Auch am Toro Rosso sind die rückspiegel am Cockpitrand befestigt

Formel 1 2010

— 01.04.2010

Rückspiegel ab China wieder am Cockpit

Die Formel-1-Teams müssen in den kommenden zwei Wochen umrüsten: Rückspiegel bekommen wieder ihre eigentliche Funktion

Sehen und gesehen werden. Darum geht es nicht nur beim Promiauflauf im Formel-1-Fahrerlager, sondern auch auf der Strecke. Immer wieder gab es zuletzt hitzige Diskussionen um angebliche Blockadeaktionen im Qualifying. Michael Schumacher hatte sich im Zuge dessen sogar Ferrari-Star Fernando Alonso nach der Zeitenjagd in Melbourne zur Brust genommen. Der Spanier hatte den Mercedes-Piloten nach eigenen Angaben schlicht zu spät gesehen.

Die Situation zwischen Alonso und Schumacher war bezeichnend für ein akutes Problem. Die Rückspiegel der Formel-1-Fahrzeuge sind in den vergangenen Monaten immer mehr zu einem aerodynamischen Bauteil verkommen, der eigentliche Zweck der Spiegel rückte in den Hintergrund. "Alle haben Probleme mit der Sicht in den Spiegeln", hatte Pedro de la Rosa bereits in Melbourne angemerkt. Die Piloten setzten sich daraufhin mit der FIA zusammen.

Der Automobil-Weltverband machte schnell Nägel mit Köpfen. Nach Angaben von 'Autosport' müssen die Rückspiegel schon ab dem Grand Prix in China in rund zwei Wochen wieder am Cockpitrand befestigt sein. "Die Spiegel auf den Seitenkästen zeigen kaum etwas, außerdem vibrieren sie stark. Wenn du keine Informationen über Funk bekommst, dann hast du ein Problem", so de la Rosa. Aus Sicht des Spaniers sei die bisherige Lösung nicht eben förderlich für die Sicherheit auf den Strecken.

Doch der nun fällige Umbau an den Fahrzeugen kommt nicht überall gut an. Bei Ferrari fürchtet man um wichtigen Abtrieb, außerdem wird an einigen Boliden durch die Rückspiegel-Stütze Luft gezielt zu den Kühlern geleitet. Nicht betroffen sind zum Beispiel Mercedes und McLaren, deren Rückspiegel schon jetzt am Cockpitrand befestigt sind. "Ich hoffe, dass wir keine Einbußen haben werden", sagt Felipe Massa, der behauptet, mit der Sicht nach hinten "kein Problem" zu haben.

Auch bei Red Bull macht man sich offenbar Sorgen. Die Spiegel und vor allem deren Stützen spielen im aerodynamischen Gesamtpaket des RB6 wohl eine erhebliche Rolle. "Wir machen uns Sorgen darüber, dass wir ab dem nächsten Rennen die Rückspiegel nach innen versetzen müssen. Dadurch verliert unser Auto erheblich an Performance", erklärt Sebastian Vettel ganz offen. Die These von de la Rosa ("Spiegel dienen nur noch der Aerodynamik") wird somit belegt.

Fotoquelle: xpb.cc

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