Mark Webber ist derzeit nur WM-Achter - und schreibt Mercedes ab.

Formel 1 2010

— 14.04.2010

Webber schreibt Mercedes ab

Red-Bull-Teamchef Christian Horner spricht von einem "frustrierenden WM-Auftakt" - Mark Webber sieht Mercedes nicht im "WM-Dreikampf".

Vor einem Jahr gewann Red Bull in Schanghai gerade mal den ersten Grand Prix, jetzt kommen die "Bullen" als absoluter WM-Favorit nach China zurück. Doch obwohl man das stärkste Auto im Feld hat, schmerzt der Saisonauftakt immer noch. Teamchef Christian Horner bezeichnet diesen als schlicht "frustrierend".

"Wir hätten die ersten zwei Rennen gewinnen müssen. Ferrari, McLaren und Mercedes sind sehr stark - wir können uns also nicht sicher sein", stellt der Brite klar, dass man trotz des souveränen Doppelsieges in Sepang keinesfalls mit dem WM-Triumph rechnet.

Mark Webber, der dieses Jahr noch auf seinen ersten Grand-Prix-Sieg wartet, sieht die Situation etwas anders als Horner. Der "Aussie" rechnet mit einem Dreikampf um die WM-Krone: "Mercedes schlägt sich ganz okay, doch Ferrari, McLaren und Red Bull sind die beständigsten Teams. Der Kampf läuft schon jetzt ganz klar zwischen diesen drei Teams."

Auch er weint den möglichen zwei Auftaktsiegen in Bahrain und Australien, die durch technische Gebrechen verhindert wurden, eine Träne nach: "Es war nicht der einfachste Saisonstart." Dennoch merkt er an, dass sich das Team in einer außerordentlichen Form befindet: "Man darf nicht vergessen: Wir kämpfen hier gegen die großen Werke, unser Team ist absolut einzigartig. Der Teamgeist und die Chemie bei uns sind sensationell, gemeinsam mit Renault kämpfen wir sehr hart."

Laut dem zweifachen Grand-Prix-Sieger waren es vor allem die ersten zwei verpatzten Rennwochenenden, die die hohe Moral im Team klar gezeigt hätten: "Wie das Team aus diesen schwierigen Wochenenden herausgegangen ist, muss man den Leuten hier wirklich hoch anrechnen. Jetzt müssen wir so weitermachen."

Wer weiß, vielleicht kann Red Bull am Ende froh sein, dass man ausgerechnet bei den Auftaktrennen Pleiten einstecken musste: Das Team hat die Qualitätskontrolle seitdem stark verbessert - die Warnung dürfte also angekommen sein.

Fotoquelle: xpb.cc


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