Rubens Barrichello zieht im düsteren Albert Park seine Kreise für das Williams-Team

Formel 1 2010

— 05.04.2010

Australien in der Dämmerung: "Es ist nicht gefährlich"

Ist es im Albert Park von Melbourne schon zu dunkel, wenn die Formel 1 die Zielflagge sieht? Die Veranstalter sehen diesbezüglich keinerlei Probleme

Viele Jahre lang musste man sich als europäischer Rennfan frühmorgens aus dem Bett stemmen, um den Großen Preis von Australien live am Fernseher zu verfolgen. Das war Formel-1-Chef Bernie Ecclestone schon immer ein Dorn im Auge, weshalb sich der Brite für eine Verschiebung der Startzeit stark machte - und entsprechenden Druck auf die örtlichen Veranstalter im Albert Park ausübte.

Das Ergebnis ist bekannt: Seit 2009 beginnen die Formel-1-Rennen von Melbourne um 17 Uhr Ortszeit, was zwar dem europäischen TV-Publikum entgegen kommt, die Fahrer aber vor ganz neue Probleme stellt - der Grand Prix endet in der australischen Dämmerung. Erste Bedenken wurden diesbezüglich bereits im vergangenen Jahr laut und auch 2010 hagelte es durchaus Kritik.

"In Australien war es über dem Limit. Am Ende des Rennens war es sicherlich zu dunkel", sagte Formel-1-Rückkehrer Michael Schumacher im Anschluss an den Großen Preis von Australien - viele Fahrerkollegen pflichten dem siebenmaligen Weltmeister bei. Rennchef Ron Walker sieht diese Situation aber vollkommen anders, wie er der 'Herald Sun' am vergangenen Wochenende verriet.

"Es ist klarerweise nicht gefährlich", meint der Australier und deutet mit dem Finger auf die Protagonisten der Formel 1: "Die Fahrer kannst du halt nicht zufrieden stellen. Das ist eine Bande träger Leute, die nichts dafür tun wollen, um dem Sport zu helfen - abgesehen von zwei oder drei Piloten vielleicht. Viele Fahrer sind Primadonnas und niemals zufrieden", wettert Walker.

Nicht vollkommen zufrieden ist auch der Automobil-Weltverband (FIA), der in diesem Jahr eine spezielle Lichtmessung vorgenommen hat, um die Situation einzuschätzen. Weil Melbourne aber einen Vertrag als Dämmerungsrennen habe, so Regierungssprecher Chris Owen, sei die Startzeit des Grand Prix' auf fünf Jahre fixiert. Man werde allerdings die Hinweise der FIA beachten, meint Owen.

Ob Ecclestone mit einer Vorverlegung des Rennens einverstanden wäre, muss dahingestellt bleiben. Dem Formel-1-Chef schwebt schließlich schon seit geraumer Zeit ein Nachtrennen in Australien vor, was schon bald eine andere australische Großstadt erfüllen könnte: Sydney brachte sich vor wenigen Wochen ins Gespräch und denkt lautstark darüber nach, das Rennen auszutragen - auch nachts...

Fotoquelle: xpb.cc

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