Die Bodenhöhe des Red Bull soll ohne aktive Radaufhängung variabel sein

Formel 1 2010

— 27.03.2010

Nach Red-Bull-Kritik: Whitmarsh schießt zurück

Nach Red Bulls Kritik an McLarens F-Schacht-System wundert sich Martin Whitmarsh nun über die möglicherweise verstellbare Bodenhöhe des RB6

McLarens F-Schacht-System wurde vor der offiziellen Erlaubnis durch die FIA in Bahrain vor allem von Red Bull scharf kritisiert. Nun hat McLaren anscheinend einen Weg gefunden, das verbale Feuer zu erwidern, denn Teamchef Martin Whitmarsh schießt sich in Australien derzeit auf eine angebliche Innovation des Red-Bull-Teams ein.

Wie berichtet wird der Truppe um Sebastian Vettel nachgesagt, einen Mechanismus entwickelt zu haben, um die Bodenfreiheit während der Fahrt anzupassen. Es soll sich dabei nicht um eine aktive Radaufhängung handeln - dieses elektronisch gesteuerte System wurde Ende 1993 verboten -, sondern um eine passive Steuerung, um die Bodenhöhe bei verschiedenen Benzinladungen zu verstellen. Red Bull dementiert aber die Existenz eines solchen Mechanismus.

Whitmarsh gießt eine Woche nach dem erstmaligen Aufkommen der Gerüchte in den Medien neues Öl ins Feuer, wenn er sagt, dass es "Beweise gibt, dass Systeme zur Kontrolle der Bodenhöhe verwendet werden, die viele Leute als nicht zulässig einstufen würden. Wie man sich vorstellen kann, arbeiten wir nun auch an so einer Lösung. Die ursprünglichen Regeln ließen uns aber annehmen, dass solche Systeme nicht erlaubt sind", so der Brite zur 'BBC'.

McLaren kündigt vorerst keinen Protest bei der FIA an, sondern will stattdessen selbst nachrüsten: "Einige Autos scheinen solche Systeme zu haben, also arbeiten auch wir daran. Hoffentlich haben wir es bis China auch", erklärt Whitmarsh. Auf die Frage, wen er konkret im Verdacht habe, entgegnet er: "Der Red Bull und einige andere Autos können im Qualifying tiefer fahren, als man annehmen würde, wenn sie für das Rennen wieder Benzin nachfüllen müssen."

Der große Vorteil einer variablen Bodenhöhe liegt anno 2010 nämlich vor allem darin, dass man den Abstand zwischen Asphalt und Unterboden trotz stark schwankender Benzinmengen konstant halten kann. Wie das im Detail erreicht wird, entzieht sich derzeit noch unserer Kenntnis. Die aktive Radaufhängung im klassischen Sinne wurde 1987 von Lotus in die Formel 1 gebracht, 1992/93 von Williams perfektioniert und ab 1994 wieder verboten.

Fotoquelle: xpb.cc

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