Der Arbeitsplatz von Hans-Gerd Ennser: Die Zentrale der Formel-1-Rennleitung

Formel 1 2010

— 08.04.2010

Ein deutscher Rennkommissar wacht über die Formel 1

Hans-Gerd Ennser ist beim Großen Preis von China als Rennkommissar im Einsatz und wird in Schanghai von Ex-Formel-1-Fahrer Alex Wurz unterstützt

Den Rennkommissaren der Formel 1 entgeht nichts: Mit Argusaugen und zahlreichen technischen Hilfsmitteln überwachen die Stewards der "Königsklasse" den Trainings- und Rennbetrieb an der Strecke, um etwaige Regelwidrigkeiten und unsportliches Verhalten zu sanktionieren. Beim Großen Preis von China ist der deutsche Jurist Hans-Gerd Ennser wieder mit von der Formel-1-Partie.

Der 50-Jährige zählt in dieser Saison erstmals zur Riege der Rennkommissare in der Formel 1 und tritt damit in die Fußstapfen von ADAC-Sportpräsident Hermann Tomczyk, der für dieses Ehrenamt nicht mehr zur Verfügung steht. "Weil FIA-Präsident Jean Todt unbedingt wieder einen Deutschen unter den Stewards haben wollte, wurde ich gefragt", sagt Ennser gegenüber der 'Passauer Neue Presse'.

Für den Staatsanwalt am Landgericht Passau eine einfache Entscheidung: "Ich habe natürlich zugesagt", so Ennser, der bereits beim Saisonauftakt in der arabischen Wüste an der Strecke weilte - allerdings nur als Beobachter, um sich mit seiner neuen Rolle vertraut zu machen. Beim zweiten Saisonlauf im australischen Melbourne trat Ennser schließlich erstmals als Rennkommissar auf den Plan.

Unterstützung erhielten der Deutsche und seine beiden Kollegen von "Mister Le Mans" Tom Kristensen, welcher der Rennleitung in "Down Under" als beratender Experte zur Seite stand. Ennser lobt diesen Ansatz, der 2010 erstmals umgesetzt wird: "Das neue System mit den ehemaligen Fahrern ist nur zu begrüßen", findet der 50-Jährige nach seinem ersten Grand-Prix-Einsatz.

Der nächste Renneinsatz steht unmittelbar bevor

Überhaupt ist Ennser begeistert von den Mitteln, die den Rennkommissaren in der Formel 1 zur Verfügung stehen: "Mehr Transparenz geht nicht", meint Ennser im Hinblick auf die zahlreichen technischen Systeme, auf welche die Stewards bei Bedarf zurückgreifen können. Froh ist Ennser indes darüber, beim Großen Preis von Malaysia in Sepang nicht im Dienst gewesen zu sein.

Dort hatte Red-Bull-Pilot Sebastian Vettel nach seinem Sieg noch bangen müssen, weil man dem 22-Jährigen ein Überholmanöver unter gelber Flagge bescheinigt hatte. Die Rennleitung sprach Vettel nach einer Anhörung aber frei, der Deutsche behielt seine 25 Punkte. Ennser hätte sich in dieser Situation nicht ganz wohl gefühlt in seiner Haut: "Da könnte man ja gleich ins Gerede kommen."

Unterhalten kann sich Ennser schon in wenigen Tagen mit dem ehemaligen Formel-1-Piloten Alexander Wurz, der die Rennleitung beim Großen Preis von China unterstützen wird. Außerdem soll Ennser in dieser Saison noch bei mindestens zwei weiteren Rennen über die Geschehnisse auf der Strecke wachen: Der 50-Jährige wird bei den Grands Prix in Istanbul und Valencia dabei sein.

Fotoquelle: Riedel

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