Alexander Wurz nimmt Mark Webber trotz der gestrigen Vorstellung in Schutz

Formel 1 2010

— 29.03.2010

Wurz verteidigt Webber: "Ein schneller Autofahrer"

Alexander Wurz analysiert die Performance von Mark Webber beim Heimrennen und lobt die tolle Fahrt von Sieger Jenson Button

Mark Webber hat sich in den ersten beiden Saisonrennen nicht gerade mit Ruhm bekleckert, denn während sein Teamkollege wohl in Bahrain und Australien gewonnen hätte, wenn ihm nicht technische Probleme dazwischengekommen wären, liegt der zweite Red-Bull-Pilot in der Fahrer-WM hinter Vettel - und das ohne nennenswerte Begegnungen mit dem Defektteufel.

Gestern in Melbourne erlebte der Lokalmatador einen turbulenten Heim-Grand-Prix: Erst verlor er am Start einen Platz an Felipe Massa, den er rasch wieder zurückerobern konnte, dann fiel er durch einen ungünstig getimten Boxenstopp auf Platz sechs zurück. Während der Aufholjagd geriet er zweimal mit Lewis Hamilton aneinander, wobei im Finish sogar der Frontflügel kaputt ging. Schlussendlich sammelte er als Neunter gerade mal zwei WM-Punkte.

Vettel bisher schneller als Webber

"Webber fährt heute ein Scheißrennen", kritisierte 'Motorsport-Total.com'-Experte Marc Surer in seinem Kommentar bei 'Sky', doch Alexander Wurz nimmt seinen Ex-Teamkollegen (2006 bei Williams) in Schutz: "Mark ist sehr selbstkritisch und weiß, dass das ein suboptimales Rennen war, denn wenn der Teamkollege dominiert und ein technisches Problem hat, würde sich das Team natürlich wünschen, dass der Teamkollege an zweiter Position ist und den Sieg holt."

"Dem war nicht so", sagt der ehemalige Formel-1-Pilot im 'ORF', fügt aber relativierend an: "Es war ein bisschen durchwachsen für Mark, aber es gibt eben auch die schlechten Augenblicke. Man darf nicht vergessen: Mark ist ein toller Kerl und ein schneller Autofahrer, der dem Team schon viel gebracht hat." Dennoch hätten bei Red Bull in Melbourne klare Fronten geherrscht: "Vettel hat das Zeittraining dominiert, ist im Rennen perfekt durch den Regen gefahren."

Beeindruckt ist Wurz auch von der Vorstellung von Weltmeister Jenson Button, der im zweiten Rennen auf McLaren bewiesen hat, dass er nicht zufällig den WM-Titel gewonnen hat. Dabei hatte der Grand Prix für Button mit einer Startkollision in der ersten Kurve begonnen: "Jenson konnte sich nicht in Luft auflösen, war innen, und Alonso hat relativ brutal zugemacht. So würde ich das einfach als Rennkarambolage abhaken", meint der ehemalige McLaren- und Williams-Testfahrer aus Österreich.

Button: Chance perfekt genutzt

"McLaren ist nicht schnell genug, um aus eigener Kraft Rennen zu gewinnen", analysiert er. "Das Team hat das aber gut umgesetzt, Jenson genauso. Solche Möglichkeiten musst du am Schopf packen - und das haben sie gemacht. Wirklich toll! Man kann Jenson nur gratulieren, denn er steht ordentlich unter Druck: In das Team von Hamilton zu gehen, den Druck der englischen Medien handzuhaben und denen jetzt zu zeigen, dass er ein verdienter Weltmeister ist, das hat er einwandfrei gezeigt!"

Lob spricht Wurz auch dem Ferrari-Piloten Felipe Massa aus, der gestern in Melbourne Dritter wurde und damit zum zweiten Mal hintereinander auf dem Podium landete: "Sein Start war super und er hat sich im Regen von Anfang an wohlgefühlt. Das hat er wirklich perfekt gemacht. Auch später im Rennen war er stark unterwegs, denn er hatte eine sehr schlechte Hinterachse und stand mehr quer als gerade. Dass er das fehlerfrei ins Ziel gebracht hat, zeigt, dass Massa einer der ganz großen Piloten ist."

Fotoquelle: xpb.cc

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