Adrian Sutil peilt für das China-Rennwochenende weitere Punkte an

Formel 1 2010

— 13.04.2010

Force India will Renault herausfordern

Force India rechnet beim kommenden Grand Prix in China mit weiteren Punkten - Schanghai ist die Lieblingsstrecke von Vitantonio Liuzzi

Force India hat im Verlauf der bisherigen Saison beeindruckt. Die Inder konnten ihren guten Lauf vom Saisonende 2009 tatschlich im neuen Jahr fortfhren. Bislang holten die Inder in jedem der drei Grands Prix 2010 Punkte. So soll es weitergehen. Man will sogar noch hher hinaus. Adrian Sutil und Vitanonio Liuzzi sollen sich schon bald die Renaults von Robert Kubica und Vitaly Petrov zur Brust nehmen.

"Ich hatte regelmige Punkte als Ziel ausgerufen und das klappt bisher - drei Rennen, drei Punkteplatzierungen", berichtet Teamchef Vijay Mallya stolz. "Was mich besonders glcklich macht ist, wie weit wir es innerhalb eines Jahres gebracht haben. Nach drei Rennen 2009 hatten wir noch keinen einzigen Zhler und lagen nur auf Rang zehn. Wir machen unser eigenes Ding, scheren uns nicht um die anderen Mannschaften", erklrt der Inder, der mit seinem Team nun auf Rang sechs der Gesamtwertung liegt.

"Das haben wir Mark Smith zu verdanken", erklrt Mallya und sttzt so seinen Chefdesigner, der gerchtweise eventuell bald von HRT-Berater Geoff Willis abgelst werden knnte. "Das Team in Brackley und Silverstone ist gefestigt und nun kommen auch die Resultate." Fr das kommende Rennen in China erwartet der Force-India-Boss einen harten Kampf: "Renault sieht im Moment sehr stark aus. An denen mssen wir uns vorbeiarbeiten. Realistisch betrachtet sollten wir fnftbestes Team sein knnen."

Sutil hat die ersten Punkte im Rcken

Adrian Sutil kann den Grand Prix in Schanghai etwas entspannter angehen. Der Grfelfinger holte beim vergangenen Rennen in Malaysia die ersten Zhler. "Endlich", so Sutil. "Ich hatte einen netten Kampf mit Lewis Hamilton. Wir hatten schon oft solcher Kmpfe in Formel-3-Zeiten, manchmal auch in der Formel 1. Wir respektieren uns gegenseitig sehr. Ich freue mich, wenn er siegt. Und er freut sich, wenn ich Erfolg habe. Ich war nach dem Punktegewinn glcklich, erleichtert und stolz zugleich."

"Das Rennen in China wird anders, aber es gibt auch gewisse hnlichkeiten mit Malaysia", blickt Sutil auf das kommende Wochenende voraus. Am Freitag muss der Deutsche das Cockpit am Vormittag wieder fr Testpilot Paul di Resta rumen. "Man braucht in China guten Topspeed, den haben wir. Auch die anderen Bereiche der Strecke sollten unserem Wagen ganz gut liegen. ber die Performance mache ich mir derzeit keine Sorgen. Wir sollten fr die Top 10 gut sein."

"Es sollte in China wieder ein gutes Resultat herauskommen knnen", sagt der Deutsche optimistisch. "Allerdings wird es von den Temperaturen etwas khler als in Malaysia." Force India wird im Entwicklungskampf einen weiteren Schritt gehen. Vitantonio Liuzzi sa in der vergangenen Woche im Simulator und probierte die neuesten Verbesserungen aus. "Wir wollen in China neue Updates am Auto haben", so der Italiener.

Liuzzi blickt auf vergangene China-Erfolge

"Wir wollen wieder Punkte holen und nicht den Schwung verlieren. Die Strecke mag ich, ich war dort immer gut unterwegs", sagt Liuzzi. "Ich hatte dort sogar das beste Formel-1-Ergebnis berhaupt. 2007 war ich mit dem Toro Rosso Sechster. Unser Potenzial sollte gut sein. In Malaysia haben wir es in Q3 geschafft. Von dort aus sind immer gute Ergebnisse mglich. Ich hoffe, wir knnen uns in China ebenso gut prsentieren und vielleicht noch ein paar Punkte mehr ergattern."

"In China gibt es reichlich schnelle Kurven. Es ist schwierig, vor allem in den Kurven eins, sechs und sieben", erklrt der Force-India-Pilot. "Es ist ein flssiger Parcours. Oft gibt es dort verrckte Rennen, weil das Wetter schnell wechseln kann. Ich freue mich sehr darauf! Weitere Zhler sind das Ziel und das knnen wir ganz sicher erreichen", so Liuzzi, der bislang einzig in Malaysia einen Ausfall verkraften musste und sonst stets in den Punkten war.

Paul di Resta hat nun bereits zwei Freitagstrainings hinter sich. In Malaysia sei es "ganz ordentlich" gelaufen, so der Schotte, der die Strecke neu kennenlernen musste. Der Mercedes-DTM-Pilot bernimmt abwechselnd die Autos von Sutil und Liuzzi. "Jede Mannschaft hat ihre eigene Arbeitsweise", erklrt er seine ersten Eindrcke. "Ich bekomme nun ein Gefhl dafr, welche Basissetups Tonio und Adrian bevorzugen. Mir ist immer klar, dass es nicht mein Auto ist. Entsprechend vorsichtig gehe ich zu Werke."

Fotoquelle: xpb.cc

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