Der Regen hatte großen Anteil an der Spannung des Australien-Rennens

Formel 1 2010

— 30.03.2010

Rennaction: Teamchefs warnen von Schnellschüssen

Nach Ansicht der Teamchefs haben in Melbourne vor allem äußere Umstände für Spannung gesorgt, doch es sei noch zu früh, die Technikregeln zu ändern

Am kommenden Freitag wird sich die Teamvereinigung FOTA in Malaysia zu weiteren Besprechungen treffen. Auf der Tagesordnung stehen dabei das künftige Reglement und die Frage, wie man den Zuschauern eine bessere Show bieten kann. So wird gemunkelt, dass die FOTA mit einem neuen Technikreglement liebäugelt und auch die Rückkehr von KERS nicht ausschließen will.

Nach dem Prozessionsrennen beim Auftakt in Bahrain war die Formel 1 heftig kritisiert worden. Zwar war beim zweiten Rennen in Melbourne dann richtig was geboten, doch nach Ansicht der Chefs der führenden Teams lag das vor allem an den äußeren Umständen und nicht an der Technik der Autos. Allerdings halten sie es für verfrüht, sich jetzt schon ein Urteil darüber zu bilden, welche Rennaction mit den Boliden des Jahrgangs 2010 möglich ist.

"Ich habe bereits nach dem Bahrain-Rennen gesagt, dass wir alles mit etwas mehr Abstand vielleicht nach der Saison betrachten sollten. Es ist immer falsch, wenn man etwas unter frischen Eindrücken und Emotionen sagt", erklärt Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali. "Es kann sein, dass wir in Malaysia ein weiteres langweiliges Rennen erleben und die Diskussion beginnt ganz schnell von vorne."

Die FOTA müsse sich jedoch bemühen, die Autos künftig weniger effizient zu gestalten, schlägt Domenicali vor. Denn das turbulente Geschehen in Melbourne "hatte nichts mit den Feinheiten der Autos zu tun, sondern es hatte fast ausschließlich mit den besonderen Umständen zu tun." Zu diesen besonderen Umständen gehörte zum Beispiel das Wetter.

Dem pflichtet McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh bei. Er glaubt jedoch, dass es in dieser Saison durchaus weiter so spannende Rennen wie in Australien geben kann. "Ich glaube nicht, dass Australien etwas Einmaliges war. Es war schon immer so: Wenn es Safteycarphasen, Regen und schwierige Rahmenbedingungen gibt, wird jedes Rennen großartig", so Whitmarsh. Bahrain sei wirklich kein aufregender Start gewesen, aber in Melbourne habe sich gezeigt, dass die richtigen Umstände für tolle Rennen sorgen können: "Für die Zuschauer muss es unheimlich aufregend gewesen sein."

Auch Red-Bull-Teamchef Christian Horner ist sich sicher, dass vor allem der Regen zu Beginn des Melbourne-Rennens einiges zur Action beigetragen hat. Außerdem gibt er zu bedenken, dass es im Albert Park schon oft spannende Rennen gab: "Das war auch diesmal so. Es war sehr unterhaltsam und unvorhersehbar." Und was mögliche Änderungen am Reglement angeht, warnt Horner davor, nach den Eindrücken von nur zwei Grands Prix schon etwas übers Knie zu brechen."

Fotoquelle: xpb.cc

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