Der Grand Prix von Malaysia ist seit 1999 Bestandteil des Rennkalenders

Formel 1 2010

— 31.03.2010

Das heißeste Rennen des Jahres

Vorschau auf den Grand Prix von Malaysia: Warum Sepang für die Fahrer extrem anstrengend ist und wo man abends am besten Party machen kann

"Selamat Datang" steht in großen Buchstaben am internationalen Flughafen von Kuala Lumpur, das bedeutet "Willkommen". Willkommen geheißen wird am kommenden Wochenende auch wieder der Formel-1-Tross, denn am 4. April geht es in die dritte Runde der diesjährigen Formel-1-Weltmeisterschaft. Die Teams sind wieder zu Gast in Südostasien.

Die Hitze und die extrem hohe Luftfeuchtigkeit von nicht selten bis zu 90 Prozent werden nicht nur den Menschen, sondern auch dem technischen Equipment zu schaffen machen. Die Herausforderung ist besonders groß, da die Motoren in Sepang bereits das dritte Rennwochenende absolvieren, während auch die Reifen im Qualifying und im Rennen die extremen Bedingungen durchstehen müssen. Vor allem die Tatsache, dass beide extrem unterschiedlichen Reifentypen im Rennen eingesetzt werden müssen, könnte für zusätzliche Spannung sorgen.

Beliebter Grand Prix

Die meisten Formel-1-Fahrer, Teammitglieder und Fans kommen trotz der enormen Hitze sehr gerne nach Malaysia, denn der Sepang-International-Circuit zählt zu den schönsten im gesamten Formel-1-Kalender. Der Kurs liegt etwa drei Kilometer östlich des Flughafens und ist am einfachsten und billigsten mit einem Taxi über die Autobahn zu erreichen.

Etwa 75 Kilometer von der Hauptstadt Kuala Lumpur entfernt ist Sepang von tropischen Wäldern umgeben, und die pagodenartigen Dächer der Tribünen verleihen der Anlage ein ganz besonderes Flair. Hat man dann auch noch das Glück, einen Platz hoch oben am Ende der Gegengerade zu ergattern, kann man beide Seiten des 5,543 Kilometer langen Kurses einsehen.

Das Projekt war von Anfang an ehrgeizig: Der Aachener Architekt Hermann Tilke entwarf die Strecke mit dem Vorteil, dass er das brachliegende Land frei nutzen konnte. Mit bis zu 16 Metern ist sie eine der breitesten Pisten im Kalender und besitzt quasi zwei Start- und Zielgeraden, die fast parallel verlaufen und die Zuschauerkapazität an der Strecke massiv erhöhen, wobei noch nie ein Rennen ausverkauft wurde, da die Ticketpreise nicht dem geringen Lohnniveau von Malaysia angepasst sind.

Kuala Lumpur, im Volksmund kurz "KL" genannt, ist auch ohne Grand Prix eine Reise wert. Die berühmteste Attraktion der Millionenstadt sind sicher die Petronas-Twin-Towers, die 451,9 Meter hoch in den Himmel ragen. Ein Gang über die Skybridge, die im 42. Stockwerk die beiden Türme verbindet, und der Ausblick von der 84. Etage sind atemberaubend. Kein Tourist sollte sich das entgehen lassen.

An hohen Gebäuden mangelt es Kuala Lumpur keineswegs. Auf dem Menara Kuala Lumpur vor den Petronas-Towers, dem Blickfang der Stadt, kann man in luftiger Höhe gemütlich speisen. Lohnenswert sind auch Besuche am Central-Market, in Little India, Chinatown, das Sultan-Abdul-Samat-Gebäude oder auch Masijd Jame, der ältesten und schönsten Moschee Kuala Lumpurs. Keinesfalls versäumen sollte man auch die Batu-Hindu-Höhlen und den Thean-Hou-Tempel. Auf der Jalan Ampang vermitteln einem die alten Gebäude den Eindruck, um 100 Jahre zurückversetzt zu sein.

