McLaren will bald an der Spitze des Entwicklungsrennens der Formel 1 stehen

Formel 1 2010

— 06.04.2010

Whitmarsh: "Wir haben eine gute Trefferquote"

McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh über die Entwicklung bei seinem Rennstall, mögliche Zugewinne für China und die Leistung von Red Bull

In der Qualifikation ließ sich McLaren von Regen übertölpeln, doch im Rennen waren die beiden Fahrzeuge des britischen Traditionsteams unter den Hauptdarstellern: Lewis Hamilton und Jenson Button boten beim Großen Preis von Malaysia eine gute Show und sicherten ihrem Team trotz der bescheidenen Ausgangslage noch einige WM-Punkte. In Schanghai will McLaren darauf aufbauen.

"Wir haben großartige Arbeit geleistet, denn wir hatten in Sepang sechs Modifikationen am Start, die insgesamt mehr als 0,3 Sekunden gebracht haben", sagt Teamchef Martin Whitmarsh im Hinblick auf das dritte Saisonrennen in Malaysia. "Für China bekommen wir wieder einige neue Teile, die uns erneut um mehr als ein paar Zehntel voranbringen sollten", kündigt der Brite zuversichtlich an.

"Wenn wir vor Schanghai noch einmal mehr als 0,3 Sekunden finden können, was wir erst beweisen müssen, dann wäre das eine ziemlich gute Leistung - vor allem im Qualifying", so Whitmarsh. In dieser Disziplin hatte sich McLaren am Wochenende sogar hinter den Neueinsteigern anstellen müssen, weil das Team das malaysische Wetter falsch deutete und zu spät hinausfuhr.

Ein solcher Fehler wird McLaren nicht mehr passieren, versichert Whitmarsh: "Wir haben einige Lektionen gelernt. Die wichtigste davon ist, dass wir im ersten Abschnitt der Qualifikation nicht gegen Ferrari oder die anderen großen Teams antreten. Wir müssen einfach nur den Sprung in die zweite Einheit schaffen und die langsamen Autos bei diesen wechselhaften Bedingungen in Schach halten."

Wer schafft den größten Entwicklungssprung?

Diesbezüglich sieht sich Whitmarsh aber in einer guten Position, schließlich verlaufe die Entwicklung seines Rennstalls in diesem Jahr wesentlich kontrollierter als noch in der vergangenen Saison. "2009 waren wir in der Übertragung der Ergebnisse von unseren Werkzeugen auf die Strecke ein bisschen verloren. Dieses Jahr haben wir da eine gute Trefferquote", gibt der Teamchef zu Protokoll.

"Wenn wir in der Analyse und Simulation auf etwas stoßen, was schneller ist, dann schrauben wir es auch ans Auto. Ich glaube, wir haben momentan einen guten Schwung", meint Whitmarsh. "Wer weiß - es könnte jemand zum nächsten Rennen den Stein der Weisen finden und um eine halbe Sekunde oder eine Sekunde schneller werden, aber ich denke, wir werden in China konkurrenzfähig sein."

Dennoch sieht Whitmarsh die Vorteile derzeit bei Red Bull: "Sie waren eine Klasse für sich", sagt der McLaren-Teamchef anerkennend, "aber wir sind jetzt viel näher dran. Ihre Pace im Qualifying ist sehr gut, aber wir glauben zu wissen, warum das so ist", so Whitmarsh in Bezug auf die angebliche Kontrolle der Bodenfreiheit bei Red Bull. "Wir denken, dass es andere bald genauso machen werden."

Fotoquelle: xpb.cc

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