Jenson Button war zwar in den Zeitenlisten vorne, aber nicht zufrieden

Formel 1 2010

— 02.04.2010

McLaren nach zwei Bestzeiten "nicht schlecht"

Lewis Hamilton und Jenson Button machen in den Freien Trainings in Sepang unterschiedliche Erfahrungen: McLaren ist vorne dabei

Eigentlich müsste man nach zwei Hamilton-Bestzeiten und guten Platzierungen von Jenson Button strahlende Gesichter bei McLaren erwarten dürfen - doch dem ist nicht so. Zwar hat man bei den Briten Fortschritte ausgemacht, aber zufrieden scheint niemand so recht zu sein. "Es war nicht schlecht", so die zurückhaltende Analyse von Hamilton. "Das Gefühl mit dem Auto war gut, besser als jemals zuvor auf dieser Strecke", fügt er jedoch lächelnd hinzu.

"Immer, wenn ich auf die Strecke zurückkomme, finde ich sie um Lichtjahre besser als in den Jahren zuvor", drückt Hamilton seine erneuerte Sepang-Liebe aus. "Unser Programm am Freitag war gut. Wir versuchen, die Reifen zu verstehen. Generell habe ich ein gutes Gefühl. Wir müssen noch ein paar Anpassungen vornehmen, aber keine großen Sachen. Es sieht so aus, als wären wir konkurrenzfähig, aber wir wissen nicht, was die anderen mit Benzin machen."

Er fühle sich zwar im Auto gut, sei aber nicht sicher, ob es für die Spitze im Qualifying reichen kann, so Hamilton weiter: "Unser Speed in den Qualifikationen war zuletzt nicht besonders gut. Hoffentlich wird es morgen besser sein. Wir müssen auch einen Blick auf das Wetter haben. Ich weiß nicht genau, ob wir Red Bull und Ferrari nun näher sind, aber wir haben auf jeden Fall einen Schritt gemacht. Das ist für jedes Rennwochenende unser Ziel."

Jenson Button war trotz der Plätze drei und vier am Freitag alles andere als glücklich. Per Boxenfunk hatte er sich bereits während der Fahrt über das zickige Verhalten seines MP4-25 beklagt. "Ich komme mit dem Wagen hier bislang nicht gut zurecht", gibt der Australien-Sieger offen zu. "Ich hatte Probleme mit der Balance und konnte bisher keine gute Einstellung für das Auto finden." Laut Button gibt es erhebliches Untersteuern am Kurveneingang und ein unruhiges Heck am Ausgang.

"Das Heck rutscht viel herum", so der amtierende Weltmeister. "Damit komme ich zurzeit nicht gut klar. Ich muss also in diesem Bereich arbeiten. Zum Ende der Session fühlte es sich vielleicht schon ein bisschen besser an, aber bis ich mich wohlfühle, ist es wirklich noch ein langer Weg. Es wird für uns also ein langer Abend", sagt Buttn, der sich sofort gemeinsam mit seinen Technikern an die Analyse der Daten setzte.

Fotoquelle: xpb.cc

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