Jenson Button war am Samstag deutlich besser als Lewis Hamilton

Formel 1 2010

— 27.03.2010

McLaren: Button halb glücklich, Hamilton gar nicht

Jenson Button kann mit Platz vier zwar gut leben, aber sieht zu viel Rückstand auf die Spitze - Lewis Hamilton nach Platz elf verwundert

Für McLaren brachte das Qualifying in Melbourne ein überraschendes Ergebnis. Nach starken Darbietungen am Freitag, war am Folgetag plötzlich die Luft raus. Am Vormittag konnten Jenson Button und Lewis Hamilton nur solide mitfahren, im Qualifying lief es ebenfalls nicht. Button holte zwar Rang vier, aber Hamilton konnte als Elfter nach Q2 früh einpacken. Eine Überraschung - nicht nur für den Ex-Champion selbst.

"Nach einem guten Auftakt am Freitag lief der Wagen am Stamstagmorgen nicht mehr so wie erwartet", klagt Button, der sich immerhin für den vierten Rang qualifizieren konnte. "Wir haben nicht genug Grip und scheinbar haben die Autos vor uns auch mehr Abtrieb. Das Qualifying waren trotzdem gut. Ich war mit dem Auto zufrieden. Einzige Ausnahme war meine allerletzte Runden in Q3." Button hatte seine Bestzeit aus dem zweiten Qualifikationsaschnitt am Ende nicht noch einmal erreichen können.

"Ich weiß nicht, ob es vielleicht am auffrischenden Wind lag. Der Wagen fühlte sich einfach nicht mehr so gut an wie in den ersten beiden Abschnitten. Die Balance war nicht mehr da, ich hatte mehr Untersteuern. Das hat mich ein bis zwei Zehntelsekunden gekostet", beschreibt der amtierende Weltmeister. "Im besten Fall hätte ich eine Runde in 1:24.4 Minuten fahren können. Das wäre dann immer noch eine halbe Sekunde hinter der Spitze gewesen."

"Wir sind immer noch nicht da, wo wir eigentlich hinwollen. Aber im Vergleich zu Bahrain ist es schon besser. Wir sind näher an der Spitze. Die Leistung des Teams ist wirklich gut. Wir haben das Beste aus dem aktuellen Paket herausgeholt", sagt Button. Auf seinen Teamkollegen Lewis Hamilton traf dies ganz sicher nicht zu. In Q1 lag der Weltmeister von 2008 noch auf dem Niveau von Button, in Q2 war für ihn auf Platz elf plötzlich Schluss.

"Das war eine Überraschung", so Hamilton, der niemals mit einem solch frühen Ausscheiden gerechnet hätte. "Ich habe alles herausgeholt, doch die Reifen boten nicht so viel Grip. Bei meinem ersten Versuch in Q2 gab es viel Verkehr und ich konnte keine wirklich schnelle Runde drehen. Ich hatte später eine freie Runde, aber konnte im letzten Sektor einfach keine gute Zeit markieren - nicht einmal mit frischen Reifen. Ich kenne den Grund dafür noch nicht."

"Mein Tag war also wirklich nicht gut", zieht Hamilton enttäuscht Bilanz. "Aber es freut mich, dass sich Jenson so gut geschlagen hat. Hoffentlich können wir beide morgen ein gutes Rennen abliefern." Teamchef Martin Whitmarsh erklärt: "Jenson hat eine starke Leistung gezeigt. Ein Platz in der zweiten Reihe ist der Lohn. Mit seinem guten Rennspeed sollte er morgen gute Chancen auf viele Punkte haben."

"Lewis war in Q1 wirklich schnell, konnte aber in Q2 kein gutes Gefühl für das Auto aufbauen, deswegen ist er knapp an der Hürde zu Q3 gescheitert", sagt der Teamchef weiter. "Das hat uns alle etwas überrascht - Lewis selbst auch. Aber wir wissen, dass er ein Kämpfertyp ist. Deswegen spricht eigentlich nichts dagegen, dass auch er morgen ein gutes Rennen zeigen wird."

Fotoquelle: xpb.cc

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