Michael Schumacher steigt nach einem Defekt aus dem Silberpfeil

Formel 1 2010

— 13.04.2010

Macht Schumacher sein Image kaputt?

In den ersten drei Rennen lieferte Michael Schumacher nicht die erwarteten Resultate ab - Verliert der 41-Jährige den Glanz alter Zeiten? Christian Danner meint: nein

Das Sensationscomeback von Michael Schumacher ist bisher nicht von zählbarem Erfolg gekrönt. 30 Punkte Rückstand auf die WM-Spitze, von Teamkollege Nico Rosberg in den Schatten gestellt und ein Silberpfeil, der derzeit nicht siegfähig ist. Keine einfache Situation für den Rekordweltmeister vor dem Grand Prix von China.

Trotzdem gibt sich der 41-Jährige vor den Kameras entspannt und locker. In der beinharten Welt der Formel 1 gibt es das Sprichwort: "Man wird immer am Erfolg des letzten Rennens gemessen". Verliert der Mercedes-Pilot den Glanz alter Zeiten? "Nein", findet Christian Danner, "ein Mann, der in Deutschland diese unvergleichliche Popularitätsstufe erreicht hat, kann es sich leisten, ein, zwei Jahre hinterherzufahren. Das werden die Leute ausblenden", meinte Danner bei 'Servus TV'.

"Wenn man eine Umfrage machen würde, wäre ganz klar, dass er als Weltmeister abgetreten ist und nicht die letzten beiden WM-Titel an Fernando Alonso verloren hat" fügte der ehemalige Formel-1-Pilot hinzu und meint: "Seinem Image in Deutschland wird das nicht schaden, weltweit sieht es aber anders aus."

Wie lange wird Schumacher die Erfolglosigkeit so locker sehen? Eine Stärke des 91-fachen Grand-Prix-Siegers war es seit jeher, sich in die Arbeit zu knien und bei den kleinsten technischen Details einen Vorteil zu gewinnen. Doch er könnte genau in diesem Punkt von seinen eigenen Fähigkeiten überrollt werden.

Als der Kerpener mit Benetton zwei WM-Titel gewann und danach bei Ferrari das Super-Team aufbaute, begannen viele seiner jetzigen Gegner gerade ihre Karriere. Natürlich wurde den Talenten eingeimpft, dass man sich von Schumacher etwas abschauen sollte, wenn man es bis in die Königsklasse schaffen kann.

"Ich glaube, dass er noch den Biss und den Willen für die Formel 1 hat", ist sich Danner überzeugt. "Aber das Entscheidende, was sich verändert hat, ist die Beschränkung der Testfahrten. Die Autos sind sich jetzt viel ähnlicher und man kann sich nicht mehr diesen entscheidenden Vorteil herausarbeiten. Außerdem haben die Gegner ja auch nicht geschlafen."

David Coulthard findet zudem, dass das Alter eine Rolle spielt: "Es ist schwer zu beurteilen, denn ich finde mich mit 39 immer noch sehr fit. Aber ich bin nicht mehr so frisch wie mit 29. Es ist keine Frage, ob er den Speed noch hat, sondern ob er es wirklich noch will"

Fotoquelle: xpb.cc

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