Der Trend zeigt nach unten: Fernando Alonso ging heute erstmals leer aus

Formel 1 2010

— 04.04.2010

Alonso sieht sich weiterhin auf WM-Kurs

Trotz der erdrückenden Red-Bull-Dominanz in Malaysia macht sich Fernando Alonso für den WM-Kampf noch keinerlei Sorgen

Trotz des heutigen Ausfalls beim Grand Prix von Malaysia schiebt Fernando Alonso keine Panik. Zwar ist bei Ferrari die Euphorie nach dem umjubelten Auftaktsieg in Bahrain verflogen, aber immerhin führt Felipe Massa noch die Fahrer-WM an. Alonso ist nun punktgleich mit Sepang-Sieger Sebastian Vettel Zweiter.

Sorgen macht er sich trotz der beeindruckenden Red-Bull-Pace, die Vettel ebenso gut drei Siege bescheren hätte können, nicht: "Sie hatten drei Pole-Positions, aber ob sie auch alle drei Rennen gewonnen hätten, weiß ich nicht", sagt Alonso. "In Bahrain waren wir sehr schnell und in Australien waren wir vielleicht auch schneller als sie. Das Rennen hier war ungewöhnlich, weil wir es ihnen mit unserem Fehler im Qualifying leicht gemacht haben."

Keine Angst vor Red Bull

"Ich glaube nicht, dass wir uns Sorgen machen müssen. Es ist eine lange Weltmeisterschaft und wir sind dazu in der Lage, das Auto stark zu verbessern. Wir wissen genau, welche Bereiche wir weiterentwickeln müssen, daher bin ich zuversichtlich, dass wir in den nächsten Rennen das beste Auto haben werden", kündigt der Spanier an. Das erste größere Update wird für sein Heimspiel am 9. Mai in Barcelona kommen; davor steht noch Schanghai (18. April) auf dem Programm.

Durch das neue Punktesystem, das noch mehr Fokus auf Konstanz legt als bisher, ist es für den WM-Kampf wichtig, möglichst immer in die Top 10 zu fahren. Das gelang Alonso heute nicht, denn nach seinem Ausfall wurde er mit zwei Runden Rückstand nur als 13. gewertet. "Wie immer musst du konstant sein, um Weltmeister zu werden, aber auch schnell", erklärt der Ferrari-Pilot in Anspielung auf Spitzenreiter Massa, der die Fahrer-WM anführt, ohne einen Grand Prix gewonnen zu haben.

"Das war erst das dritte Rennen - da ist es normal, dass die Führung noch öfter wechselt. Es dauert immer ein bisschen, bis sich die Weltmeisterschaft sortiert", so Alonso. "Ideal wäre, immer zu punkten, aber besonders mit dem neuen Punktesystem musst du schon auch Rennen gewinnen. 25 Punkte sind eine fette Belohnung! Im Moment ist alles offen, viele Fahrer haben mehr als 30 Punkte. Aber wenn es gegen Ende geht, bin ich mir sicher, dass maximal drei Fahrer um den Titel kämpfen werden."

Keine Sorgen um die Ferrari-Technik

Heute gingen ihm mindestens zwei, wahrscheinlich sogar drei Punkte durch die Lappen. Das hätte gereicht, um vor Massa zu bleiben. Doch schon vor dem Motorschaden harkte es mit der Ferrari-Technik: "Ich hatte vom Start weg ein Problem mit dem Getriebe, daher war es sehr schwierig, das Auto zu fahren. Es war das schwierigste Rennen meines Lebens - und wahrscheinlich auch mein bestes, bis ich das Problem hatte", berichtet der 28-Jährige.

Der Ausfallgrund war dann aber der Motor, der sein Leben aushauchte, als er gerade erstmals Jenson Button attackiert hatte. Es war bereits Alonsos drittes Triebwerk in dieser Saison! "Sorgen macht mir das nicht", winkt er ab. "Es stimmt, dass wir schon einige Probleme hatten, aber die Motoren sind ja noch die gleichen wie im Winter, als wir ungeheuer zuverlässig waren. Außerdem bekommen wir auch eine Menge Daten von Toro Rosso und Sauber."

"Sauber hatte heute leider auch ein Problem", seufzt Alonso. "Vielleicht lag es an der Streckencharakteristik oder an der Temperatur, ich weiß es nicht. Wir werden das untersuchen, aber die Motoren sind ja nicht anders als im Vorjahr und unsere Motorenjungs haben eine Menge Erfahrung damit. Bisher hatten wir nie Probleme. Wahrscheinlich sind es sehr spezifische Defekte, aber das müssen wir nach diesem Rennen analysieren."

Fotoquelle: Ferrari

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