Wenn die Nacht zum Tag wird

Wer nach all den Besichtigungstouren noch Kraft hat, sich ins Nachtleben zu stürzen, kann in Kuala Lumpur problemlos bis zum Morgengrauen feiern. Auf der Jalan Bukit Bitang reiht sich Diskothek an Pub und Nachtclub. Um sich für das Nachleben zu stärken, bietet die Stadt zahllose kulinarische Möglichkeiten. Die malaysische Küche ist durchaus auch etwas für Feinschmecker.

Wer es etwas ruhiger mag, ist in den zahlreichen Themenparks am richtigen Ort. An den riesigen Pools in der Sunway-Lagune oder am See im Mines-Beach-Resort kann man wunderbar entspannen und das tropische Klima sowie die Gastfreundlichkeit der Menschen genießen.

Fans, die Fahrer einmal aus der Nähe sehen wollen und sich nicht jeden Tag vor das Pan-Pacific-Hotel am Flughafen KLIA stellen wollen, sollten vor dem Rennen nach Langkawi, Penang oder ins thailändische Phuket fahren, wo die meisten Piloten einen kurzen Urlaub machen, um sich an das ungewohnte Klima zu gewöhnen.

Die 85 Millionen Euro teure Strecke selbst ist seit ihrem Debüt im Jahr 1999 bekannt für ihre abwechslungsreichen Rennen. Dafür sorgte nicht nur der Architekt Tilke, der eine extrem breite Strecke mit Überholmöglichkeiten schaffte, sondern auch das Wetter, das immer wieder für Durcheinander sorgt. Und wenn es regnet, dann regnet es kurz und heftig, wie man das in den Tropen eben gewöhnt ist. Auch wenn seit Ende März die Regenzeit schon vorbei ist, ist die Regenwahrscheinlichkeit im April immer noch sehr hoch.

Malaysia stellte neue Rekorde in vielerlei Hinsicht auf. Mit 75.000 überdachten Zuschauerplätzen bietet der Kurs von Sepang den Zuschauern so viel Luxus wie keine andere Formel-1-Rennstrecke. Dank Kunstrasen und hunderter Palmen kommt Urlaubsfeeling auf, wenn die Formel-1-Motoren schweigen und nicht gerade das Militär mit Düsenjägern Demonstrationsflüge unternimmt. 6.000 Mitarbeiter sorgen dafür, dass die Veranstaltung reibungslos verläuft und es keine Parkplatzprobleme gibt.

Gute Karten haben jene Piloten, die topfit sind. Rund vier Liter müssen die Fahrer schon Tage vorher tagtäglich trinken, um für die Schweißschlacht von Sepang gerüstet zu sein. Die Mechaniker gönnen sich immer wieder vor großen Ventilatoren eine Auszeit und selbst die VIP-Gäste verbringen lieber den Großteil ihrer Zeit in den vollklimatisierten Räumen anstatt sich der drückenden Schwüle auszusetzen.

Ungewöhnlich späte Startzeit

Zwar hat man den Rennstart in diesem Jahr auf 16 Uhr Ortszeit (10 Uhr MESZ) verschoben, doch weil aufgrund der Zeitverschiebung, der Reisestrapazen und des für Europäer ungewohnten feucht-warmen Klimas kaum Fans aus Europa nach Malaysia reisen, setzen die Organisatoren auf Besucher aus dem asiatischen Raum. Die Begeisterung für die Formel 1 in Malaysia ist zwar groß, die Malaysier können sich aber zumeist keine Eintrittskarte leisten. Das ist auch der Grund, warum die Tribünen oftmals ziemlich leer sind.

Dabei hat der 5,543 Kilometer lange Kurs, den die Piloten am Sonntag 56 Mal umrunden werden, jede Menge zu bieten, was zu einem interessanten Rennverlauf sorgt: Drei der insgesamt 15 Kurven sind sehr langsam, vier Kurven, die im dritten Gang durchfahren werden, vier Kurven, die im vierten Gang gefahren werden und zwei Kurven, welche sehr schnell im fünften Gang durchfahren werden. Außerdem weist der Kurs zwei lange parallele Geraden auf, die beide rund 800 Meter lang sind.

