Jaime Alguersuari eröffnete in Sepang sein Punktekonto in der Formel-1-WM

Formel 1 2010

— 06.04.2010

Alguersuari: "Ich dachte nur an die Punkte"

Toro-Rosso-Fahrer Jaime Alguersuari in seiner Medienrunde über das Sepang-Rennen, seine ersten WM-Punkte und die Lernphase in der Formel 1

Beim Großen Preis von Malaysia erlebte Jaime Alguersuari seine erste große Sternstunde in der Formel 1: Der junge Spanier zeigte ein beherztes und couragiertes Rennen, was letztendlich mit zwei WM-Punkten belohnt wurde - den ersten Formel-1-Zählern für den Toro-Rosso-Piloten. Entsprechend zufrieden gibt sich Alguersuari in seiner Medienrunde im Anschluss an den Grand Prix von Malaysia und blickt der Europasaison der Formel 1 nun betont gelassen und zuversichtlich entgegen.

Frage: "Jaime, bist du zufrieden mit dem Rennen?"
Jaime Alguersuari: "Einfach großartig, hier gepunktet zu haben. Damit haben wir auf einer Strecke wie dieser nie gerechnet, weil ich zum ersten Mal hier gefahren bin und auch die Bedingungen im Qualifying sehr schwierig für uns waren."

"Im Rennen hat alles gut geklappt. Wir wussten, dass unsere Renngeschwindigkeit passt. Das ist eine der Stärken des Toro Rosso. Aber wir müssen uns noch im Qualifying steigern - sowohl im Trockenen als auch im Nassen. Wir konnten hier aber einiges für die Zukunft mitnehmen."

Frage: "In Australien hast du gemeint, dass du beim Duell mit Michael Schumacher viel lernen konntest. Um welche Dinge handelt es sich dabei?"
Alguersuari: "Michael zeigte mir, wie man ein Formel-1-Auto im Rennen am Limit bewegt. Es war sehr wichtig, den Grand Prix von Australien zu beenden. Dabei gegen ihn zu kämpfen hat mir gezeigt, wie ich mit anderen um die Positionen fighten muss."

"In Malaysia hatte ich mit Petrov (Vitaly Petrov) und Nico (Hülkenberg; Anm. d. Red.) einige tolle Zweikämpfe. Sie und ich haben sich sauber verhalten, so fährt man Formel 1."

Mutiges Manöver gegen Hülkenberg

Frage: "Erzähle uns bitte mehr über das Duell mit Nico Hülkenberg..."
Alguersuari: "Ich habe ihn in Kurve drei auf die schmutzige Linie gedrängt und bei Kurve vier ausgebremst. Er gab aber nicht auf. Beim Kurvenausgang hatte ich dann die bessere Linie und konnte früher aufs Gas gehen."

"Zu Kurve fünf, einer Linkskurve, kamen wir auf gleicher Höhe hin - er links, ich rechts. Ich hatte also mehr zu verlieren, aber für Punkte muss man manchmal auch etwas riskieren. Das tat ich auch und es klappte. Er hatte leichtes Untersteuern, musste vom Gas und ich konnte vorbeiziehen. Dieses Mal hat es funktioniert, nächstes Mal vielleicht schon nicht mehr."

Frage: "Hattest du Angst, von der Strecke zu fliegen?"
Alguersuari: "Nein, ich dachte nur an die Punkte. Das war genau das gleiche wie in Australien. Michael und ich haben uns sogar berührt, aber das gehört zum Rennsport."

Die Erwartungen sind gestiegen

Frage: "Glaubst du, ihr seid nun in der Lage, regelmäßig um Punkte zu kämpfen?"
Alguersuari: "Auf jeden Fall. Aber ich muss noch einiges lernen. Zum Beispiel wie die weichen und harten Reifen abbauen, wie sie sich im Qualifying verhalten und wie sich das von Rennstrecke zu Rennstrecke unterscheidet."

"Ich erwarte mir aber einiges, wenn wir zurück in Europa sind - auf Rennstrecken, die ich schon kenne. Da kann ich dann meine Erfahrungen besser einfließen lassen. Deshalb sind meine Erwartungen für die zweite Saisonhälfte sehr groß."

Frage: "In Malaysia warst du schneller als dein Teamkollege. Was bedeutet das für dich?"
Alguersuari: "Ich habe großen Respekt vor Sébastien, weil er ein guter Rennfahrer ist. Er ist jung und für mich auch ein großes Vorbild, wie er seinen Weg über die Formel 3 und GP2 in die Formel 1 geschafft hat. Er zeigt den jungen Fahrern, wie es geht."

"Es ist schön mit ihm zusammenzuarbeiten, aber auch vor ihm zu sein. Ich muss außerdem noch meine eigene Performance steigern. Das liegt daran, dass ich noch nicht zu einhundert Prozent in der Formel 1 angekommen bin. Ich brauche noch mehr Zeit, um die Reifen, das Auto und vor allem die Formel 1 generell richtig zu verstehen."

Frage: "War der Grand Prix von Malaysia dein bisher bestes Formel-1-Rennen?"
Alguersuari: "Ich denke schon, weil das Ergebnis gut ist, ich das Reifen-Management im Griff hatte und vor allem, weil die Strecke ziemlich schwierig ist und ich vorher noch nie dort gefahren bin."

Fotoquelle: xpb.cc

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