Mark Webber will sein Pech aus Bahrain und Australien endlich abstreifen

Formel 1 2010

— 31.03.2010

Red Bull in Sepang: Titelchancen noch intakt?

Nach zwei verlorenen Siegen zum Auftakt in das neue Formel-1-Jahr gibt es viel Kritik an Red Bull - Mark Webber bleibt vor Sepang locker

Niemand zweifelt zurzeit daran, dass Red Bull aktuell das schnellste Auto in der Formel 1 hat. Doch das Team konnte dieses Potenzial bislang nicht in entsprechende Ergebnisse ummünzen. Sebastian Vettel erlitt sowohl in Bahrain als auch in Melbourne technische Defekte. Statt der möglichen 50 Punkte hat der Heppenheimer nur zwölf Zähler auf dem Konto. Teamkollege Mark Webber hat sogar nur sechs Punkte.

"Keine Frage: Wir haben das tolle Potenzial unseres Pakets bisher nicht umsetzen können", sagt Webber vor dem dritten Grand Prix des Jahres. "Wir liegen sowohl in der Fahrerwertung als auch in der Konstrukteursmeisterschaft nicht einmal annähernd dort, wo wir eigentlich hin wollen. Wir müssen uns nun verbessern." Durchkommen heißt die Devise am kommenden Wochenende in Malaysia.

"Auf der Strecke brauchst du eine gute Aerodynamik. Wir sollten also eigentlich ganz gut aussehen können", so Webber vor dem Auftritt in Sepang optimistisch. "Es ist heiß dort. Meistens haben wir dort das heißeste Rennen des Jahres. Das ist für die Piloten ziemlich hart. Aber es ist nicht ein einziger Fahrer in der Formel 1, der das nicht durchhalten könnte. Die Technik leidet unter der Hitze natürlich auch."

Und genau diese schwierigen Bedingungen machen nicht nur Red Bull Sorgen. Viele Teams haben höchsten Respekt vor den extrem hohen Temperaturen. Diese können nicht nur Fahrern und Motoren zu schaffen machen, sondern auch den Reifen. "Wir waren überrascht, dass einige Leute in Australien Probleme mit den Reifen hatten", sagt Webber.

"Man muss das mal in den kommenden Rennen im Auge behalten. Wenn sich die Probleme mit den Reifen bestätigen sollten, dann kann es auch in Zukunft einige Überholmanöver geben. Sonst dürften allerdings die meisten Grands Prix bei trockenen Bedingungen zur langweiligen Prozession werden", so die Einschätzung des Australiers. Die Vorhersagen für das kommende Wochenende zeigen jedoch eine große Wahrscheinlichkeit für Regen am Rennsonntag.

"Ich kann sehr stur sein", meint Vettel, der eigentlich die ersten beiden Rennen des Jahres hätte gewinnen müssen. Wenn da nicht die technischen Gebrechen am Red Bull RB6 gewesen wären. In Bahrain war es eine Zündkerze, in Melbourne ein Radträger, der die Siegträume des jungen Deutschen zerplatzen ließ. "Ich kann auch mal auf den Tisch hauen", sagt Vettel, der die Ausfälle nur in der Öffentlichkeit scheinbar gelassen hinnimmt.

"Es muss Konsequenzen geben", fordert Niki Lauda lautstark in der 'Bild'. Das Team zahle für fragile Bauweise einen zu hohen Preis. "Zwei Rennen, zwei mögliche Siege wegen technischer Defekte verschenkt. Red Bull kann den Titel vergessen", sagt der Ex-Formel-1-Weltmeister. Kein Panik indes bei Red-Bull-Teamchef Christian Horner. "Lieber ein schnelles Auto zuverlässig machen, als ein zuverlässiges schnell", so der Brite in der 'Sun'. Horner weiter: "Die Saison ist noch lang. Es wird noch viel passieren."

Fotoquelle: Red Bull/Getty

Weitere Formel 1 Themen

News

Rosberg-Rücktritt & Co.: Der Freitag in der Chronologie

News

Formel-1-Titel, die nicht verteidigt wurden

News

Formel-1-Live-Ticker: Droht Hamilton eine Suspendierung?

News

Wonneproppen bis Weltmeister: Nico Rosberg

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.