Jackie Stewart ist der Meinung, dass Michael Schumacher zu früh aufgehört hat

Formel 1 2010

— 11.04.2010

Stewart: Die Niederlagen schmerzen "Schumi"

Jackie Stewart ist überzeugt davon: Dass Michael Schumacher bei Mercedes derzeit teamintern den Kürzeren zieht, wurmt den 41-Jährigen sehr

Drei Rennen hat die Formel 1 in der aktuellen Rennsaison bereits absolviert, doch auf ein Topergebnis von Rückkehrer Michael Schumacher warten die Zuschauer noch immer. Der 41-Jährige blieb bei seinem Comeback für Mercedes bislang hinter seinem jungen Teamkollegen Nico Rosberg zurück, was "Schumi" in den vergangenen Wochen bereits einiges an negativer Kritik einbrachte.

Der ehemalige Formel-1-Champion Jackie Stewart will im 'Guardian' aber kein vorschnelles Urteil fällen und attestiert Schumacher noch immer großes Potenzial: "Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen", so Stewart. "Es ist vollkommen klar, dass Michael seine Fähigkeiten nicht eingebüßt hat. Die Erfahrung und das Wissen, mit dem du sieben Mal Weltmeister geworden bist, bleiben dir."

Das weiß Stewart - Weltmeister 1969, 1971 und 1973 - aus eigener Erfahrung. "Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich fünf und zehn Jahre nach meinem Rücktritt - also im Alter von 39 und 44 Jahren - zurückkam und alle Fahrzeuge der Meisterschaft fuhr. Das geschah auf Initiative von Elf und ich fühlte damals nicht, dass ich etwas verloren hätte", gibt Stewart rückblickend zu Protokoll.

Die Konkurrenz schläft nicht...

"Michael war bislang allerdings noch nicht in der Lage dazu, die richtige Geschwindigkeit vorzulegen. Die Tatsache, dass er sowohl in der Qualifikation als auch im Rennen von seinem Teamkollegen geschlagen wurde, nagt sicherlich viel mehr an ihm, als er zugibt", meint der Schotte. Schumacher selbst betont indes immer wieder, dass er bei seiner Formel-1-Rückkehr "voll im Plan" liege.

Stewart sieht vor allem im starken Starterfeld einen Grund dafür, weshalb "Schumi" bislang noch nicht ganz an die Spitze vordringen konnte: "Jenson Button und Lewis Hamilton sind beide fantastisch schnell bei McLaren. Dann wären da noch Felipe Massa und Fernando Alonso bei Ferrari sowie das Red-Bull-Duo um Mark Webber und Sebastian Vettel", fasst Stewart die Topfavoriten zusammen.

"Aber auch abseits der Spitzenteams hast du noch gute und erfahrene Piloten wie Rubens Barrichello und Robert Kubica. Das ist die beste Gruppe an Topfahrern, an die ich mich erinnern kann", so der frühere Formel-1-Weltmeister. Abschreiben will er Schumacher und die Silberpfeile aber dennoch nicht: "Der Mercedes wird sich verbessern", meint Stewart. "Nur: Das gilt auch für die anderen."

Ist "Schumi" 2006 zu früh zurückgetreten?

Unterm Strich kommt Stewart, der seine Karriere 1973 noch vor seinem 100. Rennen beendete, nach drei Grands Prix nur zu einem Schluss: "Michael ist zu früh zurückgetreten. Er hätte nicht aufhören sollen, denn er war noch nicht fertig damit. Als ich meinen Helm seinerzeit an den Nagel hängte, da wusste ich, dass ich keine Rennen mehr bestreiten würde. Bei Gerhard Berger war das genau gleich."

"Als Niki Lauda nach seinem erfolgreichen Comeback zurücktrat, hat er seinen Helm auf dem Sitz des Autos zurückgelassen. Er wusste und wir alle wussten, dass er nicht wieder zurückkehren würde. Michael erweckte hingegen stets den Eindruck, nicht damit abgeschlossen zu haben", bringt es Stewart vor dem Großen Preis von China auf den Punkt. Doch das habe auch sehr positive Seiten.

Die Person Michael Schumacher stellt laut Stewart einen ungeheuren Markenwert für die Formel 1 und speziell für die Teamsponsoren von Mercedes dar: "Die Sponsoren bekommen ihren Gegenwert, denn Michael wird bei jedem Rennen in diesem Jahr für gute Nachrichten sorgen", hält Stewart abschließend fest. "Wohin er auch geht, er gibt sein Comeback. Und die Kameras sind dabei."

Fotoquelle: xpb.cc

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