Sebastian Vettel vor Mark Webber: Ein Rennen, das nicht so lief wie erhofft

Formel 1 2010

— 18.04.2010

Red Bull Racing über geringe Punkteausbeute enttäuscht

Aus der ersten Startreihe gestartet konnte Red Bull Racing unter den chaotischen Bedingungen mehr verlieren als gewinnen, und so kam es dann auch

Eigentlich wähnte sich Sebastian Vettel auch unter den regnerischen Bedingungen von der Pole-Position auf Sieg programmiert, doch man bekam die Reifen nicht richtig auf Temperatur, und so fuhren beide Piloten der starken Konkurrenz an der Spitze hinterher. Sebastian Vettel musste sich mit Position sechs begnügen, Mark Webber mit Rang acht.

"Das war ein schwieriges Rennen", zieht Vettel Bilanz, der sich auch erstmals mit Schumacher duellierte. "Auf beinahe jeder zweiten Runde gab es ein Auto, das es zu überholen galt oder das überholte. Ich verlor beim ersten Boxenstopp ziemlich viel Zeit, aber wir kämpften uns zurück und beendeten das Rennen auf der sechsten Position. Wir starteten von der Pole, von den Positionen eins und zwei, aber dort sind wir nicht ins Ziel gekommen."

"Dies war heute ein sehr chaotisches Rennen, und den sechsten Rang geholt zu haben, kann ziemlich wichtig sein. Natürlich sind unsere Hauptgegner vor uns ins Ziel gekommen, das ist aus diesem Grund nicht sehr schön. Wir hatten unter diesen Bedingungen mit dem Auto stark zu kämpfen. Es war in Ordnung, als wir freie Bahn hatten, aber unter diesen Bedingungen fährt man auf Messers Schneide. Es bedeutet schon eine Menge, einfach nur die Position auf der Strecke zu halten."

"Mit Lewis hatte ich einen Zweikampf in der Boxengasse. Beim Stopp lag ich vorn, ich weiß nicht, warum er nach links zog und heiß darauf war, mich zu berühren. Ich hoffte, dass ich mir dadurch keinen Plattfuß hole. Ich verstehe wirklich nicht, warum er dies tat, da ich etwas vor ihm lag und den Vorteil sowieso hatte."

"Für uns war es ein schwieriges Rennen", so Webber. "Wir sind etwas verblasen worden. Wir waren nicht schnell genug, so einfach ist das. Es gab während des Rennens wechselhafte Bedingungen und ich weiß, das dies für alle so ist, aber die Autos reagieren sehr sensibel, wenn es so oder so läuft."

"Es war also ein interessanter Grand Prix. Wir wissen, wo wir unter diesen schwierigen Bedingungen verlieren, und das werden wir verbessern. Ich wechselte gegen Ende des Rennens auf einen weiteren Satz Intermediates, um zu versuchen, ein paar Plätze gutzumachen. Ich dachte, dass dies funktionieren könnte. Das tat es auch, aber wir waren am Schluss nicht schnell."

"Das war heute ein sehr chaotisches Rennen", so Teamchef Christian Horner. "Beide Fahrer entschieden sich dazu, früh an die Box zu kommen, als der Regen einsetzte. Unglücklicherweise traf Mark den vorderen Wagenheber und beschädigte sich den Frontflügel, was schlussendlich beide Fahrer etwas Zeit gekostet hat."

"Ein paar Runden später kamen sie wieder an die Box, um auf Slicks zu wechseln, da die Strecke abtrocknete. Seb kam vor Lewis raus und sie holten beide schnell auf Sutil auf. Aber als Seb an Sutil vorbeiging, konnte sich Hamilton ihn schnappen. Er verlor in dieser Phase des Rennens ziemlich viel Zeit."

"Nach dem Restart wurde Mark neben die Strecke gedrückt und verlor ziemlich viele Positionen. Wir zockten und entschieden uns dazu, ihn früh auf einen weiteren Satz Intermediates zu setzen. Dadurch war er in der Lage, auf die Autos vor ihm aufzuholen. Unglücklicherweise waren die Reifen gegen Ende des Rennens abgenutzt, aber das brachte ihn vom zwölften auf den achten Rang nach vorn."

"Der sechste und der achten Rang sind nicht das Ergebnis, auf das wir von der ersten und zweiten Position aus gehofft hatten. Aber unter solch chaotischen Lotterie-Bedingungen sind das immer noch wertvolle Punkte."

"Es ist nicht häufig so, dass man ein Rennen wie dieses hat, und wenn man Erster und Zweiter ist, kann man eher alles verlieren als alles gewinnen. Heute lief es für McLaren rund, Lewis war auf einer identischen Strategie wie unsere Jungs. Gutgemacht von ihnen, wir werden beim nächsten Rennen zurückschlagen."

"Ich hoffe, dass die Leute die Show genossen haben", so Renault-Chefingenieur Fabrice Lom. "Ich bin mir sicher, dass es ein sehr gutes Rennen war, um es sich von außen anzuschauen. Für uns war es jedoch schlecht. Wir haben eine kleine Menge Punkte gesammelt, aber wesentlich weniger, als wir hier erwartet hatten."

"Das Gute ist, dass sich der Motor unter diesen schwierigen Bedingungen korrekt verhalten hat, was immer gut ist. Wir müssen uns nun einfach auf das kommende Rennen fokussieren. Wir haben drei Wochen, um mehr Geschwindigkeit zu finden und stärker zu sein."

Fotoquelle: xpb.cc


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