Bruno Senna erwartet nun deutliche Perfomanceschritte bei seinem HRT-Team

Formel 1 2010

— 14.04.2010

Senna: "Jetzt die anderen Probleme angehen"

Bruno Senna erwartet von seinem HRT-Team nun auch Fortschritte im Bereich Performance: "Für Barcelona sollten die ersten Teile kommen"

Nach nur drei Rennen der neuen Saison muss man das spanische HRT-Team sicherlich zu den Überraschungen zählen. Zwar sieht die Mannschaft um Teamchef Colin Kolles bezüglich der Konkurrenzfähigkeit bisher kaum Land, aber immerhin durfte man schnell Zielankünfte feiern. Wenn man die Probleme noch kurz vor dem Saisonstart bedenkt, grenzt die Leistung der Spanier fast an ein Wunder - auch wenn es nach wie vor große Sorgen gibt.

"Als Team sind wir erst einmal glücklich", erklärt Bruno Senna auf 'Adam Cooper's F1 Blog'. Der prominente Brasilianer weiter: "Die allergrößten Probleme haben wir im Griff. Es gibt noch ein paar Sorgen bezüglich der Benzinzufuhr, aber solche Sachen werden wir schnell aussortieren können." HRT durchlebt also offensichtlich eine ähnliche Phase wie das Virgin-Team um Timo Glock. Der Unterschied: Die Briten haben erst einmal ein Auto ins Ziel bekommen, HRT zwei Zielflaggen mehr gesehen.

Die Zuverlässigkeit des Dallara-Cosworth bleibt zwar eine Baustelle, aber auf der anderen Seite muss nun auch Speed kommen. "Aber wir können nur schneller werden, wenn es Entwicklungen gibt", legt Senna den Finger in die offene HRT-Wunde. Das neue Team steckt im Schlamassel. Unter anderem Technikberater Geoff Willis ist von der Qualität des Dallara-Entwurfs höchst enttäuscht. Noch schlimmer: Die Baupläne liegen in Italien unter Verschluss, eine Weiterentwicklung ist also sehr kompliziert.

"Das Team muss das regeln", sagt Senna. "Erst dann können wir uns daran machen, es vielleicht mit den anderen auf der Strecke aufzunehmen. Im Moment sind wir auf jeden Fall deutlich zurück." Es sei ohne Zweifel eine gute Leistung des Teams, immerhin bereits Zielankünfte bewältigt zu haben. "Vor allem, wenn man bedenkt, wie wenige Kilometer der Wagen erst auf dem Buckel hat. Aber neben Zuverlässigkeit wollen wir eben auch Performance - und zwar schnellstens."

Während die meisten Formel-1-Teams pünktlich zum Europaauftakt in Barcelona umfangreiche Updates präsetieren werden, ist die Situation bei HRT noch ungewiss. "Man kann es noch nicht sagen. Natürlich hoffen wir, dass wir schon in Barcelona wenigstens ein paar Kleinigkeiten haben werden", sagt Senna. "Es werden auf jeden Fall ein paar Dinge zur Verbesserung der Telemetrie und der Bedienerfreundlichkeit kommen. Wichtige Sachen, die aber nach außen gar nicht so auffallen."

"Die großen Neuteile kommen dann, wenn sie fertig sind", sucht der Brasilianer nach passenden Worten für eine traurige Situation beim Team. Der Rookie ist es jetzt schon leid, im Rennen mehrfach überrundet zu werden. "Ehrlich gesagt, habe ich ein halbes Rennen gebraucht, um es endlich gut hinzubekommen - also ohne viel Zeit zu verlieren. Es wäre besser, wenn uns die anderen höchstens eine Runde abnehmen. Es ist nicht einfach, ständig irgendwie zur Seite fahren zu müssen."

Fotoquelle: xpb.cc


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