Nico Rosberg hofft, dass sein Team bald auch das F-Schacht-System hat

Formel 1 2010

— 02.04.2010

Rosberg zum Rapport: "Über Nacht etwas finden"

Der Mercedes-Pilot musste nach dem Training am Freitag bei der Rennleitung vorsprechen und analysiert im Mediengespräch den Auftakt in Malaysia

Für Nico Rosberg begann das Rennwochenende in Malaysia viel versprechend. Der Deutsche beendete die Trainingseinheit am Nachmittag mit 0,268 Sekunden Rückstand auf der dritten Position: "Heute haben wir insgesamt wieder viele Fortschritte gemacht. Wir haben am Setup und den Reifen gearbeitet."

"Uns fehlt leider Zeit auf Red Bull, das wurde heute wieder deutlich", so der Rennfahrer aus Wiesbaden weiter. "Aber wir müssen das Beste daraus machen. Es scheint, als würden wir hier auch hinter McLaren zurückliegen, das ist also nicht besonders ermutigend. Das sah auf anderen Strecken im Qualifying eigentlich für uns besser aus. Da müssen wir heute Nacht noch etwas finden."

Der McLaren-Mercedes sei aufgrund seines F-Schacht-Systems sowohl am schwierigsten zu überholen als auch am schwierigsten hinter sich zu halten: "Sie haben da natürlich ihr System, wo sie auf den Geraden ihren Heckflügel lahmlegen, und dann geht es ab. Wir müssen schauen, dass wir das so schnell wie möglich auch an das Auto bekommen."

"Sie können dem Auto vor sich sehr nahe folgen und verfügen darüber hinaus noch über eine sehr gute Höchstgeschwindigkeit. Das ist eines der schwierigsten Autos, wenn es darum geht, es hinter sich zu halten. Aber ich mache mir nicht allzu große Sorgen. Ich denke, dass wir dennoch ein gutes Wochenende haben können."

Auch wenn der McLaren-Mercedes auf der Gerade das schnellste Auto ist, ist er es trotz zweimaliger Bestzeit von Lewis Hamilton laut Rosberg auf eine Runde gesehen an diesem Wochenende nicht: "McLaren ist nicht das schnellste Auto, ich denke, das wird weiterhin der Red Bull sein. Ich bin mir nicht sicher, aber man muss davon ausgehen, dass Red Bull weiterhin vorne ist."

Zwischen den beiden Trainingseinheiten schüttete es, und auch für den Rest des Wochenendes ist immer wieder Regen vorhergesagt: "Trockene Bedingungen wären auch in Ordnung. Ich bin mir sicher, dass wir auch im Trockenen ordentlich Punkte holen können. Aber im Regen wird es natürlich eine große Lotterie geben. Das würde ein interessantes Rennen voller Chaos geben."

Obwohl es bei den Testfahrten im Winter immer wieder geregnet hat, wagt der 24-Jährige keine Prognose abzugeben: "Ich bin mir nicht sicher, wie schnell wir im Nassen tatsächlich sind. In Melbourne waren wir auf den Intermediates in Bezug auf die Geschwindigkeit ganz gut unterwegs. Es ist jedoch schwierig zu sagen, wie gut das Auto auf Regenreifen ist."

Statt Regen beschäftigt die Fahrer im Moment eher die Hitze, Freitag war es deutlich über 30 Grad heiß: "Man muss natürlich sehr viel trinken. Ich habe heute Morgen auch nochmal mit der Sportklinik Bad Nauheim gesprochen, was ich noch unternehmen kann. Es ist natürlich im Auto schon sehr heiß, dagegen kann man das eine oder andere unternehmen, um sich zu helfen. Eine Kühlweste hilft vor dem Start, aber natürlich gibt es noch viel wichtigere Dinge, zum Beispiel im Hinblick auf die Ernährung."

In der Hitze haben besonders die so genannten "option tyres" gut funktioniert: "Die weichen Reifen haben mich positiv überrascht. Normalerweise überhitzen sie, aber diesbezüglich gibt es keine Anzeichen. Auch auf Longruns funktionieren sie problemlos. Der harte Reifen scheint allerdings etwas zu hart zu sein."

Nach dem Training musste der Mercedes-Pilot bei der Rennleitung vorsprechen: "Ich war bei der Rennleitung, bin aber zuversichtlich, dass es da keine Probleme gibt. Ich hatte in der Gelbphase meinen besten Sektor, dies lag aber nur daran, weil wir neue Reifen drauf hatten. Ich habe extrem gelupft und habe geschaut, dass ich während der Gelbphase kein Risiko eingehe. Das haben wir ihnen auch gezeigt, das sollte also kein Problem sein."

Die Rennleitung pflichtete Rosberg anschließend bei. Um 17:03 Uhr Ortszeit erklärten die Rennleiter Garry Connelly, Radovan Novak, Johnny Herbert und Abdul Malik, dass der Fahrer bei dem Vorfall in der neunten Kurve "angemessen reagiert und nicht gegen das Reglement verstoßen hat".

Fotoquelle: xpb.cc

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