Michael Schumacher musste seinen ersten Ausfall der Saison verzeichnen

Formel 1 2010

— 04.04.2010

Schumacher: "Radmutter hat sich verselbständigt"

Michael Schumacher über seinen Ausfall in Sepang: Plötzlich fehlte die Radmutter - Bis dahin ist das Hitzerennen "gar nicht verkehrt gelaufen"

Im dritten Rennen seiner Comeback-Saison musste Michael Schumacher den ersten Ausfall des Jahres verzeichnen. Beim Malaysia-Grand-Prix in Sepang wurde er in der zehnten Runde plötzlich langsamer und rollte schließlich nach rechts von der Strecke. Für den Mercedes-Star war das Hitzerennen auf Position sechs liegend beendet.

"In Kurve sechs wurde das Auto plötzlich instabil und ließ sich kaum noch lenken", berichtet der Rekordweltmeister. "Nachdem ich dann ausgerollt bin, habe ich mir das Auto natürlich angeschaut und habe festgestellt, dass ich auf den letzten paar Metern ohne Radmutter unterwegs war. Die Radmutter hat sich irgendwie verselbständigt und ich hatte dann keinen Drive mehr. Ich dachte, dass vielleicht die Aufhängung kaputt war, aber das war es dann doch nicht."

Wie das passieren konnte, kann sich Schumacher auch noch nicht erklären: "Ich weiß es ich nicht, das ist sehr ungewöhnlich. Wir haben ja auch jede Menge Testkilometer gemacht und hatten dabei keine Probleme damit." Er weiß auch, dass nun sicher gleich Zusammenhänge mit Sebastian Vettels Ausfall in Melbourne hergestellt werden, "aber ich weiß nicht, ob es da Zusammenhänge gibt, das würde mich jetzt wundern. Aber wir werden es mit Sicherheit irgendwann rausfinden."

Schumacher bedauerte, dass der Heim-Grand-Prix von Mercedes-Sponsor Petronas für ihn schon nach zehn Runden beendet war: "Wir hätten sicherlich gern mehr gezeigt. Ich glaube, es wäre für uns gar nicht so verkehrt gelaufen. Ich habe zu Adrian immer schönen Abstand gelassen, um meine Reifen zu schonen. Damit ich dann, wenn die Boxenstopps beginnen, gute Reifen habe. Aber so weit durfte ich leider nicht fahren."

Und generell nimmt er den Ausfall relativ gelassen hin: "Auch diese Dinge gehören zum Motorsport dazu. Die habe ich früher schon mitbekommen und man kann sich darüber ärgern oder man kann gelassen reagieren, sagen 'Okay, part of the game' und nach vorn schauen. Und das mache ich im Moment."

Nach vorn schauen - das bedeutet auf den Großen Preis von China in zwei Wochen. Sein Ziel für Schanghai ist, "ein bisschen besser dazustehen, keine Frage."

Drei Rennwochenenden hat er als Formel-1-Rückkehrer nun hinter sich. "Um ehrlich zu sein, bin ich eigentlich voll im Fahrplan - was mich betrifft", bilanziert Schumacher. "Das Auto ist nicht ganz so im Fahrplan, das war natürlich anders gewünscht. Das ist offensichtlich und das wissen wir. Aber es ist auch nicht so weit weg und wenn man jetzt sieht, Nico Rosberg ist ziemlich nah an Mark Webber und Sebastian Vettel dran. Das Tempo können wir halbwegs mitgehen. Nicht ganz, das ist schon klar, aber halbwegs. Und es kommen ja doch noch einige gute Sachen für uns."

Fotoquelle: xpb.cc

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