Melbourne will noch lange Zeit die australische Formel-1-Anlaufstelle sein

Formel 1 2010

— 29.03.2010

Melbourne: Der Renntermin passt den Veranstaltern

Den Status als Saisonauftakt ist Melbourne zwar los, doch die Verantwortlichen sind mit dem Grand Prix im Albert Park dennoch ausnehmend gut zufrieden

Erst zum zweiten Mal in der Geschichte des Formel-1-Rennens von Melbourne markierte der Grand Prix im Albert Park nicht den Saisonauftakt. Stattdessen war das Rennen in Australien nur die Nummer zwei nach Bahrain, doch die Verantwortlichen in "Down Under" können sich prima mit dieser Situation arrangieren - die Zeitumstellung in Europa macht den Australiern das Rennleben leichter.

Das behauptet zumindest Rennchef Ron Walker, welcher der späten Startzeit um 17 Uhr Ortszeit und der Ausgangslage des Rennens einiges abgewinnen kann. "Aufgrund der Uhrumstellung in Europa passt uns das ganz prima", so Walker. "Wir haben diesen bestimmten Zeitrahmen und sind zu einer ordentlichen Zeit in den großen Märkten vertreten." Entsprechend positiv fällt das Rennfazit aus.

Ungemach droht den Veranstaltern allerdings von den australischen Landsleuten aus Sydney, die nun ebenfalls Interesse an der Austragung eines Formel-1-Rennens angemeldet haben. Doch durch großspurige Ankündigungen sei diesbezüglich nichts zu machen, meint Walker. "So läuft es einfach nicht", sagt der Australier und verweist darauf, sich in dieser Sache zunächst besser bedeckt zu halten.

"Seit mehr als einem Jahrzehnt hat sich dieser Staat in aller Stille darum bemüht, große Events an Land zu ziehen. Sobald sie diesbezüglich einen Erfolg verbuchen konnten, gehen sie an die Öffentlichkeit und machen es bekannt", sagt Walker und beschreibt das Erfolgsrezept für eine gelungene Großveranstaltung. Rückendeckung erhält Walker in dieser Sache von Politiker John Brumby.

Der Premierminister steht hinter Melbourne

Der Premierminister des australischen Bundesstaates Victoria glaubt nicht, dass Sydney eine ernsthafte Chance auf den Grand Prix hat: "Sie werden nicht erfolgreich sein", meint Brumby. "Das unterstreicht den hohen Stellenwert dieses Events. Die weltweite Nachfrage an der Formel 1 ist das, was man den Leuten entgegen halten kann, die diesen Event kritisieren", so der Politiker.

"Sydney hat nun anklingen lassen, dass sie alles dafür tun werden, um sich den Event zu sichern. Es gibt auch so viele andere Länder rings um den Globus, die dafür wahrscheinlich sogar töten würden. Alle wollen diesen Event - und sie würden einen großen Scheck dafür ausstellen. Die Kritiker müssen nur einmal ihre Augen aufmachen und sich umsehen, wie viele Leute sich für diesen Event interessieren."

"Sydney will diese Veranstaltung haben, wird sie aber nicht bekommen", so Brumby. "Wir stehen noch bis 2015 unter Vertrag und haben einen großartigen Event. Die Fahrer lieben unseren Grand Prix, die Teams ebenfalls und auch die Rennbesucher. Auch Leute wie John Travolta lieben diesen Event, weil Melbourne eine der großartigsten Städte der Welt ist. Wir haben den Event sicher", meint Brumby.

Fotoquelle: Red Bull/Getty

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