Sebastian Vettel verfolgt die Diskussionen in der Formel 1 amüsiert-entspannt

Formel 1 2010

— 08.04.2010

Vettel: "Spekulationen gibt es immer"

Red-Bull-Fahrer Sebastian Vettel über die Kritik an seinem Rennstall, das Abschneiden beim Saisonstart und seine weitere Zukunftsplanung

So wie Sebastian Vettel die Saison 2009 beschlossen hatte, so wollte der 22-Jährige das neue Rennjahr auch beginnen: Die Technik machte dem deutschen Rennfahrer in Bahrain und Australien aber einen dicken Strich durch die Rechung. Erst in Malaysia erlebte Vettel ein problemloses Wochenende - und fuhr auf dem Sepang International Circuit prompt zum Sieg im Grand Prix.

Im dritten Anlauf gelang dem Red-Bull-Piloten der erste Saisontriumph, wodurch Vettel ein großer Stein vom Herzen fiel, wie er gegenüber 'Sport Bild' gesteht: "Es gab ja von außen etwas Kritik nach den ersten beiden - sagen wir einmal - nicht ganz so erfolgreichen Rennen", sagt Vettel. "Ich konnte mich nicht freuen, wenn ich ein Rennen gewinnen kann und dann ein Problem den Sieg verhindert."

Vettel: "Fehler passieren..."

"Aber das Verdrängen von Enttäuschungen gehört auch zu unserem Job. Klar ist, statt möglichen 50 Punkten und zwei Siegen habe ich nur einen vierten Platz nach Hause gebracht", meint Vettel im Hinblick auf die WM-Läufe in Manama und Melbourne. Eine Standpauke vom Teamchef oder eine Krisensitzung mit den Ingenieuren habe es im Anschluss an die Auftaktpannen aber nicht gegeben.

"Nach jedem Rennen, erfolgreich oder nicht, gibt es ganz normale Gespräche, bei denen wir das Rennen analysieren. Ziel ist es dabei immer, es beim nächsten Mal besser oder noch besser zu machen", erläutert der 22-Jährige. "Fehler passieren, auch wenn sie einem teuer zu stehen kommen und schmerzhaft sein können. Jeder tut bei uns aber sein Bestes, um besser zu werden", so Vettel.

Auch Designchef Adrian Newey, den Vettel bewusst aus der Schusslinie nimmt. Der Brite habe kein zu zerbrechliches Auto gebaut, meint der Red-Bull-Pilot. Formel-1-Fahrzeuge seien nun einmal "am absoluten Limit" konstruiert. "Da kann mal was kaputt gehen", hält Vettel fest. "Aber jeder bei uns weiß, dass man mit zu vielen Defekten keine Weltmeisterschaft gewinnen kann", so der 22-Jährige.

Spekulationen mit positiver Signalwirkung

Er könne sich diesbezüglich vollkommen auf seine Crew in Milton Keynes verlassen, sagt Vettel. "Es gibt viele Arbeitsschritte bei diesem Prozess, jedes Teil wird kontrolliert. Ich habe deshalb keine Zweifel, dass wir auch in diesem Bereich gut aufgestellt sind", erklärt der Youngster. Offenbar denkt die Konkurrenz ähnlich, denn Red Bull wird ein System zur Regulierung der Bodenfreiheit nachgesagt.

Vettel wertet die Gerüchte um seinen Rennstall aber als positives Signal: "Es ist immer so in der Formel 1, dass die schnellsten Autos von der Konkurrenz genau beobachtet werden. Ich finde diese Diskussionen allerdings sehr lustig, denn wie sagt man doch: Spekulationen gibt es immer. Ich sehe es als Kompliment an. Denn es zeigt, dass die Leute uns fürchten", gibt Vettel zu Protokoll.

Aus diesem Grund sieht sich der junge Deutsche auch langfristig bei Red Bull: "Ich fühle mich dort extrem wohl", erläutert Vettel nach den drei ersten Formel-1-Rennen des Jahres. Die weitere Karriereplanung liegt zunächst allerdings erst einmal auf Eis: "Es gibt im Moment keinen Grund, mehr als über die nahe Zukunft nachzudenken", meint Vettel. "Und die liegt ganz klar bei Red Bull."

Fotoquelle: xpb.cc

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