Wegen der engen Kurven und der langen Geraden ist es nicht leicht, für die Strecke das passende Setup zu finden. Die Herausforderung ist es, die Autos auf die unterschiedlichen Ansprüche abzustimmen, sprich genügend Geschwindigkeit auf den Geraden zu haben, gleichzeitig aber auch ausreichend Abtrieb für die Kurven zu besitzen.

Körperlich gehört der Kurs mit zu den anstrengendsten Rennstrecken. Daran ist nicht nur das für Europäer unglaublich ermüdende Klima schuld, sondern auch die Streckenführung. Zwei Kurven zerren mit der dreifachen Erdanziehungskraft an der Nackenmuskulatur der Fahrer, sieben weitere Kurven belasten die Fahrer immerhin mit zwei g oder darüber.

Der Asphalt ist eben, das Gripniveau hoch. Die Bremsen werden nicht überdurchschnittlich belastet. Der Vollgasanteil beträgt rund 65 Prozent, der Benzinverbrauch bewegt sich auf mittlerem Niveau. Wäre da nicht die enorme Hitze, so wäre das Rennen für die Autos nicht überdurchschnittlich anfordernd.

Mörderische Hitze verlangt alles ab

Rennen zu fahren, ist niemals einfach - in Malaysia aber vermutlich härter als irgendwo anders auf der Welt. In dem Tropenstaat knapp nördlich des Äquators ist es extrem heiß und feucht. Und gerne würzt auch noch ein nachmittäglicher Sturzregen das Renngeschehen. Das extreme Klima hat dem Malaysia-Grand-Prix den Ruf als härtestes Rennen des Jahres eingetragen. Die Fahrer verlieren bei Cockpit-Temperaturen von über 40 Grad im Rennen rund drei Kilogramm Gewicht. Und auch die Boxenmannschaft in ihren feuerfesten Anzügen, Sicherheitsschuhen und Helmen kommt heftig ins Schwitzen.

"Unsere größte Sorge in Malaysia ist die Überhitzung des Organismus", erklärt Renault-Teamarzt Riccardo Ceccarelli. "Dehydrierung kommt seltener vor, denn bei dieser Luftfeuchte verdunstet der Schweiß nicht, sondern bleibt auf der Haut. Deswegen fühlt man sich auch ständig so klebrig und verschwitzt. Aber genau wegen dieses Effektes fehlt die kühlende Wirkung des Schweißes. Deshalb steigt die Körpertemperatur, schlimmstenfalls bis zur Überhitzung. Auf jeden Fall lässt bei höherer Körpertemperatur die Konzentration nach."

Um diese Effekte zu vermeiden, experimentieren die Teams laufend mit neuen Möglichkeiten, ihren Piloten Kühlung zu verschaffen. Ein altes Hausrezept der Szene ist es, die Helme, Schuhe und Handschuhe der Fahrer mit Trockeneis zu füllen - eine rustikale und ziemlich kurzlebige Lösung, aber im Kampf gegen die Hitze zählt jedes Grad. Wichtig ist eine gute Belüftung der Helme, denn der kühle Kopf ist nicht nur sprichwörtlich eine Voraussetzung für gute Leistungen. Wenn die Zeit reicht, empfiehlt Ceccarelli sogar eine kurze kalte Dusche, sobald das Auto in der Startaufstellung abgestellt wurde.

Auch für die Akklimatisierung gleich nach der Ankunft in Malaysia hält der Arzt wichtige Ratschläge bereit: "Die Fahrer sollten umgehend mit dem körperlichen Training beginnen, um ihren Organismus an die neue Umgebung anzupassen", empfiehlt er. "Außerdem müssen sie ihre Ernährung umstellen und nur leichte Mahlzeiten aus Obst und Gemüse zu sich nehmen. Schwere Kost erfordert mehr Verdauungsarbeit vom Körper und das erhöht die Körpertemperatur."

