Bitter für Sutil: Technikchef James Key ist zu Sauber übergelaufen

Formel 1 2010

— 07.04.2010

Sutil: Kritik an Gascoyne, Lob für Key

Glaubt man Adrian Sutil, stehen Sauber große Zeiten bevor: Der Force-India-Pilot streut Ex-Technikchef James Key Rosen, Mike Gascoyne trauert er nicht nach

Force India hat in den ersten drei Saisonrennen 2010 untermauert, dass es den Aufstieg zum Punktegaranten geschafft hat. Doch jetzt gilt es, dieses Level zu halten. Keine einfache Aufgabe für das Team von Vijay Mallya, zumal der indischen Mannschaft vor dem Saisonstart der Technische Direktor James Key abhanden gekommen ist.

Der 38-jährige Brite Key - jahrelang im Schatten des nicht gerade öffentlichkeitsscheuen Technikchefs Mike Gascoyne - mauserte sich mit dem starken Vorjahresauto zum Geheimtipp unter den Designern. Vor einer Woche trat er seinen Dienst beim Sauber-Rennstall in Hinwill an, bei Force India wurde währenddessen Mark Smith zum Technikchef befördert. Dieser hatte bei Red Bull 2006 mit dem RB2 einen Flop fabriziert - nicht gerade rosige Aussichten für die Inder.

Sutil: Key brachte den Aufschwung

Peter Sauber könnte hingegen mit dem Engagement von Key einen Goldgriff gemacht haben, bestätigt nun Force-India-Pilot Adrian Sutil im Interview mit 'Motorsport-Total.com': "Mike hat zwar beim Vorjahresauto die Richtung vorgegeben, doch letztendlich war es das Werk von James Key - er hat es gebaut und dabei wirklich einen tollen Job gemacht, über das gesamte Jahr hinweg. Auch unser aktuelles Auto wurde von ihm entworfen."

Dem Briten Gascoyne, der jahrelang einen Ruf als Mann mit revolutionären Ideen genoss, weint Sutil hingegen keine Träne nach: "Er hat nicht in unser Team gepasst. Er ist sicher ein guter Mann, aber er hat ein paar Entscheidungen getroffen, die in diesem Moment nicht die richtigen waren. Deswegen haben wir uns von ihm getrennt - und das war absolut richtig."

Wird Willis das neue Force-India-Genie?

Sutil ist fest davon überzeugt, dass es in der modernen Formel 1 im Bereich der Technik wieder vermehrt auf das Individuum ankommt: "Früher, als das Aerodynamik-Reglement jahrelang stabil war, wurde nur noch an Details gefeilt, alles 100.000 Male durchgespielt. Da zählte vor allem das Budget. Auch wenn immer noch viel Geld im Spiel ist, geht es heute mehr um den normalen Menschenverstand, der einen nach vorne bringt."

Und glaubt man den aktuellen Gerüchten, angelt Force India gerade nach einem Mann, der seinen Menschenverstand in der Formel 1 bereits einige Male bewiesen hat: Geoff Willis, früher bei Williams, BAR, Red Bull und derzeit freiberuflicher Berater bei HRT. Der weißhaarige Brite überzeugte vor allem bei BAR, als er den Rennstall mit Jenson Button zum Topteam führte. Vielleicht sehen wir Willis schon bald am Kommandostand von Force India, schließlich will man Renault im Kampf um Platz fünf herausfordern, wie Sutil gegenüber den Kollegen von 'formula1.com' erklärte: "Das sollte möglich sein, uns fehlt derzeit zirka eine Zehntel auf sie."

Fotoquelle: xpb.cc

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