicht in die Top 10 geschafft hat."

Von Hamilton enttäuscht

Frage: "Er wurde nur Elfter, sein Teamkollege Jenson Button Vierter. Das ist ein Schlag ins Gesicht, nicht wahr?"
Heidfeld: "Auf jeden Fall. Am ersten Wochenende war er klar stärker als Jenson - das ist auch das, was die meisten Leute im Fahrerlager erwarten. Das kommt also überraschend, aber Jenson ist auch nicht umsonst Weltmeister geworden. Der kann schon Autofahren!"

Frage: "Sebastian Vettel, steht auf Pole-Position, Fernando Alonso lauert auf Platz drei. Was erwartest du an der Spitze?"
Heidfeld: "Der müsste eigentlich zu weit weg sein, um Vettel direkt attackieren zu können. Das könnte schwer werden für Webber, weil Alonso auf der sauberen Seite steht und Webber nicht. Aber Vettel müsste da vorne recht sicher sein."

Frage: "Bahrain war nicht gerade aufregend. Erwartest du morgen einen spannenden Grand Prix?"
Heidfeld: "Es wird hier definitiv spannender. Die Wetterbedingungen sind hier ganz anders und außerdem haben wir in den vergangenen Jahren schon öfter Safety-Car-Phasen gesehen. Die Strecke hat nicht so viele Auslaufzonen. Es wird bestimmt spannend!"

Fotoquelle: xpb.cc

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