Lewis Hamilton markierte im ersten Freien Training in Sepang die Bestzeit

Formel 1 2010

— 02.04.2010

Auftakt in Sepang: Vier Silberpfeile voran!

McLaren und Mercedes dominierten den Kampf um die "Goldene Ananas" am Freitagmorgen - Red Bull wieder mit minimalen Problemen

Bei trockenen Bedingungen dominierten die britischen und deutschen Silberpfeile heute Morgen das erste Freie Training zum Grand Prix von Malaysia in Sepang: Lewis Hamilton und Jenson Button (McLaren) belegten die Plätze eins und drei, Nico Rosberg und Michael Schumacher wurden Zweiter beziehungsweise Vierter.

Hamilton und Button setzten sich früh an die Spitze des Klassements und es sah schon nach einer Doppelbestzeit für McLaren aus, als sich Rosberg mit seiner letzten schnellen Runde noch zwischen die beiden schob. Interessant: Die Topspeedwertung wurde von fünf Mercedes-Piloten angeführt, wobei McLaren dank F-Schacht-System auf den zwei langen Geraden wieder um sechs km/h schneller war als der Rest der Welt - ein unschätzbarer Vorteil.

Kein optimaler Start für Red Bull

Bester Verfolger des Silberpfeil-Quartetts war zunächst Robert Kubica (+0,481), dessen Renault-Team am Freitagmorgen oftmals etwas leichter unterwegs ist als die Konkurrenz, wie man schon in Bahrain und Australien gesehen hat. Sechster wurde Mark Webber (Red Bull), der eine der spektakulärsten Szenen der ersten 90 Minuten dieses Wochenendes lieferte, als er einen Drift in einer Linkskurve gekonnt abfing.

"Der Red Bull", findet 'Motorsport-Total.com'-Experte Marc Surer, "müsste für diese Strecke maßgeschneidert sein, auch wenn die zwei langen Geraden dem starken Mercedes-Motor entgegenkommen. Aber in den Kurven gewinnst du definitiv mehr Zeit als auf den Geraden." Sebastian Vettel kam jedoch über Rang neun nicht hinaus und büßte auf die Spitze 1,122 Sekunden ein. Sorgen macht man sich bei Red Bull deswegen nicht.

Auch in Sachen Zuverlässigkeit ist laut Teamchef Christian Horner "alles in Ordnung", obwohl die Temperaturen bei Webbers Installationsrunde besorgniserregend in die Höhe gingen und Vettel später am Funk ein Problem mit der Gasannahme meldete. Dass das nichts bedeuten muss, unterstrich der Pechvogel der ersten beiden Saisonrennen aber in den letzten Minuten, als er eine absolute Bestzeit im Mittelsektor aus dem Ärmel schüttelte.

Ferrari mit Balanceproblemen

Bester Ferrari-Pilot war Fernando Alonso (+1,038) auf Rang acht, aber die Italiener testen am Freitag bekanntlich meistens mit viel Benzin für das Rennen. Felipe Massa klagte über eine schlechte Vorderachse und wurde auch gleich dreimal neben der Strecke gesehen - Platz elf. Weitere Ausritte leisteten sich Pedro de la Rosa (Sauber/16./+1,978) und Lokalmatador Fairuz Fauzy (Lotus/22./+5,800), der um mehr als eine Sekunde langsamer war als Stammpilot Jarno Trulli.

Die Zeiten des Mittelfeldes am Freitagmorgen zu bewerten, ist eigentlich müßig, zumal sich ein paar Kilogramm mehr oder weniger Benzin in den schnellen Kurven des Sepang-International-Circuit noch stärker auswirken als auf den meisten anderen Strecken. Tadellos allerdings die Toro-Rosso-Performance: Der Schweizer Sébastien Buemi wurde guter Zehnter, Jaime Alguersuari trotz eines Elektrikdefekts immerhin noch 13.

Abgeschlagen am Ende des Feldes der etablierten Teams landete dafür Williams mit Nico Hülkenberg und Rubens Barrichello, wobei der junge Deutsche diesmal um eine halbe Sekunde schneller unterwegs war als der brasilianische Routinier. Ebenfalls interessant: Hamiltons Zeit von 1:34.921 Minuten war deutlich schneller als die Freitagszeit von 2009 (1:35.707 Minuten), die von Kimi Räikkönen im Ferrari aufgestellt wurde.

Fotoquelle: xpb.cc

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