Noch bedeutender im Ernährungsplan sind die Getränke - und zwar reichlich davon. Robert Kubica bevorzugt zum Beispiel einen Cocktail aus speziellen Mineralsalzen, Kalium, Magnesium und Kohlehydraten. Auch die Drinks in den Cockpitflaschen spielen eine wichtige Rolle, um die Fahrer während des Rennens in Form zu halten. Vitaly Petrovs Bordverpflegung besteht aus einer süßen Mixtur, ähnlich einem Zitronen-Eistee. Denn noch eines müssen die Drinks können: annehmbar schmecken, egal, wie heiß es im Cockpit der Boliden wird.

Einiges schlucken müssen auch die Mitarbeiter der Teams. In Malaysia werden an vier Tagen pro Team rund 4.000 Flaschen Wasser vertilgt - fast das Doppelte eines normalen Rennwochenendes. Darüber hinaus erhalten alle Teammitglieder 1.000 Energydrinks und 1.000 Dosen Softdrinks.

Das sagt Robert Kubica über die Strecke:

"Sepang ist ein Mix der unterschiedlichsten Kurventypen - von sehr langsam bis ultraschnell. Die Strecke bietet von allem etwas und stellt entsprechend vielfältige Anforderungen an die Fahrzeuge.
Die Passage nach Start und ziel ist sehr langsam. Die Kurven eins und zwei sehen auf dem Papier sehr einfach aus, haben es aber in sich. Der Asphalt am Ausgang von Turn drei ist wellig, sodass man die Kraft kaum auf den Boden bringt. Gerade in dieser Kurvenkombination zahlt es sich aus, dass die Strecke so breit ist, denn hier kannst du verschiedene Linien fahren, um dir im Zweikampf einen Vorteil zu verschaffen."

"Mir gefällt die mittlere Sektion am besten. In den Hochgeschwindigkeitskurven wie den Turns fünf und sechs spürst du die massiven Fliehkräfte. Dann lenkst du ein für die Turns sieben und acht, die sich wie eine Kurve mit doppeltem Scheitelpunkt fahren. In der Mitte lauert eine kleine Bodenwelle, die das Auto aus dem Gleichgewicht bringen kann."

"Die Runde endet mit einer langen Geraden, an deren Ende wir heftig in die Eisen steigen. Die Spitzkehre bietet vermutlich die beste Überholmöglichkeit, weil auch hier verschiedene Linien funktionieren. Dasselbe gilt für Turn 14 am Eingang zur letzten Geraden. Hier hängt die Linienwahl von der Situation, deinem Fahrstil und dem Verhalten deines Autos ab. Bei einigen Autos bietet es sich an, mehr Schwung mit in die Kurve zu nehmen - die sind dann aber wieder langsamer am Kurvenausgang."

"Auf dem Sepang-International-Circuit findet man schnell einen guten Rhythmus, denn die Strecke ist so breit, dass sie dir genug Selbstvertrauen vermittelt, um gleich ans Limit zu gehen. In den vergangenen Jahren stellten die Highspeed-Kurven keine besondere Herausforderung dar, aber das könnte in diesem Jahr mit den vollbetankten, schweren Autos anders aussehen. Ob wir beispielsweise in Turn fünf das Gas stehen lassen können, muss sich erst noch zeigen."

"Wegen des tropischen Klimas ist das Rennwochenende in Malaysia körperlich immer besonders anstrengend für das ganze Team. Als ich zum ersten Mal dort war, konnte ich die Luftfeuchtigkeit kaum fassen. Ich kam aus dem Flughafengebäude und dachte, ich betrete eine Sauna. In den Boxen spürst du die Hitze in jeder Faser, denn die ganze Hitze, die das Auto abstrahlt, schlägt sich durch die feuchte Luft voll auf deinem Körper nieder. In den Tropen besteht außerdem immer das Risiko eines heftigen Gewitters. Da der Grand Prix am späteren Nachmittag startet, könnte uns erneut ein Regenrennen bevorstehen."

