Lewis Hamilton zog sich am Melbourne-Wochenende mehrfach zurück

Formel 1 2010

— 30.03.2010

Coulthard: "Lewis sollte sich einen Manager suchen"

Aus Sicht von David Coulthard braucht Lewis Hamilton eine Vaterfigur als Manager: Über Burnout auf der Straße und Leistung auf der Strecke

Lewis Hamilton liefert jedes Jahr in Australien ganz besonders viel Gesprächsstoff. 2009 gab es die sogannte "Liegate"-Affäre, in diesem Jahr eine Auseinandersetzung mit der australischen Polizei. Der britische McLaren-Pilot hatte am Freutagabend in Melbourne einen kleinen Burnout mit dem Privatwagen gezeigt. Die Behörden hatten daraufhin seinen Wagen beschlagnahmt und ihn als Verkehrsrowdie an den Pranger gestellt. Hamilton hatte sich daraufhin mit einer öffentlichen Entschuldigung reagiert.

"Vielleicht kann man mir vorwerfen, dass ich etwas Unverantwortliches sage. Aber ich finde, Lewis ist einer der besten Piloten auf diesem Planeten. Wenn einer ein Fahrzeug beim kleinen Burnout sicher unter Kontrolle hält, dann doch wohl er", nimmt Coulthard den Weltmeister von 2008 in Schutz. "Bei aller Sorge um Sicherheit auf den Straßen: Ein kleiner Klaps auf die Finger hätte auch ausgereicht. Mit der Beschlagnahmung des Autos und all diesen Statements ist niemandem geholfen."

Bei allem Verständnis für die kleine Hamilton-Show am Freitagaend, so macht Coulthard einige Probleme beim McLaren-Piloten aus. "Ich hatte am Samstag den Eindruck, er hätte etwas zu verbergen", beschreibt der Schotte im 'Daily Telegraph'. Der Ex-Champion sei aus seiner Sicht eine gefestigte Persönlichkeit, mit der jedoch in den vergangenen Wochen irgendetwas passiert sei. "Wo ist sein Vater? Er braucht jemanden, der ihn stützt und anleitet", meint Coulthard.

"Dass sich Lewis und sein Vater bezüglich des Managements entzweit haben, wird als Auswirkung des Reifeprozesses gesehen. Ich meine jedoch, dass es ein großer Fehler war, nicht sofort einen neuen Manager zu holen. Das Ergebnis hat man am Wochenende gesehen", beschreibt Coulthard seine Sicht der Dinge. "Das ist wie bei einem Tennisstar ohne Trainer. Solange er gut spielt, ist alles in Ordnung. Aber wenn es nicht läuft, dann ist es eine deutliche Schwäche."

"Lewis sollte sich schnell jemanden an seine Seite holen, damit er sich wieder ausschließlich auf seinen Job konzentrieren kann", so "Hobby-Psychologe" Coulthard. Aus Sicht des möglichen DTM-Neuzugangs sei die abendliche Begegnung mit der australischen Polizei nur deshalb aus dem Ruder gelaufen, weil Hamilton nicht oder schlecht beraten worden sei. Die Leistung am Samstag im Qualifying und das aggressive Rennen am Sonntag könnten die logische Folge gewesen sein.

Fotoquelle: xpb.cc

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