Im vierten Versuch hat es geklappt: Vitaly Petrov holt in China erste WM-Punkte

Formel 1 2010

— 19.04.2010

Petrov: "Ich will mehr"

Vitaly Petrov ist nach seiner ersten Formel-1-Punkteplatzierung glücklich und angestachelt zugleich: Saubere Manöver gegen Schumacher und Webber

Vitaly Petrov ist beim Grand Prix in China ins Ziel gekommen. Mehr noch: Der russische Renault-Rookie überstand nicht nur eine Renndistanz, sondern holte als Siebter auch gleich die ersten WM-Punkte. Der Ex-GP2-Pilot ist auf der einen Seite sehr erleichtert über das Ergebnis, auf der anderen Seite stellt sich allerdings auch keine rechte Zufriedenheit ein. Im Interview fasst Petrov sein Rennwochenende in Schanghai zusammen.

Frage: "Vitaly, bist du glücklich über deine erste Zielankunft und deine ersten Punkte?"
Vitaly Petrov: "Ja, natürlich bin ich sehr glücklich. Aber ich will mehr. Mit dem siebten Platz bin ich nicht zufrieden, mein Ziel ist es, noch besser zu sein. Zu Beginn des Rennens war die Reifenentscheidung sehr schwierig. Manche sind in die Box gefahren, zum Beispiel die Red-Bull-Jungs. Das war alles etwas verrückt. Wir haben uns entschieden, auf Slicks draußen zu bleiben. Das war wohl ganz richtig so. Wir haben anschließend einen guten Job gemacht und stets zur rechten Zeit die passenden Pneus gewählt."

Frage: "In der zweiten Rennhälfte musste man die Intermediates schonen, um halbwegs schnelles Tempo zu gewährleisten. Wie schwierig war das?"
Petrov: "Es war zu Anfang schwierig einzuschätzen, wie viel Druck man machen darf. Wir hatten keine Ahnung, ob die Strecke feucht bleibt oder ganz abtrocknet. Auch mein Helm war mit Wasser durchtränkt. Das hat es noch etwas schwieriger gemacht."

Frage: "Am Ende waren deine Reifen deutlich besser als die der Konkurrenz. Du konntest sogar noch an Michael Schumacher und Mark Webber vorbeiziehen. Fühlte sich das gut an?"
Petrov: "Ja, auf jeden Fall. Mein Auto war deutlich schneller und mein Ingenieur Mark Slade hat mir immer wieder gesagt, dass ich ein gutes Tempo habe. Ich konnte weiter Druck machen, musste aber auch gleichzeitig auf den vorderen linken Reifen aufpassen. So habe ich es gemacht. Schumacher und Webber hatten arge Probleme mit ihren Reifen. Sie waren aber fair. Ich konnte mit sauberen Manövern vorbeigehen."

Frage: "Wie bewertest du die Arbeit des Teams am Wochenende?"
Petrov: "Wir haben zusammen wirklich einen tollen Job gemacht. Das Renault-Team ist wirklich wie eine Familie. Die Mechaniker haben Großes geleistet, indem sie meinen Wagen nach dem dritten Training komplett wieder aufbauten. Es war schön, dass ich es ihnen im Rennen mit ersten Punkten zurückzahlen konnte. Das Auto ist derzeit nicht schlecht, aber wir wissen, dass wir in die Verbesserung noch viel Arbeit investieren müssen. Wir schauen mit einem guten Gefühl voraus und werden weiter das Maximum geben."

Fotoquelle: Renault


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