Zeitraffer:

2009:
Jenson Button feiert im zweiten Saisonrennen den zweiten Sieg für Brawn, bekommt dafür aber nicht zehn, sondern nur fünf Punkte. Denn der Grand Prix von Malaysia, der erstmals erst um 17:00 Uhr Ortszeit gestartet wurde, muss nach 32 Runden abgebrochen werden. Gewertet wird aber der Stand nach 31 Runden, weshalb Nick Heidfeld (BMW Sauber F1 Team) und nicht Timo Glock (Toyota) auf Platz zwei landet. Bestimmt wird der Ausgang vom schlechten Wetter, sodass am Ende viele Favoriten weiter hinten landen als erhofft. Auch der anfangs sensationell führende Williams-Pilot Nico Rosberg muss sich mit Rang acht begnügen.

2008:
Nach einer Pleite zum Saisonauftakt in Melbourne kann Ferrari beim Grand Prix in Malaysia zurückschlagen. Kimi Räikkönen sichert sich einen souveränen Erfolg während sein Teamkollege Felipe Massa weiter vom Pech verfolgt wird. Der Brasilianer scheidet zur Halbzeit nach einem Dreher aus. Weil McLaren-Mercedes beim Boxenstopp von Lewis Hamilton patzt, der Brite viel Zeit verliert und letztlich Fünfter wird, ist die Bahn frei für zwei aufstrebende Youngster. Robert Kubica (BMW Sauber F1 Team) und Heikki Kovalainen (McLaren-Mercedes) sichern sich die weiteren Podestplätze. Nick Heidfeld (BMW Sauber F1 Team) bietet den Zuschauern eine schöne Show. Zuerst stürmt der Mönchengladbacher beim Start nach vorn, fällt dann wieder zurück, um schließlich als Sechster ins Ziel zu kommen. Sebastian Vettel (Toro Rosso) und Adrian Sutil (Force India) stellen ihre Autos mit Hydraulikproblemen ab. Nico Rosberg (Williams) und Timo Glock (Toyota) krachen früh im Rennen zusammen.

2007:
Ferrari ist an diesem Wochenende eigentlich das dominierende Team, aber dennoch endet der Grand Prix von Malaysia mit einem Doppelsieg für McLaren-Mercedes: Von den Startpositionen zwei und vier schieben sich Fernando Alonso und Lewis Hamilton in der ersten Kurve ganz nach vorne. Hamilton liefert sich einen sehenswerten Zweikampf mit Felipe Massa (Ferrari), im Zuge dessen sich Massa in die Botanik dreht und zurückfällt, während sich vorne Alonso immer weiter absetzen kann. Die Silberpfeile fahren ihren Doppelsieg sicher nach Hause, gefolgt von Kimi Räikkönen (Ferrari), Nick Heidfeld (BMW Sauber F1 Team) und Massa. Alexander Wurz (Williams) zeigt im Rennen die meisten Überholmanöver, wird aber trotzdem nur Neunter.

2006:
Polesetter Giancarlo Fisichella kann Renault-Pilot und Teamkollege Fernando Alonso die Schau stehlen und sichert sich vor dem Spanier den Sieg. Für Kimi Räikkönen (McLaren-Mercedes) ist das Rennen nach einer Kollision mit Christian Klien (Red Bull Racing) vorläufig gelaufen, Nico Rosberg (Williams) strandet nach einem Motorschaden ebenso wie Nick Heidfeld im BMW Sauber F1.06. Jenson Button im Honda sichert sich den dritten Rang vor Juan Pablo Montoya im zweiten McLaren-Mercedes. Ferrari ist klar unterlegen und kommt mit Felipe Massa und Michael Schumacher auf den Plätzen fünf und sechs ins Ziel. Ralf Schumacher holt als Achter im Toyota einen Punkt.

2005:
In Malaysia beginnt Renault-Pilot Fernando Alonso seine Siegesserie. Ungefährdet fährt der Spanier dem Erfolg entgegen, im Hinterfeld aber gibt es einige Scharmützel. So geraten Giancarlo Fisichella (Renault) und Mark Webber (Williams) aneinander. Schwach hingegen die Vorstellung von Ferrari: Michael Schumacher rettet als Siebenter zwei Punkte, kommt aber nie richtig in Fahrt. Die Bridgestone-Reifen haben einen Verschleiß, der keine besseren Leistungen ermöglicht. Die Überraschung des Rennens ist Jarno Trulli, der Toyota den ersten Podestplatz in der Formel 1 beschert. Auch Nick Heidfeld (Williams) kann mit Rang drei überzeugen.

