Martin Whitmarsh kann sich schnelle Regeländerungen sehr gut vorstellen

Formel 1 2010

— 27.03.2010

Whitmarshs Ideensammlung: Wie in der Superleague?

McLaren-Teamchef und FOTA-Chef Martin Whitmarsh ist für kurzfristige Änderungen, um die Spannung zu erhöhen: Neue Ideen für die Zeitenjagd

McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh schwimmt zurzeit etwas gegen den Strom. Im Gegensatz zu vielen seiner Formel-1-Kollegen kann sich der Brite, der gleichzeitig Vorsitzender der Teamvereinigung FOTA ist, durchaus vorstellen, kurzfristig die Regeln zu ändern, um mehr Spannung in die Rennen zu bringen. "Mir macht die momentane Langeweile Sorgen. Andere hingegen sagen eher: 'Locker bleiben und abwarten'. Wenn wir hier in Melbourne ein tolles Rennen sehen, dann lässt der Druck nach."

"Nach nun einem Rennen ist die Situation doch so: Wenn du konkurrenzfähig bist und auf den Titel hoffen darfst, dann willst du keine Regeländerungen", erklärt Whitmarsh im 'Daily Telegraph' die aktuelle Situation. Verständlich, denn Teams wie beispielsweise Red Bull oder Ferrari könnten die momentanen Vorteile schnell verlieren, falls die Autos umgebaut werden müssten. "Hoffentlich können wir nun in Australien ein schönes Rennen erleben."

"Falls wir aber kein spektakuläres Rennen werleben, wird die Wahrscheinlichkeit von kurzfristigen Regelanpassungen höher", sagt Whitmarsh. "Ich persönlich bin für spannende Rennen und somit bin ich auch für Änderungen." Im Alleingang könnte der McLaren-Teamchef allerdings ohnehin nichts ausrichten. Für Regelanpassungen innerhalb der Saison müsste die Zustimmng aller Teams vorliegen. Es sei denn, die FIA beruft sich auf Sicherheitsaspekte, was derzeit unwahrscheinlich ist.

Laut Whitmarsh gibt es bereits eine Liste von möglichen Veränderungen. Die meisten Vorschläge beziehen sich offenbar auf das Qualifying. Von umgekehrter Startreihenfolge ist ebenso die Rede wie von Ballast für die Schnellsten. Sogar ein Qualifikationsmodus wie in der Superleague steht im Raum. Dort treten je zwei Fahrer zu Duellen an, bis sich die Pole-Position im Finale der besten Zwei entscheidet. "Der Schnellste würde dann immer noch vorne stehen. Aber es wäre die Frage, wie seine Reifen dann aussehen", erklärt der Brite die Vorzüge.

"Manchmal hättest du vielleicht bei der vorherigen Auslosung Glück und könntest dich in vergleichsweise einfachen Duellen als mittelprächtiges Team weit vorne qualifizieren", fügt Whitmarsh hinzu. All diese Vorschläge würden vielleicht etwas mehr Spannung bringen können, doch das eigentliche Problem in der Formel 1 würde wieder nur kaschiert: Man kann nicht überholen. "Die aktuellen Piloten sind dermaßen gut, sodass sie kaum noch Fehler machen", sagt der McLaren-Teamchef.

"Außerdem arbeiten wir zwei Tage lang an der Startreihenfolge. Bis zum Qualifying sind alle so gut vorbereitet, dass der Schnellste definitiv nach vorne fährt und der langsamste Wagen immer hinten steht. Unter solchen Bedingungen kann dann im Rennen nicht überholt werden", beschreibt Whitmarsh seine Erkenntnisse. "Je mehr 'Hooligans' du auf die Strecke schickst, umso mehr Spektakel gibt es. Aber wir haben kaum solcher Leute."

Fotoquelle: xpb.cc

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