Liuzzi freut sich über den starken Saisonauftakt mit Force India

Formel 1 2010

— 15.04.2010

Wie der Force-India-Bolide zum Alleskönner wurde

Vitantonio Liuzzi über den wundersamen Aufstieg von Force India und warum man 2010 nicht nur auf High-Speed-Kursen glänzt

Tonio Liuzzi und Force India - das passt irgendwie zusammen. Der Italiener musste sich in den vergangenen Jahren in Geduld üben, war nach dem Toro-Rosso-Aus am Abstellgleis der Formel 1 gelandet. Und auch der ehemalige Jordan-Rennstall dümpelte nach ständigen Besitzerwechseln eine Zeit lang am Ende der Startaufstellung herum, ehe 2009 endlich der Durchbruch gelang.

Auch für Liuzzi übrigens, der in Monza 2009 im indischen Boliden ein geglücktes Formel-1-Comeback feierte, das er auch dieses Jahr mit durchaus beachtlichen Leistungen untermauert. Vielleicht fühlt sich der ehemalige Red-Bull-Mann aufgrund des ähnlichen Karriereverlaufs mit seinem Team so verbunden. "Du hast das Gefühl, dass du jetzt wieder da bist", spielt Liuzzi auf den erfreulichen Saisonstart 2010 an.

Saison 2010 ist Balsam für die Seele

Das Team punktete bei allen drei Rennen und liegt in der Konstrukteurswertung sensationell zwischen Renault und Williams auf Platz sechs. Der 28-Jährige weiß: "All deine Mühen haben sich bezahlt gemacht. Das ist nicht nur gut fürs eigene Selbstvertrauen, auch das Selbstbewusstsein des Teams schnellt nach oben."

Liuzzi beobachtete 2009 und in den Wintermonaten eine Wandlung des Teams - man sei jetzt "kein kleines Team mehr", da man ständig in die Punkteränge fährt. Für ihn kommt der Erfolg nicht überraschend, schließlich dockte er bereits 2008 als Testfahrer bei Vijay Mallyas Rennstall an und verfolgte die tolle Entwicklung.

"Ich wusste schon im Vorjahr, dass Force India viele überraschen wird, denn hier arbeiten gute Ingenieure, großartige Mechaniker", erzählt Liuzzi. "Es ist wie eine große Pyramide: Alles passt zusammen. Force India ist das vielleicht beste Team, mit dem ich in meiner kurzen Karriere zusammengearbeitet habe."

Die erfolgreiche Suche nach Abtrieb

Auffällig ist, dass der 2010er-Bolide VJM03 ein kompletteres Rennauto als sein Vorgänger ist. Der VJM02 bestach vor allem auf Highspeed-Kursen, wo mit wenig Flügel gefahren wird, sein Nachfolger gilt als "Allrounder".

Kein Zufall, wie Liuzzi anmerkt: "Die technische Abteilung und Mark Smith haben versucht, den geringen Luftwiderstand beizubehalten und den Abtrieb zu verbessern, um ein konstanteres Auto zu bauen, das nicht nur auf schnellen Kursen funktioniert. Unser Aufstieg beruht also nicht auf Glück, wir haben darauf hingearbeitet."

Fotoquelle: Force India


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