2004:
In Malaysia deutet Michael Schumacher endgültig an, dass Ferrari 2004 überlegen ist. Der Weltmeister sichert sich Pole-Position, kommt am Start auch am besten Weg. Der sensationelle Trainingszweite Mark Webber im Jaguar bleibt dagegen fast stehen. Juan Pablo Montoya im Williams etabliert sich schnell als zweite Kraft, zu einem Kampf an der Spitze kommt es aber nicht. Dahinter jedoch entbrennt ein Kampf um den verbleibenden Podestplatz. Letztlich kann Jenson Button im BAR seine erste Zielankunft unter den ersten Drei feiern. Vierter wird Rubens Barrichello vor Jarno Trulli (Renault), David Coulthard (McLaren-Mercedes), Fernando Alonso und Felipe Massa, der den ersten Saisonpunkt für Sauber einfährt. Nick Heidfeld fällt im Jordan mit Getriebeproblemen aus.

2003:
Fernando Alonso im Renault startet als jüngster Rennfahrer von seiner ersten Pole-Position aus. Michael Schumacher muss sich nach einer Kollision mit Jarno Trulli im zweiten Renault einen neuen Frontflügel abholen und zudem eine Zeitstrafe absitzen. Antonio Pizzonia im Jaguar ruiniert Juan Pablo Montoya das Rennen, als er dem Williams-Piloten ins Heck kracht. Das Rennen gewinnt Kimi Räikkönen im McLaren-Mercedes dank guter Boxenstoppstrategie und fehlerfreie Fahrt von Rubens Barrichello im Ferrari und dem fiebrigen Fernando Alonso. Ralf Schumacher wird Vierter, sein Bruder nach Aufholjagd noch Sechster.

2002:
Der Grand Prix beginnt mit einer Karambolage zwischen Juan Pablo Montoya und Michael Schumacher am Start, die beide weit zurückwirft. Bei brütender Hitze nützt Ralf Schumacher die Gelegenheit, setzt sich vom Feld ab und gewinnt dank fantastischer Performance von Michelin ungefährdet. Hinter ihm setzten Montoya und Schumacher zu einer furiosen Aufholjagd an, die dem Duo noch die Plätze zwei und drei einbringt.

2001:
Im Regenchaos geht Ferrari zuerst wie viele andere unter. Michael Schumacher und Rubens Barrichello fliegen parallel von der Rennstrecke, dann muss Schumacher an der Box hinter seinem Kollegen warten, bis dieser abgefertigt ist, um auch selbst Regenreifen aufziehen zu können. Doch die roten Boliden bahnen sich ihren Weg nach vorne wie ein heißes Messer durch die Butter. Am Ende holt Michael Schumacher seinen sechsten Sieg in Folge vor Teamkollege Barrichello. Acht der 22 Fahrzeuge sehen das Ziel nicht.

2000:
Mit roten Perücken feiert das Ferrari-Team mit Michael Schumachers Sieg den Gewinn des Konstrukteurstitels. Jaguar-Pilot Johnny Herbert verabschiedet sich mit einem Bruch der Hinterradaufhängung aus der Formel 1 und verletzt sich am Knie.

1999:
Michael Schumacher feiert nach sechs Rennen Pause nach seinem Silverstone-Crash ein bemerkenswertes Comeback und lässt die Konkurrenz im Qualifying wie im Rennen alt aussehen. Den Sieg schenkt Schumacher aber seinem Teamkollegen Eddie Irvine, der zu dieser Zeit noch um den Titel fährt. Beide Autos werden jedoch wegen eines angeblich illegalen Windabweisers aus der Wertung genommen. Damit ist Mika Häkkinen Weltmeister - bis Ferrari die Punkte am grünen Tisch wieder zurückerhält und die Entscheidung erst in Japan fallen wird.

Fotoquelle: xpb.cc

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